Killerclowns im Wald

Musical der Sottrumer Wieste-Schule spielt mit Elementen zwischen Horror und Comedy

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Der Albtraumtanz der Killerclowns mit Cleo (Ceylan Yüksel) in der Mitte. 

Sottrum - Von Heidi Stahl. Trotz drückender Hitze erlebten die vielen Zuschauer in der Aula der Sottrumer Wieste-Oberschule am Freitagabend ein fulminantes Spektakel bei der Premiere des Musicals „Der Wald des Verschwindens“. Voller Temperament und Spielfreude tanzten und sangen sich die 15 Mitwirkenden aus der Musical AG der Klassen fünf bis neun durch ihr selbst geschriebenes Actiondrama.

Eigentlich will Cleo (Ceylan Yüksel) nur eine besondere Geburtstagsparty mit ihren Freundinnen feiern. Ein Mädelsabend mit Übernachtung im Wald soll es werden. Doch nach und nach verschwinden dort alle ihre Freundinnen auf geheimnisvolle Weise, entführt von den Horrorgestalten Billy (Jeremy Grätz) und Fatma (Ceylan Alptekin), bis sie zuletzt allein und verängstigt zurückbleibt. Nach einem Albtraum, in dem sie tanzende Killerclowns mit knallroten Perücken einkreisen, sinkt sie in einen tiefen Schlaf, aus dem sie all ihre Freundinnen mit einem fröhlichen „Happy Birthday Song“ wecken und das ganz Horrorszenario als gelungen Geburtstagsscherz auflösen.

„Die Akteure wollten diesmal ein anderes Musical schreiben, nicht immer nur den Schulalltag und Probleme wie in den vorangegangenen Jahren“, erklärte die Erzieherin Jana Amroschkewitz, die zusammen mit Jessika Aguilar ehrenamtlich die Regie der Aufführung übernommen hatte. Es sollte spannend und gleichzeitig lustig werden, und sie widmeten es ganz ihrer erkrankten Lehrerin Claudia Hillger, die die vergangenen Jahre die Musical AG geleitet hatte.

Besonders gelungen waren die Szenen, in denen die Schüler, von ihrem eigenen Temperament hingerissen, improvisierten und in ihrer Alltagssprache, wie beispielsweise in der Szene mit dem Zickenkrieg zwischen Lea und Julia, fast ausflippten. Nach dem Ende des mit viel Beifall aufgenommenen Musicals sangen alle Mitwirkenden den Mut machenden Song „Hall of Fame“ als Gruß an ihre erkrankte Lehrerin.

Ein fantasievolles Bühnenbild mit Tarnnetzen aus Bundeswehrbeständen, Handy-lichtern wie Sternen hinter den Stoffbahnen des Waldes und ausgestopften Tieren aus dem Biologiefundus rundeten das Geschehen ab. Auch der gleichzeitig zu sehende Kunstwettbewerb der Kunst AG der Schule zum Thema „Wald“ im Vorraum der Aula stimmte auf den Abend ein – eine überzeugende, fächerübergreifende Präsentation .

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