Bürger aus Bötersen sammeln Unrat ein / Gewissenhafter Umweltsünder

Mit Müllsack und Greifer

Nach dem gemeinsamen Müllsammeln haben sich die Teilnehmer eine Stärkung verdient. -  Fotos: Daus

Bötersen -  Es scheint eine Art Naturgesetz zu sein, dass die Zufuhr von Fast Food innerhalb eines Fahrzeugs dazu führt, dass ein innerer Drang entsteht, während der Fahrt das Fenster zu öffnen, um dann den Verpackungsmüll des zuvor aufgesuchten Burger-Ladens in die Natur zu katapultieren. Zumindest wäre das ein Erklärungsversuch dafür, dass an den Strecken die zu den einschlägigen Restaurants führen, immer ein Berg Müll dieser Sorte zusammen kommt.

Bei der diesjährigen Müllsammelaktion der Gemeinde Bötersen stießen die Teilnehmer auch in diesem Jahr wieder auf besagte Müllansammlungen. Gemessen an der Rekordteilnehmerzahl des vergangenen Jahres war ein leichter Rückgang bei den Freiwilligen zu vermelden, den Ulrike Fajen als Mitorganisatorin darin begründet sah, dass die Osterferien schon begonnen hatten und daher auch schon manch einer verreist sei. Dafür hatten sich zwei Familien aus Syrien, die seit ein paar Monaten in Höperhöfen leben, der Sammelaktion angeschlossen. Auch wenn der Kontakt noch recht verhalten war, sicherlich ein kleiner, aber wichtiger Schritt in Richtung Integration in das Gemeindeleben.

Die eigentliche Sammelaktion verlief eher unspektakulär. Einige größere Funde, wie zum Beispiel Matratzen, die noch vor wenigen Tagen am Wegesrand gesichtet wurden, waren am Tag des Sammelns schon wieder verschwunden. „Das ist ja ein Ding, man hat uns den Müll geklaut“, scherzte einer der Teilnehmer. Mengenmäßig hat das Team das Vorjahresergebnis aber trotzdem übertroffen. In den seltensten Fällen handelte es sich bei dem Müll um Dinge, die versehentlich aus der Hosentasche fallen könnten. Wein- oder Sektflaschen sind beispielsweise einfach zu groß für durchschnittliche Hosentaschen.

Besonders gewissenhaft war ein Umweltsünder, der seinen Unrat in der Nähe einer Sandkuhle entsorgt hatte. In einem seiner zahlreichen Müllsäcke, die das Landschaftsbild verschandelten, wurden Angaben zu Name und Adresse des Verursachers gefunden. Diese Person kann sich jetzt schon mal auf eine Kontaktaufnahme seitens der Gemeinde einstellen.

Von Matthias Daus

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