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Mobilfunkturm: Bauarbeiten in Ahausen sollen im Sommer beginnen

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Von: Nina Baucke

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Rainer Henke auf dem Acker an der Hellweger Straße.
Rainer Henke auf dem Acker an der Hellweger Straße: Nahe an einem kleinen Waldstück soll der Mobilfunkturm seinen Platz haben. © Baucke

Im Fall des Mobilfunkturms in Ahausen an der Hellweger Straße geht es voran: Noch in diesem Jahr soll die Errichtung über die Bühne gehen.

Ahausen – Ein paar vertrocknete Überreste abgeernteter Maispflanzen ragen aus dem dunklen Erdreich: Von einem wenige Quadratmeter großen Flecken aus, auf einem Acker nahe Ahausen an der Hellweger Straße, soll zumindest ein Teil des Dorfes mit besserem Handyempfang versorgt werden. Im Mai 2020 hatte die Telekom eine entsprechende Bauvoranfrage an die Gemeinde gestellt. Die Gemeinde sagte Ja, dann wurde sogar bereits ein Leerrohr aus Richtung Hellwege für die Stromversorgung verlegt.

Und dann – blieb es erst einmal ruhig. „Seitdem haben wir nichts wieder von der Telekom gehört“, berichtet Bürgermeister Rainer Henke (CDU). Dabei wäre eine bessere Mobilfunkabdeckung dort dringend nötig: „Derzeit versorgt uns in Ahausen nur der Turm in Eversen an der Bundesstraße. Allerdings wäre der Turm hier vor allem für das Neubaugebiet wichtig.“ Zudem: Auch die Gemeinde Hellwege könnte in Teilen noch von der Ausleuchtung des Ahauser Funkturmes profitieren.

Warten auf die Baufreigabe

Doch jetzt soll Bewegung in die ganze Sache kommen: „Manchmal dauert es zwei bis drei Jahre, bis so ein Funkturm ans Netz geht. Viele unterschätzen diese Realisierungszeitspanne“, erklärt Benedikt Albers, Pressesprecher vom Unternehmen Deutsche Funkturm, das im Auftrag der Telekom den Mast errichten soll. „Das Verfahren für den Mobilfunkturm in Ahausen läuft, wir haben auch bereits einen Anmietvertrag für das Grundstück geschlossen, wir warten zudem noch auf die Baufreigabe.“ Dazu hänge die Dauer eines derartigen Verfahrens an unterschiedlichen Faktoren und Planungsschritten, „auch durch Corona hat das alles noch mal länger gedauert, als das sonst normalerweise der Fall ist“, so Albers.

Nach dem Ende der Sommerferien in der zweiten Jahreshälfte soll es mit den Bauarbeiten losgehen, für Herbst ist die Fertigstellung geplant. Wann er dann auch sendet, lässt sich laut Albers noch nicht genau sagen. „Der allerletzte Schritt ist, nachdem der Mast steht und sendefähig ist, die Integration in das Netz durch die Bundesnetzagentur. Und die gibt auch den Zeitpunkt dafür vor.“

Glasfaserausbau geht weiter

Gute Nachrichten für die Gemeinde Ahausen, die in Sachen Funkturm Kummer gewohnt ist: „Schon vor sechs Jahren sollte ein solcher Mast an der Straße Auf dem Lohberg gebaut werden. Der kam nie“, erinnert sich Henke. Das Kuriose: „Unsere Nachfragen bei der Telekom haben damals ergeben, dass sie dennoch den Mast sehrwohl in ihren Plänen verzeichnet hatten.“

Er freut sich zudem, dass es auch in Sachen Glasfaserausbau weitergehen wird, in den Jahren 2024 und 2025 soll dann auch die Gemeinde Ahausen von der Gigabitstrategie des Landkreises Rotenburg profitieren. „Aber auch der Mobilfunkturm ist für uns wichtig, viele Menschen haben ja keinen Festnetzanschluss mehr, sondern sind auf das Mobilfunknetz angewiesen.“

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