Kurz vor Baubeginn

Neues Heimathaus in Sottrum: Mitte Januar geht es los

Eine weiße Sandfläche markiert den Beginn der Baumaßnahmen. Im Vordergrund sind Absperrbänder und im Hintergrund ein Dixie-Klo.
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Wo einst das Backofenhaus stand, ist nun eine Freifläche. Im kommenden Jahr errichtet der Heimatverein hier ein neues Gebäude.

Mitte Januar soll der Bau des Europäischen Heimat- und Kulturhauses in Sottrum starten. Man hofft, es bereits im Sommer eröffnen zu können.

Sottrum – Nun sind auch die letzten Überbleibsel des Backofenhauses auf dem Heimathaus-Gelände in Sottrum verschwunden. Nachdem das Gebäude bereits vor Monaten von der Haus- und Hofgruppe des Vereins abgebaut und auf dem Bauhof der Gemeinde eingelagert worden war, ist nun auch der Backsteinofen selbst von einem Abbruchunternehmen beseitigt worden. Mittlerweile ist zwischen Spieker und St.-Georg-Straße nur noch eine Sandfläche zu sehen.

Mitte Januar, kündigt der Heimatvereinsvorsitzende Hans-Jürgen Krahn an, sollen die Bauarbeiten für das neue Europäische Heimat- und Kulturhaus beginnen. Im Sommer, so dessen Hoffnung, soll dann schon Eröffnung gefeiert werden – sofern die Pandemie-Lage es dann zulässt. Es wäre dann pünktlich zum 40-jährigen Bestehen des Vereins.

Fassade ist rund 250 Jahre alt

Das neue Gebäude neigt sich dann schräg in Richtung des Platzes vor dem Heimathaus. Wobei man den Begriff „neu“ differenziert betrachten muss. Immerhin ist die zukünftige Fassade rund 250 Jahre alt. Doch bis diese angebaut werden kann, kommen zunächst das Fundament, Anschlüsse und die Grundmauer in den nächsten Monaten dran.

Die Fassade ist die eines sogenannten Häuslingshauses, das der Heimatverein von einem Bauernhof bei Osterholz-Scharmbeck gekauft und im Frühjahr abbauen und nach Sottrum hat bringen lassen. Wie das Backofenhaus ist es derzeit auf dem Bauhof eingelagert. Auch der Dachstuhl wird neu. „Man muss ja den heutigen Standards entsprechen“, sagt Krahn. „Aber wir retten das Haus an sich. Wir verwahren das, was noch zu verwahren ist.“

Kleine Anhöhe erforderlich

Dabei wird das Europäische Heimat- und Kulturhaus nicht so groß, wie die Sandfläche es vielleicht vermuten lässt. Genauer gesagt, wird es gut 12 mal 13 Meter groß sein. Was auffällt, ist, dass das Gebäude erhöht steht – nicht auf selber Ebene wie die anderen Häuser des historischen Ensembles, sondern auf Höhe der St.-Georg-Straße nebenan.

Es ist eine Auflage des Landkreises für die Baugenehmigung. Noch während in Sottrum im Sommer am Projekt geplant wurde, hatte der Kreistag das Überschwemmungsgebiet der direkt am Gelände vorbeifließenden Wieste festgelegt. Das komplette Areal fällt in dieses Überschwemmungsgebiet, Neubauten sind dort deswegen eigentlich nicht erlaubt. Die Anhöhe ermöglichte eine Ausnahme.

Für das Projekt plant der Verein insgesamt etwa 450 000 Euro ein. Davon übernimmt das Land Niedersachsen bis zu 200 000 Euro, 50 000 Euro gibt es vom Landkreis, weitere 100 000 Euro aus einer Erbschaft, die der Heimatverein über die Gemeinde erhalten hat, und den Rest stemmt der Verein aus Eigenmitteln.

Wohnung und Ausstellungsraum

Im oberen Bereich sollen ein Aufbewahrungsort für Dokumente und ein Apartment entstehen. In dieses könnten Künstler aus den Partnerstädten in Polen und Frankreich einziehen für ein paar Tage oder Wochen. Gedacht ist dies für Gelegenheiten, wie wenn sie Vorlesungen halten oder für einige Wochen dort malen möchten. Unten wird ein größerer Raum entstehen, der etwa 80 Leuten Platz bietet – für Ausstellungen oder Lesungen.

Auch die Parkplätze auf dem Heimathaus-Gelände sind verschwunden, sie sollen andernorts wieder neu entstehen. Generell müsse man sich noch Gedanken über den Außenbereich machen, so Krahn. Dazu gehören auch Überlegungen, einen neuen Backsteinofen zwischen Heimathaus und Spieker aufzubauen, nur ohne ein eigenes Gebäude. Das alte Backsteinhaus wird übrigens vermutlich als Technik-Haus wenige hundert Meter weiter im Park am Eichkamp eine neue Bestimmung bekommen. Dazu laufen Gespräche zwischen Heimatverein und Gemeinde.

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