Staffellauf nach Sauveterre

Michael Itzen schwebt Neuauflage der „Tour de l’amité“ von 1998 vor

Michael Itzen neben dem Schild der Samtgemeinde Sottrum
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Michael Itzen hofft auf eine weitere Tour über rund 1 550 Kilometer von Sottrum nach Frankreich.

2023 jährt sich die Partnerschaft der Samtgemeinde Sottrum mit der französischen Kommune Sauveterre-de-Guyenne zum 50. Mal. Aus diesem Anlass hofft Michael Itzen, zum zweiten Mal nach 1998 Sportler zu einem Staffellauf in die südfranzösische Gemeinde zu bewegen.

Sottrum – Es war das Weinfest 1998 in der französischen Gemeinde Sauveterre-de-Guyenne, als eine Gruppe von Läufern und Radfahrern die alten Stadtmauern erreichte: Anlässlich des 25. Jahrestages der Partnerschaft zwischen der französischen Kommune und Sottrum hatten sich Bewohner des Wiesteortes auf die „Tour de l’amité“, die „Tour der Freundschaft“, begeben und innerhalb von elf Tagen in Form eines Staffellaufes rund 1 550 Kilometer bewältigt. Einer von ihnen war Michael Itzen – und ihm schwebt im Jahr 2023 eine Neuauflage des Laufes vor.

Für die Läufer von damals war es ein einmaliges Erlebnis.

Michael Itzen

Nicht ohne Grund: Die Partnerschaft zwischen beiden Gemeinden besteht dann seit 50 Jahren, und auch der Lauf wird dann ein Vierteljahrhundert her sein. Erster Schritt für Itzen: genügend interessierte Läufer für das Projekt gewinnen. „Für die Läufer von damals war es ein einmaliges Erlebnis, auf die alten Stadtmauern von Sauveterre zuzulaufen – jetzt gibt es die Möglichkeit, das zu wiederholen“, sagt Itzen. Erste Informationen will er am Sonntag, 19. September, von 16 bis 18 Uhr beim Infostand des TV Sottrum beim Erntefest vorstellen. Für Mittwoch, 22. September, ab 20 Uhr plant er zudem einen Informationsabend in der Gaststätte Fischers Bauerndiele.

„Da werde ich auch den Film über den Lauf 1998 vorführen“, kündigt er an. Damals lief das Ganze als Staffelllauf, jeder Teilnehmer trug pro Tag zehn Kilometer zur Gesamtstrecke bei, bevor er den Staffelstab – fabriziert von einem Sottrumer Metallbauer und mit einem Gruß des Sottrumer Bürgermeisters versehen – an den nächsten Läufer weiterreichte.

Physiotherapeut im Team

Viele hätten damals für die „Tour de l’amité“ überhaupt erst mit dem Laufen angefangen und schon etliche Monate vorher mit dem Training begonnen, erinnert er sich. „Denn immerhin ist es schon nicht ohne – elf Tage lang jeden Tag zehn Kilometer zu joggen.“ Unter den Teilnehmern waren auch eine 16-jährige Schülerin und ein 62-Jähriger, und sogar einen Physiotherapeuten, der das Läuferfeld mit Massageliege im Gepäck begleitete, hatte die Gruppe dabei.

Die im Vorfeld ausgesuchte Strecke hatte die Läufer durch Deutschland, Luxemburg und Belgien nach Frankreich geführt, dort unter anderem mit Zwischenstop in Sainte-Foy-la-Grande, Partnergemeinde des Landkreises Rotenburg, bis es dann mit allen Läufern gleichzeitig und mit deutschen sowie französischen Fähnchen in der Hand in Sauveterre-de-Guyenne hineinging.

Eventuell Stopp in Brüssel

Und als Staffellauf schwebt Itzen auch die Neuauflage wieder vor. Allerdings steckt damals wie heute viel Organisation dahinter – Routenfindung und Unterkünfte inklusive. Führte damals die Strecke über Verdun, wo die Sottrumer mit einem Kranz den Toten des Ersten Weltkrieges gedachten, kann sich Itzen für den Lauf 2023 einen Stopp in Brüssel vorstellen. „Noch schöner wäre es natürlich, wenn EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auch den Startschuss in Sottrum geben würde, den 1998 noch Uwe Seeler gemacht hatte“, hofft Itzen.

Wer an dem Infoabend als auch an dem Lauf 2023 nach Sauveterre-de-Guyenne Interesse hat, meldet sich per E-Mail an sottrum-sauveterre-2023@mail.de verbindlich an. Der Veranstalter weist zudem darauf hin, dass der Einlass nach der 3G-Regel erfolgt und Maskenpflicht besteht. Weitere Informationen im Vorfeld beantwortet Itzen auch telefonisch unter 0152/ 21953362 beziehungsweise unter 04264/ 3322.

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