Mehrere Gemeinden rüsten auf / Antrag befindet sich in der Ausschreibung

Mehr Leistung für die Bewohner

In Hellwege werden derzeit Rohre für Fernwärme und gleichzeitig Leerrohre für Glasfaser verlegt. Foto: Witte

Sottrum - Von Farina Witte Und Matthias Daus. An der Dorfstraße in Hellwege werden derzeit Fernwärmerohre verlegt. Auf der Baustelle ist aber auch zu sehen, dass in dem Zuge Leerrohre für Glasfaser platziert werden. Viele Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde werden in nächster Zeit beim Breitbandausbau nachrüsten. Vor allem Randbereiche mit einer Leistung von weniger als 30 Mbit/s profitieren. Der Landkreis Rotenburg übernimmt für die Gemeinden die Antragstellung für das Förderprogramm von Bund und Land. Das ist im Sommer geschehen und nun befindet er sich im Ausschreibungsverfahren, erklärt Tanja Steinecke von der Kreisentwicklung. In dieser nun schon zweiten Runde im Rahmen des Förderprogramms haben sich mehrere Mitgliedsgemeinden beteiligt.

Sottrum

Die Gemeinde Sottrum plant, weitere Gebiete auszubauen, sagt Bürgermeister Hans-Jürgen Krahn (CDU). Konkret sind es die Gebiete am Umspannwerk, An der Weide und Großer Fährhof. Insgesamt sei Sottrum recht gut aufgestellt, wobei es Unterschiede gibt. Teils gebe es in entlegeneren Straßen Glasfaser, im Ort hingegen nicht überall. „Einfach, weil in den Straßen vorher fast nichts war“, erklärt Krahn.

Ahausen

In Ahausen sind es vier Splittersiedlungen, in denen die Gemeinde aufrüsten möchte und sich an der Ausschreibung beteiligt. Auf dem Adel, Zum Bockel, wenige Häuser an der Grenze zu Hellwege und der Mühlenbereich. Die Bewohner hätten dabei Überzeugungsarbeit geleistet, meint Bürgermeister Claus Kock (CDU). „Im Ort sind wir mittlerweile gut aufgestellt“, glaubt er. Mit dem Beginn des Ausbaus in den vier Bereichen rechnet er aber erst im kommenden Jahr. „Es geht ja jetzt erst mal in die Ausschreibung.“ Rund 160 000 Euro müsse die Gemeinde den derzeitigen Schätzungen zufolge dafür ausgeben.

Hellwege

Eine gute Internetverbindung gibt es auch im Hellweger Ortszentrum. Dort liegt die Leistung bei 30 Mbit/s aufwärts. Das wurde bei Ausbaumaßnahmen zwischen 2010 und 2012 erreicht, erinnert sich Bürgermeister Wolfgang Harling (SPD). Auch jetzt investiert Hellwege wieder in den Breitbandausbau. „Die Gemeinde Hellwege hat dafür zwei Bereiche angemeldet. Einmal die Hausanschlüsse am Bremer Damm vom Tannenweg bis zum Ortsteil Auf der Meente und die Hausanschlüsse im Ortsteil Auf der Meente selbst“, erklärt Harling. Wie auch die anderen Gemeinden, trägt der Bund 50 Prozent der Kosten, den Rest teilen sich Landkreis und Gemeinde. Harling rechnet mit Kosten in Höhe von 51 000 Euro. „Direkt an das Glasfasernetz können dann etwa 100 Häuser angeschlossen werden“, so der Bürgermeister.

Bötersen

In Bötersen ist gerade erst Jeerhof ertüchtigt worden. Dort finden seit Kurzem Rohre, in denen jetzt auch Glasfaserkabel liegt. Die Gemeinde strebt aber nun an, weitere Gebiete besser auszustatten. „Das gilt für die Randbezirke, die in der Gemeinde recht verstreut liegen“, erklärt Bürgermeister Hermann Holsten. Besonders aber auch für die östliche Dorfstraße in Höperhöfen in Richtung Mulmshorn und das Gebiet „Am weißen Berge“, dem Gewerbestandort der Gemeinde Bötersen. Noch etwa 40 000 Euro gibt Bötersen für diese Straßen aus.

Reeßum

Drei Gebiete stehen in der Gemeinde Reeßum auf der Liste derer, die mit besserem Internet ausgestattet werden sollen. In Clüversborstel ist es die „Alte Clüverstraße“ Richtung Sottrum, in Taaken „Auf dem Spachel“ sowie der Ortsteil Platenhof. Die Gemeinde gibt dafür voraussichtlich 52 000 Euro aus. „Damit hat die Gemeinde Reeßum den vor Jahren begonnenen Breitbandausbau wieder etwas erweitert und Randbereiche besser versorgt“, äußert sich Bürgermeister Marco Körner zufrieden. In fast der ganzen Gemeinde gebe es dann eine mögliche Abdeckung zwischen 30 und 100 Mbit/s. Für verbliebene Randbereiche erhofft Körner sich, dass auch diese in der Zukunft mithilfe staatlicher Förderung besser ausgestattet werden. „Und der nächste Schritt geht dann natürlich in die Verkabelung mit Glasfaser bis in die Gebäude“, meint der Bürgermeister: „Aber bis das soweit ist, fließt sicherlich noch viel Wasser die Wieste hinab.“

Hassendorf

In Hassendorf gibt es eine gute Breitbandversorgung, denn Glasfaser sind bis zu den Kabelverzweigern verlegt. „Zusätzlich hat die Gemeinde 2017 eine Kooperationsvereinbarung mit EWE geschlossen, um das neue Baugebiet ,Am Weden‘ mit schnellem Internet zu versorgen“, berichtet Bürgermeister Klaus Dreyer (SPD). Eine Unterversorgung bestehe nach Feststellungen des Landkreises noch an der B 75 und im Wochenendgebiet „Vor der Wümme“. „Trotz gestiegener Zuweisungen von Bund und Land verbleibt für diese Bereiche eine weitere Wirtschaftlichkeitslücke von weiteren etwa 72 000 Euro“, so Dreyer. Angesichts dessen und der relativ geringen Anzahl der betroffenen Häuser hat sich der Gemeinderat gegen einen Ausbau entschieden. Dreyer sieht zudem Bund, Land und die betreffenden Unternehmen in der Pflicht, den weiteren Ausbau zu übernehmen.

Horstedt

Die Gemeinde Horstedt hat sich an der aktuellen Ausschreibung nicht beteiligt. In der Vergangenheit ist das Ortszentrum schon gut ausgerüstet worden, sagt Bürgermeister Michael Schröck. Glasfaser gebe es dort bis zum Kabelverzweiger, dann geht es mit Kupfer weiter zu den Häusern. Gut ausgestattet ist das Neubaugebiet „Bei den Doren“. „Dort gibt es ,Fibre to the home‘, also Glasfaser bis ins Haus“, erklärt Schröck. Das sei langfristig gesehen auch für alle Häuser wünschenswert. Zuletzt habe die Gemeinde erwägt, einige abgelegenere Häuser auch anzuschließen. Allerdings seien hier die Kosten zu hoch gewesen.

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