Sottrumer FDP will mit Bürgerbefragung die Meinung im Vorfeld der Kommunalwahl einholen

„Mehr als nur ein Kreuz am Sonntag“

Jan-Christoph Oetjen (l.) und Andreas Zack stellen die Bürgerbefragung der FDP vor. - Foto: Tisemann

Sottrum - Sollten Sie in der kommenden Woche einen weißen Zettel mit gelben und blauen Akzenten in dem Briefkasten haben, wundern Sie sich nicht. Die Sottrumer FDP möchte mit einer Bürgerbefragung alle Einwohner der Samtgemeinde erreichen, und im Vorfeld der Kommunalwahl im September ein Meinungsbild einfangen.

„Wir waren der Meinung, dass die Komunalwahl aus mehr als dem einen Kreuz am Sonntag bestehen sollte“, erklärt Andreas Zack, FDP-Ortsvorsitzender. Bei der nun anstehenden Befragung haben die Bürger die Möglichkeit, zu den Punken Kinderbetreuung und Familienpolitik, Schulen und Bildungsangebot, Verkehr und Mobilität, FInanzen sowie Freitzeit und Ehrenamt Stellung zu beziehen. „Aber auch darüber hinaus können die Bürger gerne Vorschläge machen“, stellt der Fraktionsvorsitzende Jan-Christoph Oetjen klar.

Die Vorschläge aus der Bevölkerung könnten dann gegebenenfalls auch im Wahlprogramm der FDP münden. „Es ist nicht so, dass wir keine eigenen Ieen hätten, aber vielleicht diskutieren wir Politiker ja an den völlig falschen Punkten“, macht Oetjen deutlich.

Das Besondere an der Umfrage sei, dass die Bürger die Gelegenheit hätten, viel zu schreiben. „Andere Umfragen bewerten die Situation häufig in Form von Schulnoten von 1 bis 6, hierbei ist es möglich viel aufzuschreiben“, so Oetjen.

Und Andreas Zack macht einen weiteren Vorteil aus: „So erhalten wir auch ein Stimmungsbild.“ Vielleicht lassen sich so auch noch Bürger finden, die sich an der Kommunalpolitik beteiligen wollen. „Die Politik lebt vom Mitmachen“, betont Zack.

Die Beantwortung der Fragen ist übrigens auch anonym möglich, wer allerdings eine Rückmeldung zu den Anregungen bekommen möchte, muss seinen Namen angeben.

Dass das Ganze schon einen Hauch von Wahlkampf hat, leugnet Oetjen nicht. „Wir wollen durch die Beteiligung ja Anreize für unser Wahlprogramm setzen“, so der Landtagsabgeordnete. Außerdem wolle man so neue Leute ansprechen. „Das ist besonders in Sottrum wichtig, wo oft das Gefühl herrscht, dass Politik nur von den Alteingessesenen gemacht wird.“ Mit der Bürgerbeteiligung hat nun jeder die Möglichkeit, sich einzubringen. Oetjen weiß, dass die Hemmschwelle, sich zu äußern, häufig recht hoch ist: „Mehr als ein Angebot können wir aber auch nicht machen.“ Die Teilnahme an der Befragung ist übrigens auch im Internet möglich. - jet

www.umfrage-sottrum.de

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