Schulausschuss stimmt für Erhöhung der Elternbeiträge

Mehr Geld für Betreuung

Noch stehen die Klassenräume an den Grundschulen in der Samtgemeinde Sottrum nachmittags leer. Sie könnten in Zukunft Horte beherbergen. Foto: imago images/Gudrun Petersen

Sottrum - Von Farina Witte. Die Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde wollen eine Hortbetreuung einführen. Dass sich der Weg dorthin schwierig gestaltet, das zeigten schon mehrfach Gespräche in Ratssitzungen. Solange es in dieser Frage aber keine Lösung gibt – mit der Ausnahme in Ahausen, wo die Gemeinde schon einen Hort betreibt –, ist die Nachmittagsbetreuung an den Grundschulen gefragt. Und die ist teuer.

Mit 24 000 Euro bezuschusst die Samtgemeinde das Angebot der Grundschulen, die von den Eltern außerdem einen Beitrag in Höhe von zwei Euro einsammeln. Das deckt die Kosten allerdings nicht, stellt Schulamtsleiter Holger Bahrenburg während der vergangenen Sitzung des Schulausschusses heraus. Derzeit belaufe sich das Defizit auf 9 400 Euro, was vor allem mit den gestiegenen Personalkosten zusammenhänge.

Dabei ist die Nachfrage weiterhin hoch. Besonders an der Grundschule am Eichkamp, erklärt Bahrenburg. „Dort werden auch keine weiteren Kinder mehr aufgenommen“, erklärt er. Wer sich nicht rechtzeitig für das neue Schuljahr anmeldet, habe das Nachsehen. Derzeit drei Betreuungskräfte sowie ein Bufdi sind dafür im Einsatz. Auch musste man sich aufgrund der hohen Zahl der Kinder nach neuen Räumlichkeiten in der Schule umsehen.

Um die Kosten zu deckeln, gibt es einerseits die Option, den Zuschuss entsprechend zu erhöhen, oder aber, die Elternbeiträge anzupassen. Allerdings, äußert sich Horstedts Schulleiterin Annette Römer, sind die gerade erst verdoppelt worden.

Nicht unerheblich für die Frage nach der Zuschusshöhe für die Betreuung ist auch, wann denn die Horte eingerichtet werden. „Die Gemeinden machen sich auf den Weg“, erklärt Holger Bahrenburg. Für Sottrum sei es realistisch, dass der Hort zum Schuljahr 2020/21 in Betrieb genommen werden kann. Somit würde die Nachmittagsbetreuung zu dem Datum ohnehin wegfallen. Aus dem Grund plädiert Hans-Jürgen Krahn (CDU) dafür, den Zuschuss bei 24 000 Euro zu belassen. „Es muss ein Enddatum geben, dass das wegfällt“, so Krahn hinsichtlich des Zuschusses der Samtgemeinde für die Nachmittagsbetreuung. „Dann haben wir eine Zielrichtung“, findet Krahn. Daraufhin will die Schulleiterin Annette Römer wissen, was mit den Standorten ist, bei denen die Hortfrage noch nicht geklärt ist. „Ohne Hort kann man die Nachmittagbetreuung nicht wegnehmen“, stellt der Ausschussvorsitzende Wolfgang Harling (SPD) fest. Er schlägt mit Blick auf die voraussichtlich einzurichtenden Horte vor, die 24  000 Euro zu halten und nicht zu erhöhen. So sei die Finanzierung von Nachmittagsbetreuung auch gesichert, sollte es in einigen Gemeinden noch nicht zu einer Einrichtung eines Horts kommen.

Ausschussmitglied Friederike Paar stellt schließlich den Antrag, den Elternbeitrag anzupassen. „Mit der Aussicht, dass er dann auch wieder heruntergefahren wird“, so das Mitglied der CDU-Fraktion. „Wir waren uns im vergangenen Jahr einig, dass wir da nicht drüber gehen“, sagt sie hinsichtlich der derzeitigen Höhe des Zuschusses. Letztendlich fällt die Entscheidung, den Kostenbeitrag der Eltern für Nachmittagbetreuung zu erhöhen, positiv aus. Damit zahlen diese künftig 2,50 Euro, wenn ihr Kind nach Schulschluss betreut werden soll.

Unklar ist noch, wie sich die Pläne der Bundesregierung, nach denen Grundschulkinder ab 2025 einen Anspruch auf Ganztagsbetreuung haben, auf die möglichen Sottrumer Horte auswirken. Es werden also noch so manche Gespräche und Debatten folgen.

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