Mehr als 250 Besucher

Eckhard Holsten ermöglicht Blick hinter die Kulissen eines Geflügelmastbetriebs

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Betriebsleiter Eugen Wall erklärt beim Tag der offenen Stalltür die Abläufe.

Bötersen - Von Matthias Daus. Es gibt zwei Arten von Menschen: Diejenigen, die Fleisch verzehren, und diejenigen, die es nicht tun. Aber mal Hand aufs Herz, wer von der fleischessenden Fraktion kann an einem Hähnchengrill vorbeigehen, ohne dass ihm das Wasser im Munde zusammenläuft? Vermutlich die Wenigsten.

Und wahrscheinlich haben sich auch die Wenigsten damit beschäftigt, woher die Hähnchen eigentlich kommen. Aber eins ist eigentlich allen klar: Um den bestehenden Markt befriedigen zu können, ist die Massentierhaltung unumgänglich.

172.000 Tiere in vier Ställen

Massentierhaltung - eine Art der Tierzucht, die immer für viel Diskussionen sorgt. Am Samstag hat der Geflügelmastbetrieb von Eckhard Holsten in Bötersen seine Pforten geöffnet, um jedem Interessierten die Möglichkeit zu geben, sich ein Bild von den Umständen zu machen, wie die Tiere dort gehalten werden. 172.000 Tiere leben dort in vier riesigen Ställen.

Zum Zeitpunkt der Veranstaltung standen die Tiere kurz vor der Ausstallung, waren also zu ihrer endgültigen Größe herangewachsen. So konnten die Besucher sehen, wie viel Platz den Tieren zum Ende ihres recht kurzen Lebens zur Verfügung steht.

Holsten zieht ein positives Fazit

Mehr als 250 Besucher nahmen die Gelegenheit für einen Blick hinter die Kulissen wahr und ließen sich in kleinen Gruppen in einen der vier Ställe des Betriebs führen. Auffallend groß war dabei der Anteil an Kindern. Eckhard Holsten wollte mit dieser Aktion eine Transparenz schaffen, die ihm ermöglicht, Vorurteile zu entkräften und sich auch mit Kritikern auseinanderzusetzen.

Eine Aktion, die mit sehr großem Aufwand verbunden war, der sich aber für den Veranstalter gelohnt hatte. „Ich bin mit der Resonanz sehr zufrieden“, sagte Holsten, „wir konnten viele Vorurteile abbauen.“ Aber natürlich sei es unmöglich, jeden zu überzeugen. Ein Anspruch, den er aber auch nicht habe, fügte er hinzu. Ein Kritiker lehnte dabei das Angebot ab, sich im Stall umzusehen – mit dem Hinweis, dass er derlei Bilder aus dem Internet kenne.

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