Gemeinde Sottrum plant neue Kinderkrippe

Mehr Anmeldungen als Plätze

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Die Gemeinde Sottrum plant eine neue Kinderkrippe.

Sottrum - Von Inken Quebe. Das ist doch mal ein Grund zur Freude: Offenbar wächst die Gemeinde Sottrum. Dies aber stellt die Verwaltung vor ein Problem. Für das neue Kindergartenjahr, das nach den Sommerferien beginnt, hat es für die Kinderkrippe mehr Anmeldungen gegeben, als diese Plätze hat. Also muss eine Lösung her. Einen möglichen Ansatz hat die Verwaltung in der Finanzausschusssitzung am Montagabend im Ratssaal des Rathauses präsentiert.

Allzu konkret wird Gemeindedirektor Holger Bahrenburg während der Sitzung nicht, denn noch steckt das ganze Projekt in den Kinderschuhen. „Die Zahlen haben uns ein bisschen überrascht“, gibt er zu und deutet auch an, froh darüber zu sein, dass die Haushaltsberatungen in diesem Jahr etwas später stattfinden. Sonst hätte die Verwaltung kein Geld mehr für das Vorhaben in den Haushalt stellen können. „Relativ kurzfristig“, erklärt er am Tag darauf auch am Telefon, habe sich herausgestellt, dass die Nachfrage das Angebot übersteigt. 

„In den vergangen Jahren war es schon immer knapp. Wir hatten aber auch für dieses Jahr die Prognose, dass wir mit den vorhandenen Plätzen hinkommen.“ Nun ist also alles anders. Die einzige Einrichtung mit einem Angebot für Krippenkinder, der Kindergarten Pusteblume, bietet in zwei Gruppen je 15 freie Plätze, die zuletzt fast immer komplett belegt waren. Für dieses Jahr gibt es allerdings 40 Anmeldungen.

57. 500 Euro zusätzlich für Personal

Im Zuge der Haushaltsberatungen während der Ausschusssitzung stellen Bahrenburg und Sigrid Bartels, Leiterin der Finanzverwaltung, also sowohl für den Investitionshaushalt als auch bei den Aufwendungen im Ergebnishaushalt je zwei Änderungen vor, die die mit der neuen Kinderkrippe im Zusammenhang stehen. 57. 500 Euro plant die Gemeindeverwaltung zusätzlich für Personal ein – das entspricht drei Stellen. Neben dem Personal muss allerdings auch noch ein Gebäude her. Kostenpunkt für Planungs- und Baukosten: 410 .000 Euro. Eine Zahl, die auf den Erfahrungswerten ähnlicher Bauvorhaben basiert, erklärt Bahrenburg. Aufgefangen werden die Kosten von Zuweisungen des Landes Niedersachsen, denn pro Krippenplatz gibt es 12 .000 Euro. Insgesamt gibt es damit 360.000 Euro, weil die Gemeinde gleich 30 neue Plätze schaffen möchte.

Weil sich so ein Gebäude nicht auf die Schnelle bauen lässt und die Gemende „keine Räumlichkeiten herzaubern“ (Bahrenburg) kann, arbeitet die Verwaltung mit einer Übergangslösung für die Planungs- und Bauphase. 25 .000 Euro sind als Haushaltsansatz an Mietkosten für den Krippencontainer geplant, weitere 25. 000 Euro schon einmal vorsorglich für 2018.

Ein Jahr könnte diese Phase also dauern. „In der Zeit können wir auch uns mit den Kindergartenleitern intensiv beraten“, so Bahrenburg, der betont, dass die Gemeinde den Prozess gut durchdacht angehen möchte. Fest steht noch nicht, wo die neue Krippe entstehen könnte. „Das muss noch politisch diskutiert werden“, erklärt der Gemeindedirektor.

Woher der plötzliche Anstieg kommt, kann sich Bahrenburg indes nicht abschließend erklären. Aber er hat Vermutungen. Der Gemeindedirektor nimmt an, dass manche Eltern ihre Schützlinge nun früher betreuen lassen. Außerdem gebe es wohl einen Zusammenhang mit den Baugebieten, die junge Familien nach Sottrum gezogen haben. Bahrenburg: „Die haben wir auch im Blick, aber damit haben wir nicht gerechnet. Aber wir freuen uns natürlich über die positive Entwicklung!“

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