Matthias Daus geht mit der CDU auf Radtour und entdeckt besondere Firmenidee

Auf den Spuren von Daniel Düsentrieb

+
Jan Meyer erklärt den Besuchern seine Maschinen – den Großteil davon hat er selbst entwickelt.

Bötersen - Von Matthias Daus. Mit dem Fahrrad Neues entdecken – das war der Plan bei der letzten Tour des CDU-Ortsverbandes Bötersen. Und wenn eine politische Partei im ländlichen Bereich die Bevölkerung zu einer Veranstaltung einlädt, dann steht der Anlass häufig über der politischen Gesinnung der Teilnehmer. Deshalb bin auch ich der Einladung gefolgt und habe mich – mit den 60 anderen Teilnehmern – auf die Tour gewagt und geschaut, wo uns der Weg hinführt.

Als Ziel hatten die Verantwortlichen den Hof von Herbert Cordes in Clüversborstel auserkoren. Dort befindet sich neben einem Blockheizkraftwerk, das viele Einwohner dort mit Wärme versorgt, auch eine kleine Firma, die Produkte für Kleintiere herstellt. Das klingt zunächst nicht gerade aufregend, aber ich hatte schon oft davon gehört und habe mich darauf gefreut, einen Blick hinter die Kulissen werfen zu können. Mit mir freuten sich rund 60 weitere Teilnehmer – offen gestanden, mehr als ich erwartet hatte.

„Gemütlich“ war als Reisetempo vorgegeben, was dem aktuellen Stand meiner Fitness durchaus entgegen kam. Doch die Fahrt stand eher im Hintergrund. Es war nicht der Weg das Ziel, sondern das Ziel selbst, und hinter dem verbarg sich mehr, als es zunächst den Anschein hatte.

Nach einer kurzen Begrüßung erklärte Herbert Cordes ebenso verständlich wie unterhaltsam das Heizkraftwerk, bevor er uns in den Generatorraum führte. Dort produziert lautstark eine recht große Maschine pro Stunde 400 Kilowatt Strom und als Nebenprodukt 450 Kilowatt Wärme, mit der die angeschlossenen Haushalte im Ort versorgt werden. Der Vortrag von Herbert Cordes war interessant, wurde aber übertroffen von dem kleinen Unternehmen der Familie Meyer, die ihre Produktionsstätten auf dem Hofgelände angesiedelt hat. Ich fühlte mich, als wäre die Sendung mit der Maus auf Daniel Düsentrieb getroffen.

Jan Meyer, Gründer des Betriebes, ist gelernter Landmaschinenmechaniker und dazu ein Tüftler vor dem Herrn. Als sein Vater auf einer Messe kleine Heuballen für Haustiere entdeckte, keimte in ihm die Idee, solche selbst zu produzieren. Mit diesem Vorschlag rannte er bei seinem Sohn offene Türen ein. Somit war der Grundstein für eine Firma der etwas anderen Art gelegt.

Was mich dort faszinierte, waren nicht die wirklich professionell gestalteten Endprodukte und die mittlerweile erweiterte Produktpalette, sondern die Art der Entstehung. Denn ein großer Teil der Maschinen sind Marke Eigenbau. Wie viel Detailverliebtheit und Genialität sich dahinter verbirgt, erkennt man schnell, wenn Jan Meyer die Wirkungsweise seiner selbstentworfenen Apparate erklärt. Das macht er auf so anschauliche Art, dass selbst ich verstanden habe, wie das alles funktioniert.

Mit meiner Begeisterung über so viel Ideenreichtum und Knowhow stehe ich nicht alleine dar, und so treten wir nach erstaunlichen zweieinhalb Stunden beeindruckt den Rückweg an – natürlich per Rad.

Mehr zum Thema:

Warschau will neuen Glanz für Praga

Warschau will neuen Glanz für Praga

UN: Zahl der Syrien-Flüchtlinge übersteigt 5-Millionen-Marke

UN: Zahl der Syrien-Flüchtlinge übersteigt 5-Millionen-Marke

Müntefering zur Türkei: "Der Angriff trifft nicht nur mich"

Müntefering zur Türkei: "Der Angriff trifft nicht nur mich"

Eine Reise nach Rom: Besuchen Sie die Hauptstadt Italiens

Eine Reise nach Rom: Besuchen Sie die Hauptstadt Italiens

Meistgelesene Artikel

Drei Leichtverletzte: Bürgerbus kollidiert mit Auto

Drei Leichtverletzte: Bürgerbus kollidiert mit Auto

Feuerwehren vor großer Umstrukturierung

Feuerwehren vor großer Umstrukturierung

Chef vom „Lucky Dog Hostel“ ist baff

Chef vom „Lucky Dog Hostel“ ist baff

Zahl der Juleicas im Landkreis nimmt ab

Zahl der Juleicas im Landkreis nimmt ab

Kommentare