„Man kann sich zu 100 Prozent auf sie verlassen“

Laura Klar ist der erste Bufdi an der Oberschule Sottrum

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Bei der Arbeit ist Laura Klar oft in der Sporthalle anzutreffen. Sie betreut zwei Sport-AGs.

Sottrum - Von Farina Witte. Verantwortung übernehmen und selbstständig arbeiten: Das sind zwei Dinge, die Laura Klar in ihrer Zeit als „Bufdi“ an der Oberschule Sottrum bislang gelernt hat. Am 14. August 2017 hat sie dort ihren Bundesfreiwilligendienst als sogenannter Bufdi begonnen. „Man kann sich zu 100 Prozent auf sie verlassen“, sagt Schulleiter André Barth.

Die 17-Jährige sei für die Schule ein richtiger Glücksgriff. „Wenn Brennpunkte da sind, springt sie ein. Sie sieht auch selbst, wo sie helfen kann“, sagt der Schulleiter über Klar. Sie ist die erste, die ein Jahr den Freiwilligendienst an der Schule absolviert. Nach einem einjährigen Praktikum bei einer Versicherung wollte Klar ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) machen, um sich weiter zu orientieren. „Ich hab mir dann verschiedene Stellen angeschaut“, erklärt sie. Schließlich ist sie bei ihrer alten Schule gelandet. „Laura war damals sogar in meiner Klasse“, so Barth.

Die Aufgaben an der Oberschule sind vielfältig. Meistens sitzt Klar mit im Unterricht. Dort betreut sie vor allem Schüler mit einer Lernschwäche. „Ich gehe zum Beispiel mit ihnen raus und mache andere Aufgaben“, erzählt die 17-Jährige. Den richtigen Umgang mit den Schülern hat sie mittlerweile gelernt. „Der Vorteil ist, dass ich mich gut in die Schüler hineinversetzen kann“, meint sie. Da ihre eigene Schulzeit selbst noch nicht lang her ist, könne sie häufig Tipps geben.

Entscheidung für den Berufsweg

Doch nicht nur die Betreuung einzelner Schüler gehört zu ihrem Arbeitsalltag, Klar ist auch sportlich aktiv. Da sie einen Sportassistentenschein hat, darf sie zwei AGs leiten. „Da machen wir immer unterschiedliche Sachen, meistens sind es aber Team-Spiele“, sagt sie. Sie schaue von Woche zu Woche, was sie mit den Schülern in der Sporthalle macht. An einigen Terminen frage sie die Schüler, worauf sie Lust haben. „Ich begleite die Schüler aber zum Beispiel auch, wenn sie zu Turnieren fahren.“ Ihr Organisationstalent durfte sie auch schon unter Beweis stellen. Das Sportfest mit den französischen Austauschschülern, die in der vergangenen Woche zu Gast waren, hat Klar allein organisiert. Außerdem hat sie bei dem Floorball-Turnier im Februar mitgeholfen.

Das Jahr nutzt die 17-Jährige, um sich für ihren zukünftigen Berufsweg zu entscheiden. Sie erwägt, ein sozialpädagogisches Fachabitur zu machen. Allerdings hat ihr auch das Praktikum bei der Versicherung Spaß gemacht, weshalb eine Ausbildung in dem Bereich ebenfalls eine Option für sie ist. Den Bundesfreiwilligendienst zu absolvieren, sei eine gute Möglichkeit, um herauszufinden, was man gut kann, meint Schulleiter Barth. Die Oberschule ist bereits auf der Suche nach Nachfolgern und nimmt Bewerbungen entgegen. Im kommenden Schuljahr gibt es zwei Bufdi-Stellen.

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