Unikat als Geschenk

Luis Manuel Molina komponiert der Gitarrenwoche einen Song

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Der kubanische Gitarrist Luis Manuel Molina hat sich von der Rotenburger Gitarrenwoche schon oft inspirieren lassen.

Ahausen - Von Matthias Röhrs. Wer Geburtstag hat, der darf sich etwas gönnen. So auch die Rotenburger Gitarrenwoche, die am Samstag, 29. Juli, in ihr 35. Jahr startet. Dort beschenkt man sich aus diesem Anlass selbst – mit einer eigens für das Festival angefertigten Komposition des kubanischen Gitarristen Luis Manuel Molina. Ein Geschenk als „etwas Einmaliges, Unikates“, wie der künstlerische Leiter der Gitarrenwoche, Hans Wilhelm Kaufmann, sagt.

Molina ist seit vielen Jahren mit der Rotenburger Gitarrenwoche freundschaftlich verbunden, erklärt Kaufmann. Er sei sozusagen der dienstälteste Komponist und Gastkünstler der Gitarrenwoche und vertone in diesem Jahr nicht das erste Mal seine Eindrücke vom Festival und der Region in einem Stück. „Fantasía para la Dama del Lago Bullensee“, „Ofrenda para una flor“ und „Taj Mahal“ heißen die Stücke, zu denen Molina bereits inspiriert wurde.

Vereinigung des feurigen Spanischen mit dem nüchternen Norddeutschen

Das neue Stück vereint mit „Concierto de Rotenburg“ vom Titel her wieder die Feurigkeit des Spanischen mit der Nüchternheit norddeutscher Kleinstadtnamen. Die Uraufführung ist am Samstag, 5. August, von 20 Uhr an im Rahmen des das Festival abschließende Teilnehmerkonzertes in der Rotenburger Theodor-Heuss-Schule an der Gerberstraße.

„Ich wollte seinem Wunsch nachkommen, dass er bei uns spielen kann. Unsere beiden Konzerte waren da schon mit unseren Gastdozenten Pavel Steidl und Tatyana Ryzhkova (30. Juli beziehungsweise 4. August ab 20 Uhr in der Ahauser Marienkirche) besetzt. Ein drittes Konzert war in unserem vollgestopftem Stundenplan nicht möglich“, sagt Kaufmann, der beim Auftritt der Teilnehmer den Dirigenten machen wird. Molina übernimmt bei der Uraufführung seines „Concierto de Rotenburg“ den Part an der Sologitarre, die Festival-Teilnehmer bilden das Gitarrenorchester.

Orchester aus Gitarren

„Es ist ein Stück nur für Gitarren, allerdings haben wir verschiedene Gitarren: Wie in einem Streichorchester haben wir hohe Instrumente, sogenannte Oktav-Gitarren, dann die üblichen Gitarren und tiefe Instrumente wie die Bass-Gitarren. Damit erreichen wir ungefähr den Tonumfang eines üblichen Streichorchesters“, erklärt Kaufmann. In der Szene sei das eine sehr ungewöhnliche Besetzung, der Sound aber etwas ganz Besonderes, so Kaufmann.

In Molinas Kompositionen spiegelten sich die traditionellen kubanischen Rhythmen wider. Gerade weil er als Kubaner nur wenige Möglichkeiten habe, ins Ausland zu reisen, sauge er besonders intensiv andere Musikstile auf. „Er gibt viele Konzerte in Kuba, sowohl im klassisch konzertanten Bereich als auch mit einer Pop-Band. Sein Spiel würde ich als virtuos und romantisch bezeichnen“, sagt Kaufmann. Der durfte übrigens schon einen Blick in die Noten von „Concierto de Rotenburg“ werfen, verrät er.

Seinen Worten nach gebe es nur eine Handvoll Gitarrenfestivals, die 35 Jahre lang bestehen. Die Idee, sich mit einer Auftragskomposition selbst zu beschenken, sei von vielen Freunden des Festivals und Sponsoren unterstützt worden.

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