Gemeinderat: Schnellstmöglicher Einbau in den Einrichtungen

Lüftungsanlagen für Sottrumer Kitas

Spielbereich im Kindergarten Pusteblume
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Der Kindergarten Pusteblume sowie die drei weiteren Kindertageseinrichtungen in Trägerschaft der Gemeinde werden mit Lüftungsanlagen ausgestattet.

Sottrum – Der Herbst ist da, die Tage werden kühler und bis zum Winter ist es nun nicht mehr lange hin. Auch unabhängig von der Corona-Pandemie sprechen für die Kita-Koordinatorin der Gemeinde Sottrum, Nina Pohl, viele Aspekte für den Einbau von Lüftungsanlagen in den Kindertagesstätten. Und genau das soll jetzt auch, nach einem positiven Votum des Gemeinderates, geschehen.

Dessen Mitglieder sprachen sich in ihrer letzten Sitzung der jetzigen Legislaturperiode einstimmig dafür aus, schnellstmöglich fest installierte Lüftungsanlagen in den Kindertageseinrichtungen der Gemeinde Sottrum zu installieren.

Möglich ist das durch die Bundesförderung „Corona-gerechte stationäre raumlufttechnische Anlagen“ mit einer Übernahme von 80 Prozent der förderfähigen Ausgabe, den Rest finanziert die Gemeinde. Dafür hatte die Verwaltung vorsorglich für alle vier Einrichtungen den Antrag gestellt, obwohl der Gemeinderat zu dem Zeitpunkt noch keine Entscheidung getroffen hatte. Denn die Verteilung der vorhandenen Mittel erfolgt nach dem Windhundprinzip – also nach der Reihenfolge der Bewerbungen. „Das war sehr vorausschauend“, lobt Pohl.

Die Gemeinde wird keine Virenfiltersysteme installieren, sondern Lüftungsanlagen, die frische Luft rein und Abluft nach draußen transportieren, erklärt Gemeindedirektor Holger Bahrenburg. Sie schaffen dadurch einen regelmäßigen Luftaustausch in den Räumen und werden in den Einrichtungen unter der Decke installiert. Geöffnete Fenster sind dann nicht mehr nötig. Den Vorteil sieht Pohl vor allem im Winter. Gelüftet werde auch weiterhin, aber in manchen Situationen wird es dann nicht notwendig sein – und Kosten nebst Energie einsparen.

Keine mobilen Geräte in den Einrichtungen

Mobile Geräte, das hatte Bürgermeister Hans-Jürgen Krahn (CDU) bereits vor der Sitzung auf Nachfrage erläutert, würden nicht von jedem gerne gesehen – und stehen irgendwann in der Ecke. „Das ist nicht der Weisheit letzter Schluss.“ Sie haben hohe Folgekosten, müssen von Fachfirmen gewartet werden. Auch der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund sieht die Anlagen kritisch. „Die Geräte sind dazu relativ laut“, merkt Krahn an. Gerade in einer Tagesstätte seien fest installierte Geräte langfristig die bessere Lösung. „Das ist eine Investition, die man verantworten kann.“

Für diese liegen mittlerweile die Zuwendungsbescheide vor. Demnach erhält der Wiestekindergarten 320 000 Euro, der Kindergarten Stuckenborstel 160 000 Euro, der Kindergarten Pusteblume 240 000 Euro und die Kinderkrippe Dannert 240 000 Euro. Aktuell werden die Leitungen befragt, in welchen Räumen sie Bedarf für die Lüfter sehen. Das sind vorrangig die Gruppenräume, können aber auch Räume sein, die die Kinder zum Spielen nutzen können, die aber nur schlecht oder gar nicht belüftbar sind, sagt Pohl. Im nächsten Schritt erstellt die Verwaltung nun die Ausschreibung, um schnellstmöglich die Geräte einbauen zu können. Die Haushaltsmittel werden 2022 eingeplant.

Normalbetrieb, so gut es geht

Forderungen vonseiten der Kitas nach Lüftungsanlagen hatte es nicht gegeben – das sei bei den Kosten „kaum vorstellbar gewesen“, meint Pohl. Zumal anfangs die Hoffnung war, dass die Pandemie schnell vorbei sein und der Alltag zurückkehren könnte.

Für die Jüngsten ist das wieder ein wenig der Fall, es ist „Normalbetrieb in Zeiten von Corona, wie man so schön sagt“, erklärt Pohl. Alle Kinder können in ihre Gruppen kommen und die Erzieher versuchen, ihnen so viel Normalität wie möglich anzubieten. Das ist jetzt in der kalten Jahreszeit durchaus eine Herausforderung, sagt die Kita-Koordinatorin. Die Erkältungszeit ist da und viel Augenmaß auf allen Seiten gefragt. Drei sogenannte Lollitests können Eltern von den Einrichtungen pro Woche kostenlos für ihre Kinder ab drei Jahren bekommen. Die Eltern können ihre Kinder vorsorglich testen oder wenn diese Symptome aufweisen. Ist das Kind negativ getestet und trotz leichter Symptome fit für einen Kindergartentag, darf es kommen. Ansonsten bleibt es Zuhause.

Bei den Krippenkindern ist es wichtig, „gut auf den Allgemeinzustand des Kindes zu achten“, merkt Pohl an. Die Regelungen in dem Bereich waren vor allem anfangs sehr unübersichtlich, mittlerweile läuft es dank einiger Nachjustierungen aber gut. Und letztlich dürfe man nicht vergessen, dass gerade die Kleinsten viele Infekte mitnehmen, die aber auch ihr Immunsystem stärken.

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