Rudi Buchholz aus Taaken fährt zu Oldtimer-Treffen

„Wir sind jedes Jahr rund 3.000 Kilometer mit dem Lloyd unterwegs“

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Rudi Buchholz präsentiert seinen wieder hergerichteten Lloyd.

Taaken - Von Antje-Holsten-Körner. Wenn Oldtimer über die Straßen rollen, ziehen sie so gut wie immer die Blicke der Passanten auf sich. Zu den Fahrzeugen aus längst vergangenen Tagen gehört auch der Lloyd von Rudi Buchholz aus Taaken. „Wir sind jedes Jahr rund 3.000 Kilometer mit dem Lloyd unterwegs“, erzählt der 76-Jährige.

Dabei geht es so gut wie immer um Fahrten zu Oldtimer-Treffen. „Die Veranstalter lassen sich immer etwas einfallen, es ist immer toll“, sagt Inge Buchholz, die beim Hobby ihres Mannes „mitzieht“. In diesem Jahr waren 27 Treffen – manchmal sogar zwei an einem Wochenende, wohin sich das Ehepaar mit dem „Alexander TS“ mit seinen 25 Pferdestärken auf den Weg macht. „An Oldtimer-Rennen beteiligen wir uns nur selten, denn schon die Hin- und Rückfahrt ist bei den längeren Strecken über die Landstraße anstrengend“, sagt Rudi Buchholz.

Dort angekommen ist das „Hallo“ aber groß, denn es sind immer viele bekannte Gesichter vor Ort. Von allen Terminen hat Buchholz Einladungen und Zeitungsartikel gesammelt, die inzwischen einen ganzen Ordner füllen. Auch der Inhalt der Vitrinen mit Plaketten, Pokalen und Modellautos erinnert an die unzähligen Oldtimer-Treffen. Mit dem kleinen Lloyd Baujahr 1961 verwirklichte sich der Taakener einen Traum. „Nach Renteneintritt habe ich überlegt, was ich machen kann, denn man kann ja nicht den ganzen Tag Karten spielen“, verrät der gelernte Kraftfahrzeugmechaniker.

Da fiel ihm schnell ein erstes Auto – ein weißer „Lloyd Alexander TS“ – ein. Über eine Zeitungsanzeige wurde er 1999 in Oyten fündig. Der Wagen war zwar in Einzelteile zerlegt, doch das störte Rudi Buchholz nicht. Als Fachmann fiel es ihm nicht schwer, den Wagen zusammenzusetzen und fehlende Schrauben selber herzustellen. Erneuert werden mussten auch die Bremsen und der komplette Kabelsatz. „Der Vorteil beim Lloyd ist, dass alles geschraubt ist“, hebt Buchholz hervor.

Der Lloyd „Alexander TS“ sieht heute aus, als ob die Zeit an ihm spurlos vorbei gegangen ist.

Nach unzähligen Stunden Arbeit, bei dem sich durch die Eigenleistung die Kosten in Grenzen hielten, konnte der „Alexander TS“ 2003 zu seiner ersten Ausstellung nach Waffensen fahren. „Das Schönste war, als der Motor den ersten Pieps von sich gab“, erinnert sich Inge Buchholz zurück. Zwar hielt der nur kurz, was aber kein Problem für den Schrauber darstellte, denn er hatte einen Ersatzmotor liegen.

Einige Jahre später kaufte das Ehepaar noch einen zu restaurierenden Faltwohnanhänger dazu, der seit der Instandsetzung bei schönem Wetter zum Einsatz kommt. „Bei Ausstellungen setzen wir uns dort gerne für einen Augenblick zum Ausruhen hinein“, erklärt die 71-Jährige.

Besonders freut es sie, wenn sie mit dem kleinen Lloyd unterwegs sind, dass sich die Oldtimerfahrer beim Entgegenkommen grüßen. „Das machen sogar Mercedes-Besitzer“, betont Inge Buchholz schmunzelnd. Das wird das nächste Mal im Frühjahr sein, wenn im April die ersten Oldtimer-Treffen stattfinden.

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