Samtgemeinde und Bötersen wollen Vereinbarung treffen

Lehrerhaus wird Hort

In Sachen Kinderbetreuung am Nachmittag setzt die Gemeinde Bötersen bald den nächsten Baustein.
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In Sachen Kinderbetreuung am Nachmittag setzt die Gemeinde Bötersen bald den nächsten Baustein.

Bötersen/Sottrum – Es ist ein klarer Auftrag, nur an der Umsetzung hapert es noch an vielen Stellen. Alle Grundschulkinder in der Samtgemeinde Sottrum sollen in Zukunft die Möglichkeit haben, nach der Schule einen Hort zu besuchen. Die Gemeinden sind dafür zuständig, diesen Auftrag auch umzusetzen. Manche kooperieren dabei, manche gehen eigene Wege. Konkret ist man bislang nur im Süden der Samtgemeinde geworden, in Ahausen gibt es bereits seit einigen Jahren einen Hort, Hellwege klinkt sich nun ein. Im Osten macht man am Donnerstag wohl den nächsten wichtigen Schritt.

Die Gemeinde Bötersen als Schulstandort möchte den Hort im ehemaligen Lehrerhaus direkt neben der Grundschule aufbauen. Gut vorstellbar ist, dass das Angebot dann auch für die Kinder aus Hassendorf und Teilen Reeßums gilt, die dort ebenfalls unterrichtet werden. Die Gemeinden könnten entsprechende Abmachungen treffen. Das Gebäude gehört jedoch nicht Bötersen selbst, sondern der Samtgemeinde. Die hat sich aber nun bereit erklärt, es zur Nutzung zu überlassen. Bereits am Donnerstag soll über eine entsprechende Vereinbarung vom Samtgemeinderat (19 Uhr, Schule an der Wieste) abgestimmt werden. In der kommenden Woche, am 22. September, nimmt sich dann der Bötersener Rat (20 Uhr, Gasthaus Hoops) der Sache an.

Das Lehrerhaus soll laut der Vereinbarung, die Bürgermeister Hermann Holsten mit der Samtgemeinde ausgehandelt hat, in ihrem Besitz bleiben. Es fallen aber keinerlei Mietkosten an. Kostenfrei ist die Regelung für Bötersen aber nicht: Die Gemeinde verpflichtet sich, alle weiteren Kosten, die zukünftig anfallen, zu übernehmen. Eine Laufzeit sieht das Vertragswerk nicht vor, darf das Gebäude aber in Absprache mit der Samtgemeinde entsprechend umbauen.

Für den Hort in dem alten Lehrerhaus gibt es bereits das Ja von der Landesschulbehörde für einen Betrieb mit maximal 13 Kindern und zwei Erziehern. Corona habe für eine Verzögerung gesorgt, erklärte Bürgermeister Hermann Holsten Mitte Juli gegenüber dieser Zeitung. „Eigentlich wollten wir dieses Jahr schon weiter sein“, jetzt folge die Eröffnung erst 2021. Finanziert wird der Hort durch Elternbeiträge als auch Zuschüsse von der Gemeinde und dem Landkreis.

Im kommenden Jahr sind dann vermutlich weitere Gemeinden wesentlich weiter als heute. Die Gemeinde Sottrum will in den nächsten Monaten einen Hort im Gebäude der Oberschule an den Start bringen. Nur in Horstedt wird es wohl eine unbestimmte Zeit dauern, bis man dort Fakten schaffen kann. Dort fehlt unter anderem ein Standort. Darunter leidet auch die Gemeinde Reeßum, die ihrerseits gerne Kinder aus den nördlichen Gemeindeteilen in einen Horstedter Hort schicken möchte.

Mit den Horten will die Samtgemeinde auf die veränderten Arbeitszeiten der Eltern eingehen. Anders als früher üblich, sind heute beide Elternteile oftmals berufstätig und wünschen sich mehr Flexibilität bei der Betreuung ihrer Kinder außerhalb der Schulzeiten. Irgendwann einigte man sich daher, an den Schulstandorten Horte einzurichten, die Planungen und Zuständigkeit aber an die Mitgliedsgemeinde abzugeben. Die lassen sich mit der Umsetzung aber Zeit: Ein früh angedachter Starttermin war August 2019.

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