Hassendorferin Marianne Jahn-Bärhold veröffentlicht Kochbuch

Lecker durch den Winter

Mit ihren Kochabenden – wie hier mit Joana Holsten und Mirko Wichern – machte sich Marianne Jahn-Bärhold über die Grenzen der Samtgemeinde hinaus einen guten Namen.
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Mit ihren Kochabenden – wie hier mit Joana Holsten und Mirko Wichern – machte sich Marianne Jahn-Bärhold über die Grenzen der Samtgemeinde hinaus einen guten Namen.

Hassendorf – Mit ihren Kochabenden und bei der Bewirtung von Seminargästen im Hassendorfer „Zürnshof“ hat sich Marianne Jahn-Bärhold weit über die Grenzen der Samtgemeinde hinaus einen guten Namen gemacht. Jetzt dürfen sich Freunde guten Essens über ein neues Projekt der Hassendorferin freuen: „Im Lockdown habe ich die 50 leckersten Rezepte für die Herbst- und Winterzeit zusammengefasst“, berichtet die Diplom-Oecotrophologin. Entstanden ist ein Arbeitsbuch für die Küche, das „alltagstauglich, aber nicht alltäglich ist.“

Kochen war schon immer die Leidenschaft von Marianne Jahn-Bärhold. „Schon im Kindesalter war ich gerne in der Küche, habe meiner Mutter beim Kochen geholfen und die Begeisterung von ihr übernommen“, erinnert sie sich. Nicht nur das Sonntagsmahl bereitete sie schon als Jugendliche zu, sondern zeigte sich auch für die Speisen bei der Konfirmation ihres älteren Bruders verantwortlich.

Da lag es nahe, nach dem Abitur eine Ausbildung zur Hotelfachfrau zu absolvieren. Dafür wählte sie das Bremer Park Hotel, damals eine der besten Adressen im norddeutschen Raum. Dort lernte sie das Handwerk von der Pike auf. Nach erfolgreichem Abschluss studierte sie in der Hansestadt Ernährung und Hauswirtschaft. Nachdem für längere Zeit die Familie im Mittelpunkt stand, erweiterte sie im Jahr 2001 ihre Kompetenz durch eine Ausbildung im Präventionssport und leitete – nach eigenem Konzept – Bewegungs- und Ernährungskurse. „Ich zertifizierte mich als Ernährungsberaterin und war für die Krankenkassen tätig“, erklärt die inzwischen 64-Jährige. Zu diesem Zeitpunkt war sie schon in Hassendorf zu Hause: „Hier fühle ich mich heimisch.“

Doch erst im Jahr 2007 erfüllte sie sich einen Traum, als auf dem „Zürnshof“, der zuvor viele Jahre landwirtschaftlich betrieben worden war, ein Stallgebäude zu einem Seminarhaus samt kleiner Lehrküche ausgebaut wurde. 2009 wurde der Betrieb aufgenommen, 2013 kam das Gästehaus dazu. Die gute Küche mit frisch zubereiteten Lebensmitteln aus der Region – überwiegend in Bioqualität – wurde zum Markenzeichen. „Ich habe einen hohen Anspruch an die Zubereitung“, sagt Jahn-Bärhold zu ihrer Motivation. Daher haben Fertigprodukte und künstliche Geschmacksverstärker in ihrer Küche nichts verloren. „Oft wurde ich von Seminarteilnehmern auf Rezepte angesprochen, die ich ihnen dann kopierte“, erzählt sie.

Schon vor einigen Jahren reifte der Gedanke, eine Rezeptsammlung zusammenzustellen. Erst durch den Lockdown im November passte es zeitmäßig. Zur Auswahl stand ein Fundus von mehr als 450 Rezepten – alle zigmal in der Praxis erprobt und von den Gästen gelobt. Die Oectrophologin investierte viel Zeit in eine durchdachte Umsetzung. So sind die Rezepte von Apfelcrumble mit Vanilleeis bis Zwetschenchutney mit Tipps und Fotos bereichert. Damit es praxistauglich ist, wählte Jahn-Bärhold für die gut 100 Seiten eine Spiralbindung. Außerdem wurde Platz für eigene Notizen gelassen.

Für das gedruckte Ergebnis konnte Marianne Jahn-Bärhold bereits viel Lob einheimsen. So wurden schon die ersten 50 Exemplare nur durch Mund-zu-Mund-Propaganda verkauft.

Die nächsten Arbeitsbücher sind bereits in Vorbereitung, denn die engagierte Hassendorferin möchte auch die „leckersten Rezepte Frühling/Sommer“ und „Backen“ veröffentlichen.

Wer auf den Geschmack gekommen ist, kann das Arbeitsbuch für 16 Euro erwerben. Kontakt zu Marianne Jahn-Bärhold gibt es über Telefonnummer 04264 / 87013 oder über Mail info@zuernhof.de. Entweder ist eine Abholung in Hassendorf oder bei einem der Ansprechpartner im Landkreis, bei denen Marianne Jahn-Bärhold das Buch deponiert hat, möglich. „Außerdem kann das Buch auch verschickt werden“, erklärt sie.

Von Antje Holsten-körner

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