Kurz vor dem Ende

Die ersten Häuser stehen schon, dennoch dominieren aktuell noch Baustellen das Bild im Neubaugebiet. Foto: Röhrs

Es geht dem Ende zu. Alle Grundstücke in dem neuen Hellweger Wohngebiet „Am Sandgraben“ sind mittlerweile verkauft und bei der Mehrzahl sind bereits Bauarbeiten im Gange. Nun heißt es für die Gemeinde, das Projekt zum Abschluss zu bringen.

VON MATTHIAS RÖHRS

Hellwege – Wie lange es in etwa dauert, ein Wohngebiet fertig zu entwickeln? Im Falle des Hellweger Projekts „Am Sandgraben“ werden es am Ende mehr als vier Jahre gewesen sein. Im kommenden Jahr soll die quer durch das Gebiet verlaufende Straße fertig ausgebaut werden. Im Sommer werden, so schätzt es die Gemeindeverwaltung mit Berufung auf „vorliegende Informationen“, 90 Prozent der insgesamt 21 Grundstücke bebaut sein.

Bislang besteht sie lediglich aus Sand – mit Absicht. Denn schon in der Planungsphase hatte der Gemeinderat beschlossen, mit dem Straßenbau erst zu beginnen, wenn der Baufortschritt in dem Gebiet insgesamt weit ist. Er wollte damit verhindern, dass schwere Baufahrzeuge eine neue Straße zerstören. Diese Gefahr sieht man nun ab Sommer des kommenden Jahres weitgehend ausgeräumt.

Alle 21 Grundstücke sind verkauft, aktuell entstehen in dem 2,26 Hektar großen Gebiet im Hellweger Westen auf zwölf von ihnen neue Eigenheime. Im März 2016 fiel einst der Aufstellungsbeschluss, nachdem man lange Zeit ein geeignetes Gelände gesucht hatte. Bauland in Hellwege scheint gefragt. So gab es mehr Bewerber für ein Grundstück, als das Angebot vorhielt. Bei einer Ratssitzung im Januar 2018 sprach Bürgermeister Wolfgang Harling beispielsweise von 31 Bewerbern. Grundsätzlich wurden Hellweger beim Kauf bevorzugt. Paare mit Kindern hatten dabei Vorrang, Personen mit eingeschränkter Mobilität, die behindertengerecht bauen wollen, sollten mit diesen Bewerbern gleichgestellt werden.

Dabei ist das Wohngebiet für die Gemeinde viel teurer als geplant. Ursprünglich sollte die Erschließung 400 000 Euro kosten, aber im Dezember 2017 kam die Hiobsbotschaft. An dem Punkt war bereits mit Kosten in Höhe von rund 700 000 Euro zu rechnen. Der Grundwasserspiegel ist zu hoch, die Straße muss also 30 Zentimeter aufgeschüttet werden.

Der Straßenzug mit mehreren Wendemöglichkeiten und einer Verschwenkung soll somit im kommenden Jahr in den Endausbau gehen. Im Sommer soll dieser beginnen, die Ausschreibungen sollen zum Ende dieses Jahres andauern. Laut einstimmigen Ratsbeschluss sollen die Arbeiten in knapp einem Jahr, zum 1. August, beginnen und alles soll alles am 1. Oktober 2020 abgeschlossen sein, also rund viereinhalb Jahre nach dem Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplans.

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