Kooperation zwischen Rotenburger Linden- und Sottrumer Oberschule läuft gut

Konzentriertes Arbeiten für alle

Die Schülern arbeiten an ihren individuellen Aufgaben.  - Foto: jet

Sottrum - Von Jessica Tisemann. Ein gewöhnlicher Klassenraum, die Schüler sitzen an einem ovalen Tisch in der Mitte und machen ihre Aufgaben, jeder für sich. In der Kooperationsklasse der Lindenschule der Rotenburger Werke an der Sottrumer Oberschule geht es im Unterricht aber ein klein wenig anders zu – zumindest ist die Erstellung des Stundenplans für die sechs Schüler ein wenig aufwendiger. Denn dort bekommt jedes Kind seinen eigenen Stundenplan.

Immer wieder nehmen die Schüler nämlich auch am Regelunterricht teil – teilweise mit Begleitung durch eine der Lehrkräfte. Momentan haben Ilse Blanke und Melitta Behnken auch noch die Unterstützung durch eine FSJ-lerin (Freiwilliges Soziales Jahr). Dadurch sei es schneller mal möglich, einen der Schüler zu begleiten.

Damit das so gut klappt, ist ein reger Ausstausch mit dem Kollegium der Oberschule nötig. „Das ging mit dem sehr aufgeschlossenen Team aber sehr gut“, berichtet Ilse Blanke von den Anfängen vor zwei Jahren. „Mit so einer großen Schule haben wir wirklich Neuland betreten“, so Blanke weiter. Aber da es bereits an der Grundschule am Eichkamp in Sottrum eine Kooperationsklasse gab, war die Idee naheliegend, auch für die älteren Schüler ein Angebot zu schaffen.

Auf dem Schulhof kommen alle zusammen

Durch den eigenen Klassenraum haben die Schüler eine Rückzugsmöglichkeit. Auf dem Pausenhof sind aber wieder alle Kinder zusammen. „Auch außerhalb des Unterrichts sind die Schüler eine Bereicherung für alle“, macht Oberschulleiter André Barth deutlich. Und die Oberschule passe mit ihrem Konzept sehr gut zu der Lindenschule, betont der Leiter der Lindenschule Eberhard Thamm. Jeder Schüler könne in seinem eigenen Tempo arbeiten. „Man weiß ja auch nicht, wie sich die Schüler entwickeln, vielleicht macht sogar einer seinen Hauptschulabschluss bei uns“, stellt Barth einen der möglichen Wege für die Schüler da. Da müsse man auf jedes Kind gesondert schauen, und gemeinsam sehen, wo es hingeht.

Auch bei den Projekten in der Schule sind die Jungen und Mädchen der Kooperationsklasse immer mit dabei. „Wir fühlen uns als Teil der Schule und absolut dazugehörig“, zeigt Blanke die gute Stimmung auf. Jeder Tag in der Lindenschulklasse ist anders. Nicht nur jeden Morgen wird der Lernplan neu koordiniert, auch in jedem Schulhalbjahr müssen sich die Lehrkräfte an die Bedürfnisse der Schüler anpassen.

Im Lernatelier treffen sich dann Regel- und Lindenschüler zum gemeinsamen Lernen. 30 Minuten ist in den Hauptfächern Mathe, Deutsch und Englisch konzentriertes Arbeiten für alle Kinder angesagt.

Im kommenden Jahr steigt die Anzahl der Schüler vermutlich noch einmal an. Ein FSJ-ler wäre wieder eine große Hilfe für das Team der Kooperationsklasse. Wer sich vorstellen kann, sich in der Arbeit mit jungen Menschen mit Behinderung zu engagieren, hat die Möglichkeit, sich mit Eberhard Thamm unter der Telefonnummer 04261 / 920510 in Verbindung zu setzen.

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