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Kommunalwahl: Reeßum stellt wieder eine Bürgerliste auf

Julian Loh (v.l.), Marco Körner und Wilfried Kirchner bereiten für die „Bürgerliste Wiestedörfer“ vor.
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Julian Loh (v.l.), Marco Körner und Wilfried Kirchner bereiten für die „Bürgerliste Wiestedörfer“ vor.

Parteienpolitik soll auch nach der Kommunalwahl in Reeßum keine Rolle spielen. In der Gemeinde bereiten Vertreter von Grünen und CDU eine Bürgerliste vor.

Reeßum – Vor fünf Jahren einigten sich in der Gemeinde Reeßum die Kommunalpolitiker, die Wahl für den Gemeinderat ohne Parteien durchzuführen. Da sich das Konzept bewährt hat, werden auch am 12. September weder CDU oder SPD noch die Grünen auf dem Wahlzettel stehen, sondern Kandidaten der „Bürgerliste Wiestedörfer“. Um die Organisation anzustoßen, traf sich jetzt Reeßums Bürgermeister Julian Loh, auf anderen Ebenen für die CDU tätig, mit seinen Vorgängern Marco Körner, eigentlich Grüner, und Wilfried Kirchner, ebenfalls Christdemokrat. „In den anderen Gemeinden bringen sich die Parteien in Stellung. Daher sollten wir auch für Reeßum die Kandidatensuche intensivieren“, leitete Julian Loh das Vorbereitungstreffen ein.

Mit Wilfried Kirchner, der erneut als Wahlleiter für die Gemeinde Reeßum aktiv sein wird, und Marco Körner, der durch seinen Arbeitsplatz im Sottrumer Rathaus nicht kandidieren darf, sich aber mit um die Organisation der Bürgerliste kümmern wird, hat er zwei kompetente Kräfte an Bord. Sie beschlossen, dass Anfang Juli die Aufstellungsversammlung erfolgen wird. Dafür werden Bürger mit Wohnsitz in der Gemeinde Reeßum gesucht, die sich für Kommunalpolitik interessieren und durch ihr Engagement zum Wohl der Gemeinde beitragen wollen.

Die Idee dahinter ist, dass es auf der niedrigen, kommunalen Ebene in den Dörfern aus Sicht von Bürgerlisten de facto keine Parteiinteressen gibt und man gemeinsam Ortspolitik betreibt. So ist zum Beispiel Bürgermeister Julian Loh im Reeßumer Rat nicht Vertreter der CDU, obwohl er auf Samtgemeinde-Ebene für sie Politik macht, sondern Teil der Bürgerliste. Ein Vorgehen, das in vielen kleineren Gemeinden bereits bekannt und Usus ist. In Hassendorf hat sich zuletzt ebenfalls eine Gruppe zusammengefunden, die unter Federführung der Grünen als Bürgerliste in den örtlichen Gemeinderat strebt. Dort beruft man sich tatsächlich auf das „Reeßumer Modell“, das man sich abgeschaut habe.

Kontakt

Wer mit dem Gedanken spielt, für den Reeßumer Gemeinderat zu kandidieren, sollte sich spätestens bei der Aufstellungsversammlung Anfang Juli melden. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben. Fragen beantworten schon vorher Julian Loh (Telefon 0171 / 4224762) und Marco Körner (017 1 / 4741882), die unter den E-Mail-Adressen julian.loh@gmx.de und m.koerner@ewetel.net Meldungen entgegennehmen.

Um Interessenten die Möglichkeit zu geben, sich vor der Kandidatur über die Arbeit im Rat zu informieren, wird es am Montag, 31. Mai, um 19.30 Uhr eine Infoveranstaltung entweder im Reeßumer Mehrzweckgebäude oder auf dem benachbarten Sportplatz geben. „Jedes Jahr stehen zehn bis zwölf Ratssitzungen an, dazu kommt oftmals noch eine Wegebereisung“, gibt Julian Loh schon jetzt einen kurzen Einblick in den Zeitaufwand. Er hofft, dass sich die „Bürgerliste Wiestedörfer“ mit vielen Kandidaten füllen wird. „Es ist wichtig, dass auch wieder Frauen dabei sind, denn sie haben zu manchen Themen eine andere Sichtweise“, so der amtierende Bürgermeister.

Sein Vorgänger, Marco Körner, ergänzt: „Es ist auch wichtig, dass sich junge Leute aufstellen lassen. Nur so ergibt sich im Rat eine optimale Mischung.“ Um die gewählten Ratsmitglieder, die bisher noch keine Berührungspunkte mit der Arbeit in der Kommunalpolitik hatten, nicht ins kalte Wasser springen zu lassen, verspricht Julian Loh, zu einem Einführungsworkshop einzuladen.

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