Familiensache

Kommunalwahl: Heiner und Annemarie Lange kandidieren für den Hellweger Rat

Heiner und Annemarie Lange
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Heiner und Annemarie Lange vereint ihr politisches Engagement. Jetzt wollen Vater und Tochter in den Gemeinderat Hellwege – und die Tochter zieht es zudem in den Samtgemeinderat.

Während sich Heiner Lange mit dem Ende dieser Legislatur aus dem Sottrumer Samtgemeinderat verabschiedet, kandidiert seine Tochter Annemarie erstmals für dieses Gremium.

Hellwege – Fritz Lange war ein Urgestein der Sottrumer Politik, allein 18 Jahre lang als Samtgemeindedirektor. Sein Neffe Heiner Lange ist seit 31 Jahren im Gemeinderat Hellwege und zuletzt auch im Samtgemeinderat aktiv, und jetzt zieht es auch dessen Tochter Annemarie in die Lokalpolitik. Die 30-Jährige steht auf der Liste der Samtgemeinde-CDU auf Platz vier – und hat daher gute Chancen den Platz ihres Vaters einzunehmen, der zumindest für dieses Gremium nicht mehr kandidiert.

„Es war einfach zuviel, ich habe ja auch noch den Betrieb, und ich bin 60 Jahre alt“, sagt der Landwirt. „Viele vergessen es, irgendwann im richtigen Moment aufzuhören. Aber an einem bestimmten Punkt muss man sagen: Jetzt kommen Jüngere an die Reihe.“ Er ist mit dem Thema Lokalpolitik aufgewachsen, und das ging auch seiner Tochter so.

Politik ist zu Hause Thema

Es ist zwar ihre erste Kandidatur, aber bei Weitem nicht der erste Berührungspunkt mit der Politik: „Wir reden natürlich zu Hause viel über Politik“, sagt Annemarie Lange. „Immerhin sind wir zwei unterschiedliche Generationen, unser Fokus ist unterschiedlich und daher sehen wir auch unterschiedliche Themen. Aber am Ende finden wir immer einen Konsens.“ Schon im Vorfeld der vergangenen Kommunalwahl hatte die Bankkauffrau organisatorische Unterstützung geleistet. Schon da kamen immer wieder Fragen aus der CDU-Fraktion, ob sie denn auch kandidieren wolle. „Und schon da konnte ich mir das gut vorstellen. Von daher ist es klasse, dass ich jetzt auch auf so einem guten Listenplatz stehe“, freut die 30-Jährige sich. Eine Rolle spielt natürlich auch ihr Alter: „Dadurch habe ich einen ganz anderen Blickwinkel und erfahre auch viel von meinen Freunden, welche Anforderungen die junge Generation an das Leben im ländlichen Raum hat.“

Sie ist gespannt darauf, was auf sie zukommt: „Ratsarbeit live erleben, verschiedene Ansichten mit verschiedenen Charakteren zu diskutieren – und dann am Ende ein für alle gutes Ergebnis zu finden. Und ich denke, dass ich dort auch noch einiges lernen kann, wenn es darum geht, Kompromisse zu erzielen, Lösungen zu finden und Verhandlungsgeschick zu beweisen – oder auch, wenn es um den kommunalen Haushalt geht.“ Sie will alle Generationen mitnehmen, und niemanden aus dem Auge verlieren. „Es ist wichtig, dass wir miteinander arbeiten und voneinander profitieren.“

Digitalisierung im Mittelpunkt

Vieles wird vor einer Sitzung in den Fraktionen beraten, weiß Heiner Lange. „Und da diskutieren wir auch schon viele Themen aus.“ Trotzdem gebe es keinen Fraktionszwang, „ das würde ich auch sehr traurig finden“, so der 60-Jährige.

Annemarie Langes Kernthema ist Digitalisierung: „Da möchte ich was in der Samtgemeinde voranbringen – was Breitbandversorgung, Handyempfang, aber auch E-Mobilität betrifft. Denn das ist die Zukunft, für die es allerdings außer im Kernort in den Mitgliedsgemeinden noch keine Tankstellen gibt.“

Sie, aber auch ihr Vater auf Gemeindeebene wollen sich für eine engere Vernetzung der Gemeinden engagieren und Schnittstellen optimieren, um diese zu entlasten. „Sonst wird es irgendwann schwierig, noch ehrenamtliche Bürgermeister zu finden“, fürchtet Heiner Lange.

Das ist schon cool und macht auch Spaß.

Annemarie Lange

Auch, wenn beide Langes für die CDU angetreten sind, beziehungsweise antreten – ein Parteibuch haben beide nicht. Für den Gemeinderat Hellwege stehen Vater und Tochter auf der neugegründeten Bürgerliste.

Heiner Lange hat sein Engagement für Lokalpolitik bisher nicht bereut: „Auf diesem Weg kann man in und für seinen Ort etwas bewegen“, ist er überzeugt. Der Meinung ist auch seine Tochter: „Das ist schon cool, und macht auch Spaß!“

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