Mitglieder des Samtgemeinderates stimmen Donnerstagabend ab

Kommt das Klimakonzept?

Die Samtgemeinde Sottrum ist beim Einsatz von erneuerbaren Energien schon sehr weit – vor allem was die Wärmenutzung von Biogasanlagen angeht. - Foto: Diercks

Sottrum - Wer sich durch das knapp 100 Seiten dicke Klimaschutzkonzept der Samtgemeinde Sottrum gekämpft hat, ist wahrscheinlich immer noch nicht schlauer. Donnerstagabend sind die Mitglieder des Sottrumer Samtgemeinderates gefordert – sie müssen über das Konzept abstimmen. Der verantwortliche Projektleiter Stefan Engelhardt von der Niedersächsischen Landgesellschaft steht den Ratsmitgliedern dann für Fragen zur Verfügung.

Schon im Vorfeld hatten die Mitglieder des Samtgemeinderates die Möglichkeit, ihre Fragen an Engelhardt zu stellen – viel Feedback gab es nicht. Donnerstagabend geht es für die Kommunalpolitiker erst einmal darum, dem Konzept zuzustimmen oder es abzulehnen. Über einzelne Maßnahmen – die auf den hinteren Seiten aufgelistet sind – soll zu einem späteren Zeitpunkt abgestimmt werden. Haushaltsmittel sind dafür in diesem Jahr noch nicht in großem Maße vorgesehen, erklärt der Erste Samtgemeinderat Jürgen Schlusnus.

Samtgemeinde braucht Klimaschutzmanager

Als einer der ersten Schritte schlägt die Verwaltung vor, einen Klimaschutzmanager zu bestimmen. Jürgen Schlusnus, der das Konzept bisher von Seiten der Verwaltung begleitet hat, sieht sich nicht in der Position dafür. „Ich traue mir zu, das Konzept weiter zu begleiten, aber meine Arbeitswoche hat auch nur 40 Stunden.“ Jemand müsste für diese Position extra freigestellt werden – eine Person von außen, vielleicht sogar mit Vorerfahrung, wäre für diesen Posten geeignet.

Das Besondere an dem Klimaschutzkonzept der Samtgemeinde ist, dass sich die Mitglieder der Arbeitskreise sehr stark für Bildung und Beratung eingesetzt haben, berichtet Projektleiter Engelhardt. Unter anderem sind im Maßnahmenkatalog kurz- und langfristig Projekte mit den Schulen und Kindergärten geplant. Dazu gehört zum Beispiel der Klimakoffer. Dadurch haben die Kinder mit verschiedenen Materialien die Möglichkeit, die Entwicklungen des Klimawandels kennenzulernen.

Wer sich das Konzept genauer anschaut, kann feststellen, dass die Samtgemeinde schon recht weit in Sachen Klimaschutz ist. Das bestätigt auch Engelhardt: „Gerade bei den erneuerbaren Energien ist Sottrum gut aufgestellt. Vor allem was die Wärmenutzung von Biogasanlagen angeht.“ Auch die Schulen in der Samtgemeinde werden nach und nach energetisch saniert. „Wir stehen relativ gut da. Vor zehn Jahren hätte das Ergebnis sicher noch anders ausgesehen“, so Schlusnus.

Da überrascht es nicht, dass das Klimaschutzkonzept so umfangreich ist, was die Themen angeht. „Die Vielfalt ist schon ungewöhnlich. Es ist nicht normal, dass schon so viel in Sachen Klimaschutz vorbereitet ist“, hat der Projektleiter ein Lob für die Samtgemeinde parat. Die eigentliche Arbeit mit Umsetzung der Maßnahmen kann dann mit einem Klimaschutzmanager richtig losgehen.

Mehr zum Thema:

Wie Jörg Michelson aus Barrien die Welt sieht

Wie Jörg Michelson aus Barrien die Welt sieht

Auf einer Reise Stockholm entdecken

Auf einer Reise Stockholm entdecken

Fußball-Tennis und viel Kopfballspiel: Werder-Training am Donnerstag

Fußball-Tennis und viel Kopfballspiel: Werder-Training am Donnerstag

Warschau will neuen Glanz für Praga

Warschau will neuen Glanz für Praga

Meistgelesene Artikel

Drei Leichtverletzte: Bürgerbus kollidiert mit Auto

Drei Leichtverletzte: Bürgerbus kollidiert mit Auto

Feuerwehren vor großer Umstrukturierung

Feuerwehren vor großer Umstrukturierung

Chef vom „Lucky Dog Hostel“ ist baff

Chef vom „Lucky Dog Hostel“ ist baff

Zahl der Juleicas im Landkreis nimmt ab

Zahl der Juleicas im Landkreis nimmt ab

Kommentare