Vom Kleinkaliber bis zum Laser

Horstedter Schützenverein will gezielt den Nachwuchs ansprechen

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Auch in Zukunft sollen Horstedter Schützen um Heino Ruschmeyer ihre Fahne hochhalten können. Damit er nicht mangels Nachwuchs verschwindet, soll ein „Schützentriathlon“ helfen.

Horstedt - Von Matthias Röhrs. Der Schützenverein Horstedt schrumpft. Insbesondere in der Jugendarbeit gibt es immer weniger Nachwuchsschützinnen und -schützen, die die Zukunft des Vereinslebens sichern.

Nun will der Verein gegensteuern und mit einem sogenannten Schützentriathlon gezielt Kinder und Jugendliche ansprechen. Die Not scheint groß, denn oftmals bekommen die jungen Horstedter nicht einmal eine komplette Mannschaft für Wettbewerbe zusammen.

Es ist ein Teufelskreis, wissen Regina und Heino Ruschmeyer. Wenn man sich zwar im Schützenverein engagiert, aber immer wieder bei Wettkämpfen absagen muss, weil schlicht die Leute fehlen, nagt das an der eigenen Motivation. Auch ein Betreuer arbeite lieber mit vielen als mit wenigen. 

Den Ruschmeyers und den anderen im Verein kommt das mittlerweile viel zu oft vor. Zwar würden sich nach wie vor noch viele Kinder für den Schießsport begeistern, mit zunehmenden Alter allerdings immer weniger. „Die meisten bleiben bis zum 18. Lebensjahr und dann verlassen sie das Dorf und damit auch uns“, so Heino Ruschmeyer.

Wieder auf uns aufmerksam machen

Das Ehepaar ist seit jeher im Horstedter Schützenverein engagiert. Er ist seit 38 Jahren dabei und als zweiter Vorsitzender im Vorstand aktiv. Wie seine Frau, die sich mit anderen die Position der Schriftführerin teilt und seit 21 Jahren Mitglied ist. Ihnen ist aufgefallen: Die Horstedter reagieren nicht mehr auf die Einladungen des Schützenvereins, wie Heino Ruschmeyer erzählt. „Mit dem Schützentriathlon wollen wir wieder auf uns aufmerksam machen“, sagt Regina Ruschmeyer. „Wir haben den Stand und die Waffen da, es wäre ja schade, wenn das alles irgendwann nicht mehr genutzt wird.“

Wobei der Begriff „Triathlon“ es eigentlich nicht trifft, überlegt sie. „Das ist nur ein Name.“ Gemeint ist aber das Ausprobieren aller auf dem Schießstand möglichen Klassen: Luftgewehr und -pistole, Lasergewehr, Kleinkaliber, Stechvogelschießen und Bogen. Ein Schießwart wird ins Sportschießen einführen. Kinder und Jugendliche bekommen einen Laufzettel, auf dem alle absolvierten Übungen notiert werden, anschließend gibt es auch eine Urkunde.

Sich einfach mal ausprobieren

Stattfinden tut alles am Samstag, 16. September, von 15 bis etwa 18 Uhr auf dem Schießstand an der Hauptstraße – mit Kaffee und Kuchen, Bratwurst und Getränken. „Es soll ein gemütlicher Nachmittag werden, an dem jeder mal ausprobieren darf“, sagt Regina Ruschmeyer.

Dabei sei es egal, ob man wirklich aus Horstedt kommt oder bereits erwachsen ist. „Es ist einfacher für die Kinder, wenn auch die Eltern im Schützenverein sind“, sagt die Schriftführerin. Dadurch wäre es mit der Unterstützung und dem Verständnis beispielsweise für Wettkampffahrten einfacher.

Rund 170 Schützen sind im Horstedter Verein derzeit Mitglied. Gerade unter den Jugendlichen seien laut Heino Ruschmeyer viele passive dabei. Doch man braucht junge Leute, die sich später vielleicht auch abseits des Schießens engagieren. In einem Schützenverein gibt es viele Ehrenämter zu besetzen. Wer also dahingehend aktiv sein will, sagt Regina Ruschmeyer lachend, ist ebenfalls willkommen.

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