Hassendorfer Laienschauspieler vor Premiere von „Swattbunte Farken“

Die kleine, verzwickte Dorfpolitik

Was die wohl aushecken? Hanna Rungen als Haushälterin Lina und Bernd Rechten als Landstreicher Jörn Bessenbinner. Foto: Röhrs

Hassendorf - Von Matthias Röhrs. Die Kulisse steht bereits, in dieser Woche ist sozusagen die intensive Probenwoche. Die plattdeutsche Laienspielgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Hassendorf fiebert ihrer nächsten Premiere am kommenden Samstagabend (19.30 Uhr, Dorfgemeinschaftshaus) entgegen. Es ist mit „Swattbunte Farken“ von Jens Exler bereits das 45. Stück, das die Gruppe vor traditionell gut gefülltem Saal vorführen wird. Wiederholungen gab es über all die Jahre noch keine.

Noch sitzt der Text bei den insgesamt elf Schauspieler nicht hundertprozentig, doch das wird sich bis zum Premierenabend sicher noch ändern. Zwei von ihnen, Hanna Rugen und Hinrich Buthmann, waren bereits beim ersten Stück 1975 dabei. Erstmals stehen mit Bernd, Jutta und Claas Rechten Vater, Tochter und Sohn gemeinsam auf der Bühne. Eine feste Besetzung über die Jahre gibt es nicht, erklärt Holger Schloen, der seit einigen Jahren der Regisseur ist. Immer im Sommer wird zunächst geschaut, wer in diesem Jahr überhaupt dabei ist. Denn auch bei Lustspielen wie eben „Swattbunte Farken“ nimmt man die Arbeit ernst und investiert mit drei Proben pro Woche seit September entsprechend viel Zeit. Erst wenn die Gruppe steht, wählt man ein Stück der Besetzung gemäß aus.

In „Swattbunte Farken“ plant ein Gemeinderat, einen Eber für das Dorf zu kaufen. Was nach einer einfachen Sache klingt, ist recht kompliziert und hochpolitisch, zumal sich die beiden Rivalen und Nachbarn Ole Sörn und Gemeindevorsteher Gerd Thiesen weder auf die Fellfarbe einigen können, noch darauf, bei wem das Tier in den Stall kommen soll. Dass auch noch Thiesens Sohn Heino sich in Sörns Tochter Lotte verliebt hat, trägt auch nicht zur Vereinfachung der Lage bei. Und dann mischen sich auch noch der Landstreicher und Dichter Jörn Bessenbinner sowie die Magd Guste und der Knecht Klaus in die Angelegenheit ein. Wie sich die Situation am Ende auflöst, verraten die Laienschauspieler aber noch nicht.

Viele aus dem Umfeld der Feuerwehr sind außerdem mit Hilfeleistungen bei der Gruppe mit aktiv. Eine Vielzahl kümmert sich zum Beispiel um den Bühnenbau, andere wiederum sorgen dafür, dass der Saal bestuhlt wird. Für den Regisseur ist es ein Glückfall, dass die Laienschauspieler Teil der Brandschützer sind. „Alle fassen irgendwie mit an.“

Sechs Aufführungen

An sechs Terminen gibt es Gelegenheit, das neue Theaterstück der Feuerwehr Hassendorf im Dorfgemeinschaftshaus, Bahnhofstraße 1, zu sehen. Premiere ist am Samstag, 30. November, es folgen Aufführungen am 1., 3., 4., 6. und 7. Dezember, wobei es für die letzten beiden Termine noch am meisten Karten gibt, so Ortsbrandmeister Sven Peter. Der Vorhang hebt sich an allen Aufführungstagen um 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet acht Euro. Größere Zuschauergruppen können sich unter der Telefonnummer 04264 / 443 anmelden.

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