Kleine Quadrate werden zum großen Zelt

Sottrumer Frauen stricken am Rotenburger „mittendabei“-Tipi mit

Rund 125 Wollquadrate haben die Ahauser Strickfrauen beigesteuert. Silke Sackmann (4.v.r.), Leiterin der Stiftungsarbeit bei den Rotenburger Werke, freut’s. - Foto: Diercks
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Rund 125 Wollquadrate haben die Ahauser Strickfrauen beigesteuert. Silke Sackmann (4.v.r.), Leiterin der Stiftungsarbeit bei den Rotenburger Werke, freut’s.

Sottrum/Ahausen - So langsam nimmt das Projekt Formen an. Ein fünf Meter hohes Tipi plant die Stiftung der Rotenburger Werke „mittendabei“, das irgendwann mal bei verschiedenen Veranstaltungen aufgestellt werden soll und dabei aus rund 1. 300 etwa 15 mal 15 Zentimeter großen Teilen bestehen soll – natürlich handgestrickt. Nicht nur Einrichtungen und Helfer aus der Kreisstadt sind dabei, auch aus der Samtgemeinde Sottrum beteiligen sich Strickbegeisterte an der Aktion.

125 wollende Quadrate steuerten die Ahauser Strickfrauen für das Tipi-Großprojekt der Rotenburger Werke bei. Ran an die Nadeln begaben sich vor allem Ingrid Wegener, Annegret Jonas und Ursula Liss. Silke Sackmann, Leiterin der Stiftungsarbeit, holte die Werke persönlich im Ahauser Gemeindehaus mit. „Was für eine fröhliche Runde“, freute Sackmann sich, die geduldig alle Fragen zum Tipi-Strickprojekt beantwortete und sich über die Farbvielfalt der Quadrate freute. „Wir sind auf der Zielgraden“, sagte sie auf die Frage, wie viele Stücke schon zusammen gekommen seien. „Jeden Tag erreichen uns Quadrate.“

Sie berichtete von den vielen Facetten bei der Strickarbeit. Sollten am Ende Quadrate übrig bleiben, werden daraus weitere Projekte gestrickt. Wer etwas zum Tipi beisteuern möchte, kann das bis Ende April tun und die Quadrate in der Lindenstraße 14 in Rotenburg abgeben oder dorthin senden. Silke Sackmann ist unter der Telefonnummer 0426 1/ 920664 oder per E-Mail an silke.sackmann@rotenburgerwerke.de erreichbar.

Auch beim Heimatverein in Sottrum war man in den vergangenen Wochen im Strickfieber. Wie die Ahauser Strickfrauen haben auch Sottrumerinnen eine große Zahl an Wollquadraten an Sackmann überreicht. Kerstin Schuhmann, Leiterin der Kreativgruppe des Sottrumer Heimatvereins holt eine prall gefüllte Tüte hervor und lässt die kleinen Teile, die die Gruppe über den Winter gestrickt und gehäkelt hat, auf den großen Tisch im Spieker rieseln. Ein kleiner, bunter Berg türmt sich auf und lässt die Teilnehmerinnen strahlen. Blumenmuster, Streifen, eine überraschende Vielfalt von Farben.

Künstlerin baut Zelt am 21. April zusammen

Zu Gast ist auch Benjamin Stapelfeldt, der das Tipi-Projekt der Stiftung „mittendabei“ aufgeschnappt und als Idee zum Mitmachen an den Heimatverein, in dem er Schriftführer ist, herangetragen hat. Er ließ es sich auch nicht nehmen, selbst ein Teilchen herzustellen: „Das wird zwar nicht mein neues Hobby“, sagte er schmunzelnd, aber: „Ich habe es versucht und eins hinbekommen.“

Das Häkeln und Stricken eines fünf Meter hohen Zelts als Wahrzeichen der Stiftungsarbeit der Rotenburger Werke habe sich laut Sackmann in Sottrum wie ein Lauffeuer herumgesprochen. Mitgearbeitet haben auch Frauen aus den Kirchengemeinde Sottrum, aus der Weltgebetstagsgruppe um Anke Wergowski, Seniorinnen aus der K&S Seniorenresidenz und zahlreiche Einzelpersonen.

„Am 21. April wird die Künstlerin Ute Lennartz-Lembeck in Rotenburg erwartet. Zusammen mit ihr werden rund 1 300 Teile auf dem Fußboden zu einem großen Kunstwerk zusammengepuzzelt, das für Vielfalt in unserer Gesellschaft steht“, erklärt Sackmann das weitere Vorgehen. Zu diesem Tag lädt die Stiftung die Teilnehmerinnen herzlich von 11 bis 15 Uhr in den Besucherraum des Wichernhauses auf dem Gelände der Rotenburger Werke ein. 

mro/bd

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