Kleine Handwerker und Forscher

Löwenzahn-Grundschule startet Naturerlebnis-Projektwoche 

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Zu zweit bauen die Schüler unter anderem Nisthilfen zusammen, um sie hinterher zu bemalen. Die Kästen werden später rund um die Schule aufgehängt.

Horstedt - Von Matthias Röhrs. Die Löwenzahn-Grundschule in Horstedt widmet sich in diesen Tagen ganz der Natur. Im Rahmen einer Projektwoche zum Thema Wald basteln die Kinder mit Hölzern, Steinen und vielen anderen Dingen, die sie im Wald finden. Doch auch forschen tun die insgesamt 128 Schüler der Klassen eins bis vier.

Die Kinder sollen spielerisch den Wald kennenlernen, so die kurze Zusammenfassung der Woche. „Schon seit Jahren ist die Umweltbildung ein wichtiger Teil unseres Leitbildes“, sagt Schulleiterin Annette Römer. Mit den Projekttagen nimmt die Schule an der Naturschutzwoche der Bingo-Umweltstiftung teil. Diese fördert die Schule mit 2 470 Euro. Die Löwenzahn-Grundschule ist in diesem Jahr die einzige Institution im Landkreis, die von der Stiftung profitiert. Sie finanziert damit die Materialien für die Projektwoche, aber auch für den täglichen Bedarf. Zum Beispiel Arbeitshandschuhe: „Die wären sonst nicht in unserem Etat vorgesehen gewesen“, sagt Römer.

Auf dem Schulhof ist gerade die Pause zu Ende gegangen. Die Klasse 4a bildet eine Traube um Römer. An diesem Tag steht für die Schüler Schnitzen auf dem Stundenplan. Doch bevor sie sich nach der Pause wieder eines der Messer nehmen dürfen, müssen sie noch einmal die Sicherheitsregeln wiederholen. Wer schnitzt, der sitzt; das Messer immer von einem wegführen; sich immer eine Armlänge Platz nehmen. Dann geht’s los. Sie schnitzen kleine Mäuse, Zauberstäbe und mehr.

Immer vom Körper weg. Beim Schnitzen lernten die Kinder auch den sicheren Umgang mit einem Messer.

Etwa 200 Meter weiter, am Rand des nahegelegenen Waldes untersuchen die Kinder gerade Bodenerosionen. Dafür haben sie in Aluminiumschalen zunächst Erde gefüllt und dann verschieden stark mit Ästen und Gräsern versehen. Anschließend kippen sie Wasser darüber, um hinterher die Auswirkungen zu beobachten. Es ist die Station „Natur unter der Lupe, bei der sie beispielsweise außerdem experimentieren, um die Funktion von Moos in Wald zu lernen. Im Werkraum ist man derweil dabei, Nisthilfen für Meisen, Höhlenbrüter und Fledermäuse zusammen zu bauen und individuell zu bemalen.

Insgesamt acht Stationen – außerdem einen Barfußpfad, ein Naturkunst-Projekt, eine Waldrallye und eine sogenannte Wildnisschule haben sich die Lehrer und zwei außerschulische Betreuer ausgedacht. Einige sind für die Klassen eins und zwei, weitere für die Klassen drei und vier und zwei Stationen sind für alle Jahrgänge geeignet. Bis einschließlich Donnerstag macht jede Klasse täglich eine Station mit. Am Freitag steht die Präsentation an.

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