Proben mit Profis

Kirchengemeinde Horstedt plant wieder ein Krippenspiel

Haike Gleede und Christian Wietfeldt in der Horstedter Kirche.
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Haike Gleede und Christian Wietfeldt wollen dieses Jahr wieder ein Krippenspiel in Horstedt machen.

Nach einem Jahr Pause führen Kinder der Kirchengemeinde Horstedt in diesem Jahr wieder ein Krippenspiel auf. Und auch darüber hinaus wird dieses Jahr an Heiligabend einiges rund um die Johannes-der-Täufer-Kirche los sein.

Horstedt – Weihnachten 2020 war alles anders – nicht nur ein bisschen, sondern sogar sehr viel, inklusive abgesagter Gottesdienste. „Da haben viele gemerkt, dass Weihnachten etwas fehlt“, ist Haike Gleede überzeugt. Dieses Jahr geht es wieder einen Schritt gen Normalität: „Der Kirchenkreis und die Gemeinde sind sich einig: Wir wollen wieder was machen“, betont die Horstedter Pastorin.

Und diese Entscheidung schließt auch ein Krippenspiel mit ein. „Denn vor allem da haben wir wahnsinnig viele Nachfragen bekommen.“

Dafür kamen am vergangenen Freitag gut 15 Kinder zu einem ersten Informationstreffen zusammen, nach den Herbstferien beginnen die Proben jeweils freitags. Dafür hat sich die Kirchengemeinde in diesem besonderen Jahr auch etwas Besonderes überlegt: „Die Proben übernehmen dieses Mal zwei Profis“, freut sich Gleede. Dafür hat sie Joachim Reich und Christiane Reich-Ludwig an Bord holen können. „Die sind ohnehin in dieser Gemeinde sehr aktiv. Da haben wir uns gedacht: Die engagieren wir jetzt!“ Das Spannende daran ist: „Nichts ist vorgefertigt, die beiden Künstler entwickeln das mit den Kindern zusammen“, freut sich Christian Wietfeldt, der derzeit in Horstedt seine Ausbildung zum Pfarrverwalter absolviert. Dazu sorgt Heiner Wagener für die Musik. „Das wird spannend, was sich daraus ergibt“, freut sich Gleede. Aufgrund von Corona teilen die Probenleiter die Kinder in Gruppen auf, auf diesem Weg sollen auch Abstände eingehalten werden, „außerdem werden die Schüler ohnehin alle zwei bis drei Tage getestet“, so Wietfeldt.

Vier Gottesdienste mit Krippenspiel

Beide sind grundsätzlich optimistisch: „Die Situation ist gerade etwas entschärfter, als im vergangenen Jahr, viele sind geimpft, und zum Testen gibt es auch mehr Möglichkeiten. Außerdem geht jeder in dieser Gemeinde sehr verantwortungsvoll mit der Lage um“, so Gleede. Dazu gehört auch, dass am Heiligabend insgesamt fünf Gottesdienste im Kalender stehen, vier davon nachmittags – um 15 Uhr, 15.45 Uhr, 16.30 Uhr und 17.15 Uhr – mit jeweils einer Viertelstunde Pause sowie eine Christmette um 22.30 Uhr.

Langweilig soll den Wartenden vor der Kirche nicht werden, denn vor dem Gotteshaus soll eine Art Marktplatz entstehen, auf dem ein „Herold“ eine Volkszählung ankündigt, für die sich die Besucher in Listen eintragen müssen. „So haben wir dann die Kontaktdatensammlung mit eingebunden“, sagt Gleede mit einem Lachen. Es soll einen Tannenbaum als „Wunschbaum“ geben, den die Bürger mit selbstgemachtem Schmuck behängen können, eventuell spielt zudem der Posaunenchor und die Weihnachtspyramide leuchtet. „Da sammeln wir noch Ideen, aber auf jeden Fall wird es etwas zum Schauen und Hören geben“, verspricht die Pastorin.

Ich freue mich, dass wieder was passiert.

Haike Gleede

Alles, was an den Festtagen in und um die Johannes-der-Täufer-Kirche herum passiert, ist an den Hygieneregeln angepasst. Mit der 2G- oder 3G-Regel arbeitet die Gemeinde hingegen nicht: „Wir lassen nur eine bestimmte Anzahl an Menschen in die Kirche, halten die Abstandsregeln bei der Sitzordnung ein, Lüften zwischen den Gottesdiensten, dokumentieren die Besucher und stellen mehrere Desinfektionsmittelspender auf´“, kündigt Gleede an. Am Eingangsbereich ist zudem Maskenpflicht, diese darf erst am Platz abgesetzt werden. „All das hängt natürlich auch von der aktuellen Inzidenz am 24. Dezember ab – ob wir dann eine Warnstufe haben oder nicht“, so die Theologin. „Unser Vorteil ist: Die Kirche ist ein großer, hoher Raum. Und im Notfall können wir immer noch nach draußen gehen.“ Immerhin: „Ich freue mich, dass wieder was passiert.“

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