Heimatverein Sottrum zeigt gleich zwei Filme an einem Tag im Heimathaus

Kino im Doppelpack

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Die Tragikomödie am zweiten Filmabend im Heimathaus kommt gut an.

Sottrum - Von Heidi Stahl. Am Nachmittag kamen zuerst die Kinder auf ihre Kosten. Verführerisch zog schon vor Beginn der Vorstellung der Duft von frisch zubereitetem Popcorn durch die Stuhlreihen des Heimathauses. Diana Bohling hatte die bei einem Kinobesuch unerlässliche Leckerei in der kleinen Küche vorbereitet und dann konnte es mit dem Filmnachmittag des Heimatvereins auch auf der großen Leinwand los gehen.

„Alles steht Kopf“, den 2015 für zwei Oscars nominierten Disney-Film, hatten die Organisatoren des Kinotages für die Nachmittagsvorstellung ausgesucht und trafen damit den Geschmack der kleinen Besucher. Am Abend stand dann ein wenig deftigere Kost auf dem Programm für die Besucher. Viele hatten sich an diesem verregneten Abend eingefunden, die schon vor der Vorstellung an den Stehtischen in lebhaften Gesprächen und erwartungsvoller, familiärer Atmosphäre zusammen standen.

Als dann Heinz Kipp als „Filmvorführer“ auf die Fernbedienung drückte, konnte die Tragikomödie ihren Anfang nehmen. Der Film ist eine Hymne an Integrität, Unbestechlichkeit und Zivilcourage und zugleich durch die grandiose schauspielerische Leistung von Al Pacino eine eindrucksvolle Charakterstudie von einem Blinden mit vielen Ecken und Kanten, Facetten und Gegensätzen. Der groteske Hauptteil des Films spielt in New York, wohin der lebensmüde, blinde Colonel Slade (Al Pacino) seinen jungen Betreuer Charlie Simms (Chris O’Donell) entführt.

Diese unerwartete Reise wird für den schüchternen jungen Mann zu einem Selbsterfahrungstrip, bei dem er den zynischen Misanthropen Slade dazu bringt, seine Selbstmordgedanken aufzugeben. Das Ende ist für Nicht-Amerikaner zwar etwas zu pathetisch, dafür bleibt aber der Tango des Blinden mit Gabrielle Anwar oder das Psychoduell, in dem Charlie Simms den Colonel von seinen Selbstmordgedanken abbringt, unvergesslich. Da auch der Humor nicht zu kurz kommt und die markigen Sprüche von Al Pacino immer wieder auf eine skurrile Ebene führen, kamen die Zuschauer voll auf ihre Kosten. Das Filmteam des Heimatvereins macht jetzt erst einmal eine Sommerpause, aber im Herbst sollen weitere Filmvorführungen folgen.

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