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Kindertagespflege stellt sich im Sozialausschuss der Samtgemeinde vor

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Von: Nina Baucke

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Kindertagespflege stellt einen Baustein in der Kinderbetreuung einer Gemeinde dar.
Kindertagespflege stellt einen Baustein in der Kinderbetreuung einer Gemeinde dar. © Baucke

Wie wichtig sind Kindertagespflegeplätze im Betreuungsangebot einer Kommune? Kirsi Lindemann und Nadine Hoffmann von der Berufsvereinigung der Kindertagespflegepersonen, Regionalgruppe Rotenburg, gaben beim Sozialausschuss der Samtgemeinde einen Einblick.

Sottrum – Mehr Anbindung der Kindertagespflegepersonen an die Samtgemeinde und mehr Unterstützung für die privaten Einrichtungen in den Orten: Die Berufsvereinigung der Kindertagespflegepersonen, genauer gesagt: die Regionalgruppe Rotenburg, sieht noch das ein oder andere Verbesserungspotenzial in der Samtgemeinde Sottrum. Das machten kürzlich vor dem Ausschuss für Bildung, Soziales und Kultur der Samtgemeinde die beiden Sprecherinnen der Gruppe, Kirsi Lindemann und Nadine Hoffmann, deutlich.

Zugleich betonten sie: „Die Samtgemeinde hat sich immer offen gegenüber Kindertagespflegepersonen gezeigt.“ Das sei nicht selbstverständlich, so Lindemann. „Viele Bürgermeister sehen Kindertagespflegepersonen als Konkurrenz zu institutionellen Betreuung. Aber da gibt es keine Konkurrenz. Wir Kindertagespflegepersonen sind günstig und haben unsere eigene Ausstattung. Die Plätze kosten also der Gemeinde kein Geld.“ Zumal das im Fall von Kindertagespflegepersonen vom Landkreis und nicht von den Kommunen kommt. Anlass für die Präsentation war, dass das Thema Kinderbetreuung künftig öfter auf der Tagesordnung der kommunalen Gremien in der Samtgemeinde stehen würde, so die Verwaltung.

Gefragte Betreuungsplätze

Als Regionalgruppe kümmern sich Lindemann und Hoffmann um die Belange und Probleme der Kindertagespflegepersonen vor Ort, „gerade hier auf der kommunalen Ebene sind wir das Herzstück der Berufsvereinigung“, so Lindemann. Die Gründung gehe auf die Feststellung zurück, dass es im Landkreis einige Probleme gebe, die sich auf der Gemeindeebene fortsetzen. Dabei seien Plätze in der Tagespflege gefragt, verdeutlichten Lindemann und Hoffmann: „Einige melden sich bereits bei uns, wen sie gerade einmal schwanger sind, es gibt viele frühzeitige Anfragen, dazu haben wir sogar Wartelisten. Aktuell könnten wir zwei bis drei Gruppen mehr einrichten.“ In der Regel besteht eine Gruppe aus maximal fünf Kindern, dazu kämnen eventuell die eigenen Kinder der Tagespflegeperson. In der Großpflege reicht die Gruppengröße bis zu zehn Kindern. „Der große Vorteil zur instituionellen Betreuung ist, dass wir zu den Kindern, die ja bei uns in der Regel unter drei Jahre alt sind, eine enge Bindung haben – und das personengebundene gilt auch für die Großpflege.“ Eben diese feste Bezugspersonen, die Vertrauen und Sicherheit böten, seien, so Lindemann, ein wichtiger Baustein der Tagespflege.

Wir decken das ganze Programm ab, der Bildungsplan für Kindertagesstätten gilt auch für uns.

Kirsi Lindemann

„Wir decken das ganze Programm ab, der Bildungsplan für Kindertagesstätten gilt auch für uns, von daher müsste und kann die Gemeinde Kindertagespflegepersonen bei der Planung mit berücksichtigen“, erläuterte Lindemann.

Das sah auch Klaus Dreyer (SPD), Ausschussmitglied und Hassendorfer Bürgermeister so: „Wir haben zwei Kindertagespflegestellen in Hassendorf, und die entlasten uns als Gemeinde erheblich.“ Er machte klar: „Wir brauchen beides, Kindertagesstätten und das Personal dafür und Kindertagespflegepersonen. Und wir sind dabei dankbar für jeden Erzieher, der das bei sich zu Hause anbietet.“ Auch Samtgemeindebürgermeister Holger Bahrenburg sagte, Kindertagespflegepersonen seien eine gute Ergänzung zu gemeindeeigenen Einrichtungen: „Auf lange Sicht können sie für Entlastung sorgen.“

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