Kinder probieren sich bei den Ahauser Landfrauen durch verschiedene Sorten

Ausflug in die Welt der Milch

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Heike Harms bereitet mit den Kindern das gemeinsame Essen vor.

Ahausen - Von Bettina Diercks. Woher kommt eigentlich die Milch und was lässt sich damit noch anstellen? Dem sind einige Kinder bei einem Tag mit den Ahauser Landfrauen auf den Grund gegangen.

Bevor die Acht- bis Zwölfjährigen sich ums Essen machen kümmern durften, erklärte ihnen Anja Küsel erst einmal, den Weg von der Milch von der Kuh bis in die Tüte. Damit der Nachwuchs eine Vorstellung hat, wie viel eine Kuh am Tag produziert, waren 22 Milchtüten vor dem Kuhplakat aufgestellt. „Das ist in etwa die Menge, die eine Kuh am Tag liefert“, so Küsel. Acht Kilogramm sind es im Schnitt, so hoch ist der Bedarf für ein Kälbchen am Tag, umgerechnet etwa 22 Liter Milch. Daraus lassen sich jeweils 22 Liter Trinkmilch, 22 Liter Joghurt, fünf Päckchen Butter, 2,5 Kilogramm Schnittkäse oder zwei Kilogramm Magermilchpulver gewinnen.

Spannend für die Landfrauen wurde es, als sie ihre kleinen Gäste in eine Probierrunde schickten. Aufgetischt hatten die vier Aktiven Butter-, Mandel-, Soja-, H-Mager- und Vollmilch. Jetzt musste der Nachwuchs erraten, was was ist. „Buttermilch haben alle heraus geschmeckt. Insgesamt lagen alle recht gut mit ihren Ergebnissen. Mandel- und Sojamilch haben auch fast alle erkannt“, sagte Küsel.

Zurück in die Küche der Landfrauen, die seit Jahren im Ahauser Schützenhaus gastieren und einen ganzen Teil des notwendigen Equipments mitbringen – auch einen Backofen. Der war an diesem Tag im Dauereinsatz. Martina Blank brachte den Kindern bei, wie sie Müsli selbst machen können. „Viel leckerer als aus der Tüte“, war später die einhellige Meinung.

Die Gruppe von Anja Küsel zauberte „Versteckte Erdäpfel“, ein charmanter Name für einen Kartoffelauflauf, sowie herzhafte Muffins mit getrockneten Tomaten. Währenddessen brodelte es in der Küche auf dem Herd. Unter der Anleitung von Marlies Intemann, die lediglich Tipps gab und helfend zur Seite stand, kochten die Kinder nahezu selbstständig „richtigen“ Schokopudding und Vanillesauce. Außerdem lernten die Kinder, wie sie selbst Butter herstellen können. Alle 13 Kinder, darunter drei Jungs, waren begeistert bei der Sache. „Wir haben jedes Jahr Kinder dabei, die schon einmal hier waren“, berichtete Küsel.

Zum Schluss machten sich alle gemeinsam über das Essen her. „Die Kinder genießen nicht nur das gemeinsame Kochen, sondern auch das Essen. Viele kennen das heute gar nicht mehr“, sagte Anja Küsel.

Aus den Reihen der Kinder kam der Vorschlag, im kommenden Jahr etwas länger zusammenzubleiben. Eine Radtour, gemeinsam einkaufen und dann kochen – über zwei Tage verteilt, so der Vorschlag der Jungen und Mädchen. „Und gemeinsam Melken“, schlug Heike Harms den Kindern auch noch vor.

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