22 Kinder dürfen auf dem Milchhof Reeßum KG selbst melken

Einblicke in den Kuhstall

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Julia von Fintel probiert sich auch mal im Melken.

Reessum - Von Jessica Tisemann. Den Kühen einmal ganz nah sein und einen Blick hinter die Kulisse eines Milchbetriebs werfen. Selbst die Kühe melken, die Kälbchen streicheln und ihnen etwas Milch zu trinken geben. Dazu hatten die 22 Jungen und Mädchen in Reeßum die Gelegenheit.

Der Landwirtschaftliche Verein Sottrum-Rotenburg hatte für die Kinder einen Ausflug auf den Milchhof Reeßum KG von Hans-Hermann Tietjen und Frank Cordes im Rahmen des Kinderferienprogramms organisiert. Letzterer hat die Kinder mit seiner Frau Marina Lindhorst-Cordes zwei Stunden über den Hof geführt.

Es geht vorbei an den knapp 70 Kälbern in den Einzelboxen, weiter zu den etwas älteren, die sich bereits zu fünft eine Box teilen. Wenn die Tiere zu früh in einen gemeinsamen Stall kämen, würden die stärkeren nämlich den kleineren alles wegfressen. „Die Bullenkälber behalten wir eh nur zwei Wochen“, erklärt Frank Cordes. Dann geht es für sie zu einem anderen Hof, der sich auf die männlichen Tiere konzentriert. „Wir behalten also nur die Mädchen“, so der Landwirt.

„Was haben die Kälber da im Ohr“, ertönt eine Frage aus dem Hintergrund. „Das ist eine Ohrmarke“, klärt Cordes die Jungen und Mädchen auf. Darauf stehe unter anderem, wann das Tier geboren ist.

Ein paar Schritte weiter warten die Kühe, die gerade „trocken stehen“. „Das bedeutet, sie geben momentan keine Milch.“ 10000 Liter gebe eine Kuh im Durchschnitt pro Jahr. „Und das nicht, weil sie von uns dazu getrieben werden, sondern weil es ihnen damit gut geht“, betont der Landwirt.

Nach der anfänglichen Skepsis wagen sich die Kinder im Laufe des Nachmittags immer weiter an die Tiere heran. „Dürfen wir sie mal streicheln“, fragen die Mädchen. Natürlich dürfen sie. Und so knüpfen die Kinder die ersten Kontakte zu den Kühen. „Die Zunge fühlt sich ganz rau an.“

Nicht so rau ist die Zitze – die dürfen die Jungen und Mädchen beim Melken auch mal anfassen. Und so schwierig ist es gar nicht, ein paar Tropfen aus dem Euter zu bekommen. Auch die Kinder können gar nicht genug davon bekommen. Doch es gibt ja noch viel mehr zu entdecken.

Die Kälber haben Durst und müssen Milch bekommen. Klar, dass da die kleinen Besucher mithelfen. Und dort kann es in den kommenden Wochen noch einmal ganz schön voll werden. Einige der 670 Kühe sind nämlich noch trächtig. Im vergangenen Jahr seien an einem Tag zehn Kälber zur Welt gekommen. Cordes: „Das war wirklich anstrengend. Da war einer von uns nur damit beschäftigt.“

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