Forstamtmann Detlef Paul verabschiedet / Nachfolger begrüßt

Keine Vakanz im Forstamt

Hans-Jürgen Bostelmann (v.l.) begrüßte Robin Bergmeyer als neuen Forstamtmann und verabschiedete zugleich zusammen mit Nils Ermisch (r.) Detlef Paul in den Ruhestand.
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Hans-Jürgen Bostelmann (v.l.) begrüßte Robin Bergmeyer als neuen Forstamtmann und verabschiedete zugleich zusammen mit Nils Ermisch (r.) Detlef Paul in den Ruhestand.

Eversen – Knapp über 20 Jahre war der Forstamtmann Detlef Paul in der Bezirksförsterei Sottrum für die privaten Waldbesitzer tätig. Nun verabschiedeten der Vorstand und Ausschuss der Rotenburger Waldmärkerschaft den verdienten Forstexperten in den wohlverdienten Ruhestand.

Seit dem 1. September 2000 war Paul in den Wäldern von Sottrum bis Kirchwalsede unterwegs und wurde 2007 zum Forstamtmann befördert. Sein Bezirk umfasst Flächen über die Samtgemeinde Sottrum hinaus, daher kennt Paul große Teile des Privatwaldes im Altkreis Rotenburg. Nach der Ausbildung war er ab 1985 in Hepstedt tätig und diente zuerst den Landesforsten. „Früher hatte ich nur einen Chef und plötzlich hatte ich 300“, erinnerte er sich an die erste Zeit in Sottrum. Denn ab 2000 musste er sich um die Belange aller privaten Waldbesitzer im Bezirk kümmern. Bei denen habe er in den vielen Jahren eine gute Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit aufgebaut. Dies bestätigte auch die Landwirtschaftskammer (LWK), die ihm großen Dank und Lob für „seine lösungsorientierte Arbeit“ per Grußwort aussprach. Coronabedingt dürften die Vertreter der LWK nicht persönlich an der Verabschiedung teilnehmen.

Eigentlich wäre er schon seit November 2019 im Ruhestand. Damals gab es aber noch keinen Nachfolger für die Forstbetriebsgemeinschaft Rotenburg in dem relevanten Bezirk. „Ich gehe erst in den Ruhestand, wenn die Forstbetriebsgemeinschaft einen Nachfolger gefunden hat“, sagte er im Herbst 2019 und hielt sein Versprechen. Denn pünktlich zur Verabschiedung präsentierte der Vorsitzende des Waldmärkerschaft, Hans-Jürgen Bostelmann, den neuen Mann für den privaten Forst im Revier Sottrum: Robin Bergmeyer wird ab 1. Oktober die Stelle antreten und kann mit seinen 26 Jahren seine Erfahrungen aus der ersten beruflichen Station beim Hessenforst einbringen. Die Tinte unter dem Vertrag war sozusagen gerade erst trocken, als Bergmeyer sich den Vertretern der Waldbesitzer vorstellte. So geht er auch den Weg vom Landesforst zu den Waldbesitzern.

Bostelmann sprach, ebenso wie der Leiter der Geschäftsstelle Neuenkirchen und Pauls forstlicher Vorgesetzter, Nils Ermisch, dem Ruheständler große Anerkennung für die geleistete Arbeit und Dank aus. Beide betonten, dass durch die Bereitschaft von Paul dieser wichtige Posten lückenlos wieder besetzt werden konnte und so glücklicherweise keine zeitliche Vakanz entstand.

„In den vergangenen 20 Jahren habe ich den Wald mit seinen Veränderungen genau beobachtet. Die Naturverjüngung ist das beste Mittel für die Durchmischung des Bestandes. Die Pflanze selber weiß am besten, ob und wo sie überhaupt wachsen will“, gab Paul zum Abschied ein Plädoyer für die natürliche Aussaat der Bäume.  lee

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