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Keine freien Kitaplätze in Sottrum

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Von: Henning Leeske

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Blick durch ein Spielgerät auf eine Sottrumer Kita.
Die Kitas in Sottrum sind voll – es gibt aktuell keine freien Plätze. © Holsten-Körner

Wer sein Kind in eine Kindertagesstätte in der Gemeinde Sottrum geben möchte, braucht Ausdauer: Aktuell sind alle Plätze belegt, es gibt eine Warteliste.

Sottrum – Alle 221 Kitaplätze der Gemeinde Sottrum sind belegt. Das war die wichtigste Nachricht im Ausschuss für Kinder, Jugend, Sport, Soziales und Kultur der Gemeinde Sottrum. „Wir sind voll – alles, was jetzt noch als Anmeldung kommt, geht über Warteliste“, informierte Samtgemeindebürgermeister Holger Bahrenburg. Dabei handele es sich bei den Besuchern der Kitas fast zu 100 Prozent um die jüngsten Einwohner der Gemeinde Sottrum. Nur zwei Kinder seien als Ausnahme aus einer Nachbargemeinde, weil ihr Vater bei einer Sottrumer Kita so weiter beschäftigt bleiben könne. Der Arbeitsmarkt für die Kitas sei sehr umkämpft und es werde viel versucht, die Mitarbeiter zu halten. Sonst würde die Betreuungssituation noch prekärer.

Außerdem gab es einen Bericht des Vereins Sofa über die Durchführung des Hortbetriebes in zwei Gruppen. Im Haushalt 2023 ist als Entgelt für den Verein eine Summe von 193 600 Euro vorgesehen und auch vom Ausschuss einstimmig dem Rat empfohlen worden. Die Elternbeiträge werden auf 48 000 Euro anhand der Vorjahreswerte hochgerechnet und als Erstattung an die Gemeinde Sottrum verplant. Ebenfalls eingeplant wurden 1 600 Euro Reinigungskosten für die genutzten Räumlichkeiten an der Schule an der Wieste und 1 200 Euro für den Erwerb von geringwertigen Vermögensgegenständen im Hort.

Weiter berichtete Bahrenburg über die Suche nach einem Standort für die zweite Hortgruppe. Er sei überrascht gewesen, dass der Großteil der Elternschaft positiv gegenüber dem Sporthaus eingestellt war, trotz der dezentralen Lage. Allerdings seien nur acht Eltern von den relevanten 40 Kindern dann zum Infoabend erschienen. Dazu gab es in der anschließenden Einwohnerfragestunde Klärungsbedarf, weil die Einladungen zu dieser wichtigen Veranstaltung betreffend der Zukunftsfähigkeit des Hortes nicht bei allen Eltern angelangt seien. Bahrenburg versprach, der Problematik nachzugehen.

„Das Sporthaus ist eine Option, aber nicht optimal, weil zu weit entfernt“, bewertete Bahrenburg den Standort. Es müsse mit einem Kompromiss gelebt werden. Dazu sollen aber alle Optionen geprüft werden. Auch Schulräume der Grundschule könnten dies seien. Dabei ergebe sich aber die Fragestellung der Doppelnutzung, wodurch der normale Schulbetrieb beeinträchtigt werden könnte. Anderseits sollten die Hortkinder dauerhaft einen eigenen Bereich haben, wo sie sich entfalten könnten. Bis zum Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung, wie geplant, zum 1. August 2026 in einer Ganztagsschule müsse nun eine belastbare Lösung gefunden werden. Dabei sollen die Beteiligten weiter eingebunden werden.

Gute Nachrichten gibt es für die Mühlenzwerge. Die Erhöhung des Zuschusses der Gemeinde pro Kind soll nach einstimmigen Beschluss von 95 Euro auf 130 monatlich erhöht werden. Die Erhöhung sei im Wesentlichen in der Inflation der Energiekosten begründet. Grundsätzlich sei die Gemeinde froh über die Kita aus privater Initiative mit einem Verein als Träger, weil so die gemeindeeigenen Kitas entlastet würden.

Von Henning Leeske

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