Karin Ladwig berichtet darüber, wie wichtig Bildung für ältere Menschen ist

Auch im Alter immer etwas Neues lernen

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Karin Ladwig bei ihrem Vortrag im Gemeindehaus.

Sottrum - Von Tobias Woelki. Geistig fit bleiben ist auch im Alter wichtig – diese Erkenntnis hat Referentin Karin Ladwig den Zuhörern bei ihrem Vortrag zum Thema „Bildung im Alter – Wozu eigentlich?“ im Gemeindehaus der St.-Georg-Kirchengemeinde in Sottrum vermittelt.

„Ein Patentrezept habe ich auch nicht“, teilte die Referentin der Runde gleich zu Beginn mit und lächelte. Allerdings sei es wichtig, stets die Chance zu nutzen geistig fit zu bleiben und neue Interessensgebiete zu entdecken. Der Mensch durchlebe einen langen, lebensbegleitenden Entwicklungsprozess, wobei er sich verändere, auch wenn er es nicht merke, stellte Ladwig klar und fand: „Der Mensch fühlt, denkt, nimmt wahr, handelt und ist eine Einheit zwischen Seele und Geist. Wenn das eine leidet, leidet auch das andere.“

Wenn jedoch alles im Einklang sei, fühl sich der Mensch gleich viel gesünder und verspüre mehr Lebensfreude. Aber was genau ist überhaupt „Alter“? Ab wann ist der Mensch wirklich alt? Nach der Definition beginne das eigentliche Alter ab 60 Jahren, werde in das junge, mittlere und alte Alter eingeteilt. Doch existieren noch andere Unterscheidungen wie das medizinische, das psychische und das soziale Alter.

Die Referentin zitierte Cicero, der fand: „Nicht das Alter ist das Problem, sondern die Einstellung dazu. Und Schauspieler Curd Jürgens sagte zum Alter ‚Alles was Spaß macht, hält jung‘. Und auch von Henry Ford gibt es zum Alter einen Ausspruch ‚Wer aufhört zu lernen, ist alt, mag er 20 Jahre oder 80 Jahre sein‘.“

Ladwig resümierte, dass Bildung und Lernen zusammen gehörten. Menschen könnten noch bis ins hohe Alter lernen, vorausgesetzt, das Gehirn werde auch immer beansprucht. „Im Alter nur auf dem Sofa zu sitzen, erlahmt die geistige Verfassung. Man wird schwerfällig und dann depressiv“, machte die Referentin deutlich. Wer sich im Alter zusehends isoliere, für den werde die Welt grau und grauer. Junge Leute seien flink, wendig und aktivieren ihr Kurzzeitgedächtnis. Ältere bauten eher auf ihr Langzeitgedächtnis und ihre Lebenserfahrung. Sie riet ihren Zuhörern, auch im Alter stets etwas Neues zu lernen, zu entdecken, sich sportlich zu bewegen, die Gemeinschaft zu hegen und sich ständig über aktuelle Themen, über die Politik und sozialen Problemen auszutauschen, um stets den Geist zu reizen und das Gehirn zu stimulieren.

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