Es kann weitergehen

Ausbau des Gymnasiums: Bauauschuss stimmt Vorentwurf zu

Sottrum - Von Farina Witte. Der Vorentwurf für die Erweiterung des Sottrumer Gymnasiums steht, und der Bauausschuss hat ihn in der Sitzung am Donnerstagabend einstimmig abgenickt - vorbehaltlich der Zustimmung des Landkreises.

Diskutiert wurde im Vorfeld viel, wenn es um die Pläne für die Mensa und die Erweiterung des Sottrumer Gymnasiums ging. Vor allem ging es dabei um Geld und Größe. Diese Diskussionen sind abgeschlossen und nun soll es möglichst schnell gehen, damit für den zusätzlichen Jahrgang mit der Rückkehr zu G9 Platz ist. Der nächste Schritt ist dann, auf Grundlage dieses Entwurfs den Bauantrag zu stellen.

„Das Herzstück“, nannte Architektin Anna Kempkes während der Sitzung den Mensabereich im Erdgeschoss. Kempkes vom Architekturbüro Schröder aus Bremen stellte den Ausschussmitgliedern den Vorentwurf vor. Der Mensabereich selbst umfasst 300 Quadratmeter, wobei ein Teil als Aufenthaltsbereich dient. „Das ist der ,Chill-Out-Bereich‘, dort können die Schüler entspannen und kalte Speisen zu sich nehmen“, erläutert die Architektin. Der Essensbereich selbst soll laut Planung später auch für Veranstaltungen genutzt werden können. Außerdem soll es auch einen Außenbereich geben, der teilweise überdacht ist.

In den hinteren Teil des Anbaus wird die Biblio- und Mediathek ziehen. Robert Abel erkundigte sich, ob es schon ein Konzept für die Mediathek gibt. Laut Samtgemeindebürgermeister Peter Freytag werden sich dazu noch Fachberater mit Lehrkräften und Schulleiter Ferdinand Pals treffen.

Im vorderen Teil wird sich die Ausgabe und eine Aufbereitungsküche befinden. Erschlossen wird der Anbau vom Bestandsgebäude und befindet sich an der Ostseite des Gymnasiums. In das Obergeschoss gelangen die Schüler über zwei Treppenhäuser im vorderen und im hinteren Bereich. Oben sollen dann acht Klassenräume unterschiedlicher Größe entstehen.

Zwischen Flur und Klassenraum sind sogenannte Multifunktionswände angedacht, die mit Regalen und Garderoben ausgestattet werden. Das biete laut Kempkes zusätzlichen Lärmschutz. Wobei im Gebäude die geltenden Richtlinien eingehalten würden, wie die Architektin auf Hans-Jürgen Brandts (SPD) Nachfrage antwortete. Das gelte auch für die Leichtbauwände zwischen den Klassenräumen. Die werden mit Fußbodenheizung ausgestattet, was zusätzlich Platz spart.

Vonseiten der Ausschussmitglieder kamen noch Anregungen, dass man eine Dachbegrünung, Photovoltaik oder eine Regenwassernutzungsanlage berücksichtigen könnte. Letzteres ist nicht eingeplant, könne aber nachgerüstet werden.

Eine Begrünung und auch Photovoltaik wird nicht auf das Dach kommen. Dies müsste in der Planung bereits berücksichtigt werden und könnte den Bauantrag verzögern. „So eine Dachbegrünung wiegt schon einiges“, meinte Kempkes. In Bezug auf Photovoltaik erklärte Freytag, dass es in der Samtgemeinde bereits einige Flächen gibt, die dafür geeignet seien, aber noch nicht genutzt werden, weshalb man dies bei der Planung für den Anbau nicht berücksichtigt.

Die Ausschussmitglieder waren aber insgesamt zufrieden mit dem Entwurf. „Ein schöner Entwurf“, schloss Peter Strohschän für die SPD-Fraktion ab. Hans-Jürgen Krahn ergänzte (CDU): „Wir sollten den Entwurf so auf den Weg bringen, wie er ist.“

Dem Zeitdruck scheinen sich die Politiker bewusst zu sein. Das betrachtete Schulleiter Ferdinand Pals mit einiger Sorge, was er in der anschließenden Einwohnerfragestunde äußerte. Die rechtzeitige Fertigstellung zum August 2020 sei der Schule grundsätzlich wichtig. „Meine Frage ist, ob wir den Konsens mit der Samtgemeinde haben, dass hier Qualität vor Schnelligkeit geht.“ Qualität und die Berücksichtigung der Bedürfnisse der Schule seien der Samtgemeinde wichtig, betonte Freytag in seiner Antwort. „Aber sehen Sie es mir nach, Herr Pals, ich werde den Druck bei den Planern und Handwerkern nicht herausnehmen, um zeitig das Gebäude fertigzustellen“, verdeutlichte er gleichzeitig.

Rubriklistenbild: © dpa

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