Jury bei „Unser Dorf hat Zukunft“ entscheidet sich für drei andere Orte

Im Landesentscheid ist Schluss – Stapel ist raus

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Michael Schröck, hier mit Claudia Koppert, nimmt die Niederlage im Dorfwettbewerb gelassen auf.

Stapel - Von Jessica Tisemann. Es hat leider nicht gereicht. Für Stapel ist nach dem Besuch der Bewertungskommission beim Landesentscheid von „Unser Dorf hat Zukunft“ Schluss. Die Gegner waren zu stark. Mit Böddenstedt (Kreis Uelzen), Dudensen (Region Hannover) und Vrees (Landkreis Emsland) nehmen drei andere Orte am Bundesentscheid teil. Doch Stapel hat auch so gewonnen.

Das macht auch Bürgermeister Michael Schröck deutlich: „Es ist nicht schlimm, dass wir jetzt nicht weitergekommen sind, denn in Wirklichkeit haben wir gewonnen.“ Nun wüssten die Dorfbewohner, wo sie stehen und wo sie mit Stapel noch hinwollen. „Es ist wichtig, dass wir uns mit unserem Dorf beschäftigt haben“, so Schröck.

Nach der Verabschiedung der Jury war die Stimmung im Dorf gut. Auch die Worte des Jury-Chefs „Stapel hat etwas, das sie bewegt. Alleine deswegen hat das Dorf schon Zukunft“, klangen schon nach einem Weiterkommen für das kleine Dorf. „Gestern war ich sehr positiv eingestellt und hatte das Gefühl, wir hätten gewonnen“, gibt Schröck unvermittelt zu.

Doch das „Zukunftsteam“, wie Schröck die Mannschaft, die sich organisatorisch um die Vorbereitungen für die Bereisung gekümmert, hat liebevoll nennt, hat auch etwas Positives, über das es sich freuen kann. Die Jury hat entschieden, dass Stapel, „für die herausragende Nach- und Umnutzung der privaten Bausubstanz, das gelebte Leitbild und die Gemeinschaft im Dorf sowie die Bemühungen im ökologischen Bereich insbesondere im Bereich des Kräuterfeldes“ eine Anerkennung für besondere Leistungen erhält.

Alles in allem kommen die Stapeler mit der Entscheidung der Jury schon zurecht. „Natürlich ist es schade, dass wir nicht weitergekommen sind und der Sportsgeist ist ein bisschen geknickt, weil das I-Tüpfelchen fehlt, aber es ist super, dass wir so weit überhaupt gekommen sind“, macht Schröck deutlich. Realistisch betrachtet sei die Chance, bei 18 Dörfern unter die besten drei zu kommen, sehr gering. „Da ist die Luft dann schon dünn“, so der Bürgermeister weiter.

Auch Dieter Szczesny meldet sich aus seinem Urlaub zu Wort und nimmt die Niederlage gelassen: „Zumindest weiß die Jury jetzt, wo Stapel ist.“ Szczesny hatte sich direkt nach der Bereisung von Michael Schröck über den Verlauf berichten lassen. Und die Präsentation der Stapeler war gut. Das hat auch Silke Nolting vom Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund gegenüber Schröck bestätigt.

Warum es für Stapel trotzdem nicht gereicht hat, kann nur die Jury erklären. Vielleicht war es doch ein Nachteil, dass der kleine Ort als letztes auf der Reise der Bewertungskommission lag. In Stapel heißt es jetzt aber weitermachen und nicht Trübsal blasen.

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