Junges Orchester Auenland feiert Fünfjähriges / Letzte Zusagen fehlen noch

Frauenpower im Vorstand

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Eine Uniform gibt es beim Jungen Orchester Auenland nicht. Es setzen sich die Vereinsfarben Grün, Blau und Weiß durch.

Eversen - Von Jessica Tisemann. Besucher, die bei einer Probe vom Verein Junges Orchester Auenland vorbeischauen, müssen nur den Ohren folgen. Schon von Weitem sind die Klänge der zahlreichen Instrumente zu hören. Doch es geht auch mal recht leise – dann nämlich, wenn die Dirigentin und Vorsitzende des Vereins, Sandra Behrens, zum Fototermin ruft.

„Wir wollen alle Gruppen einmal der Öffentlichkeit präsentieren“, erklärt Behrens den Hintergrund. Alle Gruppen, das heißt eine ganze Menge an Musikern, sind unter einen Hut zu bringen. Und es kommen immer mehr dazu.

Vor rund fünf Jahren – am 1. August 2010 – schlossen sich ein paar Musikbegeisterte zusammen und gründeten den Verein. Jetzt sind es bereits 40 Interessierte, von denen 22 aktiv mitmusizieren. „Wir sind damals nach einer Veranstaltung des Bundespolizeiorchesters Niedersachsen in der Ahauser Grundschule auf den Zug aufgesprungen und haben gefragt, ob es Interesse gibt, in einem Orchester zu spielen“, so Behrens. Und das Interesse ist da. Auch bei den ganz Kleinen. Deswegen gibt es neben der Nachwuchs-Rhythmusgruppe der Trommel-Trolle für Kinder zwischen sechs und acht Jahren, auch die Musi-Minis, die mit ihren drei bis fünf Jahren erste Erfahrungen mit Musik sammeln.

Die etwas älteren und schon erfahreneren Instrumentalisten kommen in den Gruppen Next Generation und Junges Orchester Auenland zusammen. Zum Repertoire des Ensembles gehört unter anderem Rock, Pop und Filmmusik. Aber ebenso klassische Konzertstücke proben die Musiker ein. „Die Auswahl orientiert sich auch an Wünschen und Vorschlägen der Mitglieder“, so die Vorsitzende. Die beiden Gruppen sind für jeden Musiker offen, die ein Instrument beherrschen. Der Verein bietet Interessierten auch die Möglichkeit, sich außerhalb der normalen Orchesterproben im Einzelunterricht auf seinem Instrument fortbilden zu lassen. „Momentan haben wir fünf Ausbilder“, sagt Behrens. Das jüngste Mitglied im Stammorchester ist zehn, die älteste Musikerin über 60 Jahre alt. Probleme mit dem großen Altersunterschied gibt es nicht. „Es mischt sich alt und jung in den Gruppen. Auch bei Veranstaltungen, die wir gemeinsam besuchen, gibt es da keine Probleme“, so Behrens.

In eine Uniform muss sich beim Jungen Orchester Auenland niemand zwängen. „Wir sind kein traditioneller Verein, deswegen haben wir auch keine Uniform. Ich habe dagegen prinzipiell nichts, aber Uniformen sind für Kinder doch immer etwas einengend“, erzählt die Vorsitzende. Als Einheit erkennbar sind die Musiker dennoch. Die Vereinsfarben Blau, Weiß und Grün finden sich bei jedem Auftritt wieder. Zum hellen Oberteil gesellt sich eine blaue Jeans und ein grünes Accessoire. „Es haben alle Spaß, sich ein grünes Teil auszusuchen“, berichtet Behrens.

Auch bei der Geburtstagsfeier blitzt es überall Grün auf. Unter dem Motto „Das WIR in der Musik“ geht es am 10. Juli um 17 Uhr im Heimat- und Kulturhaus in Hellwege los. Der Empfang beginnt um 16.30 Uhr. Mit dem „WIR“ im Titel der Veranstaltung betonen die Organisatoren die Wichtigkeit von Wertschätzung, Inspiration und Respekt. Schirmherr des Festes ist Christof Koert, Leiter und Dirigent des Landespolizeiorchesters Mecklenburg-Vorpommern. Die Gruppen des Jungen Orchesters Auenland bekommen bei ihrer Geburtstagsfeier Unterstützung von der Bläserklasse des Sottrumer Gymnasiums, den Posaunenchören aus Kirchwalsede und Sottrum sowie dem Musikzug Bothel. „Letzte Zusagen fehlen uns noch“, so Behrens.

Die ganzen Vorbereitungen klappen aber nur mit einem guten Team im Vorstand. Und der besteht beim Jungen Orchester nur aus Frauen. Sandra Behrens zur Seite stehen Yasmin Sell (2. Vorsitzende), Anke Reimann (Kassenwartin), Sabine Krahl (Schriftführerin) und Doreen Kiel (Jugendleitung). Behrens: „Echte Frauenpower eben.“

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