Angebote hauptsächlich draußen

Sottrumer Jugendtreff macht wieder auf

Freuen sich über die Jugendtreff-Wiedereröffnung: Martina Wedeling (v.l.), Jan-Henning Göttsche und Holger Bahrenburg. Zu Beginn gibt es den Jugendtreff auch „to go“.
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Freuen sich über die Jugendtreff-Wiedereröffnung: Martina Wedeling (v.l.), Jan-Henning Göttsche und Holger Bahrenburg. Zu Beginn gibt es den Jugendtreff auch „to go“.

Sottrum – Nach vielen Wochen geschlossener Türen ist es in dieser wieder soweit. Der Sottrumer Jugendtreff darf und wird ab Dienstag wieder zu seinen üblichen Öffnungszeiten parat stehen. Für die Mitarbeiter des Betreibers, der Verein Sofa aus Achim, endet damit fürs Erste eine Zeit der Ungewissheit. Das Team um Jan-Henning Göttsche hat sich eine besondere Aktion ausgedacht, mit der es sich in Sottrum zurückmelden möchte: sozusagen ein Jugendtreff zum Mitnehmen.

Göttsche: „Wir freuen uns sehr. Es war eine blöde Zeit, nicht zu wissen, wann es wie weitergeht.“ Nun ist das bis auf Weiteres geklärt. Der Jugendtreff hat Kontakt zum Rotenburger Gesundheitsamt aufgenommen. Der Argumentation zufolge läuft der Jugendtreff unter dem Begriff „Jugendhilfe“ und ist somit erlaubt, Jugendliche dürfen sich in der Einrichtung treffen, auch wenn diese selbstredend nicht um ein Hygienekonzept herumkommt.

So dürfen sich nur maximal fünf Personen gleichzeitig im Gebäude an der Alten Dorfstraße, direkt neben den Fußball-Plätzen, aufhalten. Wie schon nach dem ersten Lockdown setzt man in der Programmatik verstärkt auf Angebote auf dem Außengelände. „Die Saison beginnt jetzt für solche Sachen“, sagt Göttsche und spricht von „super viel Potenzial“. Draußen können die Jugendlichen Möbel bauen, ein Hochbeet anlegen oder was dem Team „noch so einfällt“. Darüber hinaus gibt es noch die Skateranlage, die laut Teammitglied Fabian Golly mittlerweile ebenfalls gut angenommen wird. Es komme regelmäßig eine sogenannte Crew vorbei.

Doch auch wenn der Jugendtreff nun wieder dienstags bis donnerstags von 15 bis 19 Uhr geöffnet ist, hat „der Lockdown ja weiterhin Bestand“, fährt Göttsche fort, Martina Wendeling hat sich daher die Aktion „Jugendtreff to go“ ausgedacht. Das Team hat rund 80 Papiertüten mit zwei kleinen Lockdom-Projekten gefüllt. Dabei steht das Thema „Upcycling“ hoch im Kurs, wobei Weggeworfenes zu neuwertigen Sachen umgebaut wird. Beim Jugendtreff handelt es sich erst einmal um ein Vogelhäuschen aus Milchkartons, ein Basilikum-Topf. „Wir wollen aus Müll Schönes basteln“, so Wendeling. In der Tüte liegen Anleitung und alle Materialien, vom Draht über Farbe bis hin zum Saatgut.

„Wir wollen den Jugendlichen was in die Hand geben, damit sie was haben, das sie in dieser Zeit zuhause machen können“, sagt Göttsche. Und Wedeling ergänzt: „Wenn die Jugendlichen nicht zu uns kommen können, kommen wir halt zu ihnen nach Hause. Wir möchten ein Angebot schaffen, das ein bisschen gegen das Langeweile-Programm ist. Jugendliche dürfen sich ja auch nicht mit ihren sozialen Kontakten treffen.“

Mit dem Upcycling-Projekt treffe man den den Zeitgeist, so die Jugendtreff-Mitarbeiterin. „Die Gesellschaft wird auch kreativer zurzeit und fragt sich, was man mit der freien Zeit macht. Mit Upcycling – Wiederverwertung – fördern wir Kreativität, und man kann sich was Schönes in den Garten hängen.“ 80 Tüten sind bereit, verteilt zu werden. Sie können direkt im Jugendtreff abgeholt werden, außerdem will das Team sie im Sottrumer Ortskern an Jugendliche verteilen, um für sich ein wenig Werbung für die Wiedereröffnung zu machen. Kommt die Aktion gut an, ist man motiviert, noch mehr zu machen, so der Plan. Dann aber mit anderen Inhalten.

Gemeindedirektor Holger Bahrenburg: „Wir waren als Gemeinde vor dem Lockdown im Gespräch, wie man damit im Jugendtreff umgeht.“ Immerhin koste es „eine Menge Geld, das weiter am Leben zu erhalten“. Zwar werde das Angebot weniger angenommen als vor Corona, aber dennoch bräuchten Jugendliche einen Halt, wo jemand da ist, wo sie zumindest hingehen können.

Ganz untätig war man im Jugendtreff übrigens nicht im Lockdown. Das sogenannte Wohnzimmer wurde vom Team neu gestaltet. Zudem kann man jetzt auch in den sozialen Netzwerken mit dem Jugendtreff in Kontakt treten. Unter anderem bei Instagram unter dem Namen „juz_sottrum_was_los“.

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