Jürgen Schlusnus berichtet über die Aufgaben als Samtgemeindewahlleiter

„Höchst akribische“ Arbeit

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Stichtag 14. Mai: Bis dahin muss Jürgen Schlusnus mit der Bekanntmachung für die Wahl fertig sein.

Sottrum - Von Jessica Tisemann. Noch scheint die Kommunalwahl am 11. September weit weg zu sein. Für Jürgen Schlusnus, Samtgemeindewahlleiter in Sottrum, geht es bereits jetzt mit der Arbeit los. Doch was gehört alles zu seinen Aufgaben? Und wie lässt sich das mit seiner Position als Erster Samtgemeinderat vereinbaren?

120 Tage vor der Wahl geht es für Jürgen Schlusnus so richtig los – am 14. Mai also. Bis dahin muss der Wahlleiter die Bekanntmachung fertig haben. „Aber ich will damit nicht bis zum letzten Tag warten“, kündigt Schlusnus an.

Bis zum 25. Juli um 18 Uhr haben dann die Parteien die Möglichkeit, ihre Wahlvorschläge abzugeben. Doch die meisten sind mit ihren Vorschlägen recht schnell beim Wahlleiter. „Wenn ich am 25. Juli um 18 Uhr noch einen Fehler finde, kann das im schlimmsten Fall noch für den Ausschluss der ganzen Partei sorgen“, macht Schlusnus deutlich. Daher würden die meisten ihre Vorschläge im Laufe des Julis einreichen.

Auch bei den Vorbereitungen in den sieben Mitgliedsgemeinden hat Schlusnus ein Auge mit drauf. „Da gibt es zwar in jeder Gemeinde einen Wahlleiter, aber die machen das alle ehrenamtlich und fragen dann schon mal nach, ob ich einen Blick drauf werfen kann“, erzählt Schlusnus.

Wenn die Vorschläge eingegangen und überprüft worden sind – die Bewerber müssen zum Beispiel im Wahlgebiet leben – geht es an den Stimmzetteldruck. „Und dann hört die Unruhe auch erst im September wieder auf“, sagt Schlusnus und lacht. Bei der Arbeit geht der Wahlleiter „höchst akribisch“ vor. „Wenn auf dem Stimmzettel ein Tippfehler ist, ist das äußerst peinlich. Ich schaue so lange drauf, bis kein Fehler mehr zu finden ist – das hat ja auch eine gewisse Tragweite.“ Immerhin müssen auch die Stimmen für die Kreistagswahl ausgezählt werden.

Was in diesem Jahr noch hinzukommt, sind die Aufgaben, die Schlusnus als allgemeiner Vertreter des Samtgemeindebürgermeisters Peter Freytag zusätzlich übernimmt. „Es ist schwieriger als vorher“, gibt der Erste Samtgemeinderat zu. Es kämen mehr Termine durch die Vertretung hinzu, und er sei mehr in die Arbeit von Peter Freytag eingebunden. „Das ist aber auch gut so. So bin ich in allen Themen mit drin, wenn ich Peter Freytag vertreten muss.“

Früher hätte Schlusnus einfach ein paar Dinge zur Seite schieben können – das sei jetzt schwieriger. „Wenn Wahl ist, ist Wahl. Ich kann dann nicht sagen, Sottrum wählt einfach mal ein paar Wochen später.“ Deswegen beginnt er auch bereits jetzt mit den Vorbereitungen und hat sich bis zum 11. September einen Fahrplan zurechtgelegt.

Unterstützung bekommt er bei der Arbeit von seinem Stellvertreter Matthias Röhrs. Und Schlusnus verrät: „Bei der übernächsten Wahl lasse ich Matthias Röhrs vermutlich schon hauptverantwortlich die Wahl leiten.“ Denn der Stellvertreter könnte im Anschluss den Posten von Jürgen Schlusnus als Wahlleiter übernehmen.

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