Heinz-G. Hill hofft auf mehr Mitspieler

Der Bouleplatz in Sottrum ist verwaist

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Ein bisschen mehr könnte schon los sein beim Bouleplatz, findet Heinz-G. Hill. Bald startet die Boule-Saison, für die der entsprechende Platz von der Gemeinde noch hergerichtet wird.

Sottrum - Von Inken Quebe. In Frankreich ist es ein Lebensgefühl: eine Partie Boule, dazu ein Glas Rotwein und Käse. Vor einigen Jahren hat man sich auch in der Samtgemeinde Sottrum überlegt, dass das Spiel gut ankommen könnte und extra einen Bouleplatz angelegt. Das Feuer ist aber nie wirklich entfacht worden, bedauert Heinz-G. Hill, Vorsitzender des Seniorenbeirates der Samtgemeinde Sottrum.

Er sollte ein wenig französisches Flair in die Samtgemeinde bringen: Als eines Tages mal wieder der Besuch einer Delegation aus der Partnerstadt Sauveterre-de-Guyenne anstand, dachten sich ein paar Sottrumer, dass es toll wäre, wenn es einen Bouleplatz gäbe. Schließlich ist diese Kugelsportart in Frankreich weit verbreitet. So erinnert sich Heinz-G. Hill an die Entstehungsgeschichte. „Wie es dann häufig so ist: Es spielt kaum einer, es kümmert sich kaum jemand drum“, sagt Hill.

Gemeinde will Platz regelmäßig pflegen

Während der vergangenen Sitzung des Seniorenbeirates hatte der Vorsitzende die Platzpflege dann auch einmal angesprochen. Denn damit der Platz an der Großen Straße attraktiv ist, muss er gepflegt sein. Seitens der Gemeinde Sottrum ist das Signal laut Hill nach der Sitzung positiv gewesen: Ja, bevor die Saison im Mai losgeht, wird der Platz auf Vordermann gebracht und von da an in regelmäßigen Abständen. Zumindest dieser Punkt wäre damit abgehakt. Es war nicht das erste Mal seit der Gründung des Seniorenbeirates der Samtgemeinde, dass der Platz ein Thema war.

Der Seniorenbeirat bietet einmal im Monat die Möglichkeit an, Boule zu spielen. Auch Hill (M.) macht mit.

„Eigentlich ist es doch ein Jammer: Das ist ein guter Platz, zentral gelegen. Welche Gemeinde hat so etwas schon?“, fragt Hill. Immerhin: Jedes Jahr am 1. Mai nutzt die Gemeinderatsfraktion der Grünen die Gelegenheit zum Boulespielen. Sie eröffnen sozusagen die Saison, die bis Ende September dauert.

Bei den Achimer Nachbarn spielt man gerne

Der Seniorenbeirat bietet außerdem einmal pro Monat Boulespielen an. „Ab und zu sind mal Leute hergekommen und haben geguckt. Aber irgendwie hat die Lunte nicht gezündet“, sagt der 70-Jährige. An mangelnder Werbung liege es nicht, so Hill. Der Seniorenbeirat hat die Sportart auch schon beim Markt an der Wieste vorgestellt und im Kinderferienprogramm angeboten.

Doch der Funke ist nicht über gesprungen, „das kann ich nicht verstehen“. Vor allem, wenn er auf die Nachbarn blickt. „In Achim gibt es eine rege Bouleszene. Die spielen regelmäßig.“ Mancherorts gibt es Vereine und in Deutschland sogar Ligen. Zumindest in der kommenden Saison sollen die für jedermann offenen Treffen bestehen bleiben. Termin ist jeweils der dritte Donnerstag im Monat ab etwa 17 Uhr. Wer das Spiel dagegen alleine testen möchte, kann sich Kugeln bei Heinz-G. Hill leihen. Er ist unter der Rufnummer 04264 / 406111 zu erreichen.

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