Gymnasium Sottrum und Klimaschutzagentur zeigen Ausstellung

Interaktives Wissen zum Klima

Auch durch die „Fridays for Future“-Demonstrationen rückt der Klimawandel immer mehr in den Fokus – gerade bei der jüngeren Generation. Das Gymnasiums zeigt nun eine Ausstellung zu dem Thema. Foto: imago images/Müller-Stauffenberg

Sottrum – Das Bewusstsein für den Klimaschutz stärken ist ein Anliegen des Gymnasiums Sottrum. Zu dem Zweck kooperiert die Schule mit der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen: Sie zeigen die Wanderausstellung „Gradwanderung“ der Deutschen Klimastiftung. Von Dienstag, 19. November, bis Mittwoch, 18. Dezember, vermitteln die Inhalte der Ausstellung Schülern der Klassen fünf bis 13 interaktiv Wissen, um den Klimawandel zu verstehen und selbst etwas zum Klimaschutz beizutragen. Auch interessierte Bürger sowie Klassen anderer Schulen können sich die Ausstellung in den Räumen des Gymnasiums anschauen.

Über die Klimaschutzberaterin Kirstin Taberski hat die Schule von „Gradwanderung“ erfahren. „Eigentlich waren es zwei Kanäle“, erzählt Schulleiter Ferdinand Pals. Denn auch seitens der Schüler seien die Themen Klima und Klimaschutz in den Fokus des Kollegiums gerückt. „Die Auswirkungen des Klimawandels – wie Starkregen und Hitzewellen – merken wir bereits heute. Es liegt nahe, die Themen Klimawandel und Klimaschutz bereits in der Schule aufzugreifen“, unterstreicht Lothar Nolte, Geschäftsführer der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen. Das Gymnasiums ist froh, dass es mit der Unterstützung der Landesagentur von der Deutschen Klimastiftung die Ausstellung ausleihen kann, ergänzt Pals.

Täglich von 10 bis 16 Uhr ist die Klimaschau in der Schule zugänglich. „Auch wenn die ,Gradwanderung‘ in erster Linie für Schüler der Sekundarstufen 1 und 2 entwickelt wurde, lohnt sich der Besuch natürlich auch für andere Interessierte“, erklärt Pals. Der Eintritt ist kostenfrei.

Anhand von vier Klimazonen wird exemplarisch gezeigt, wie sich der Klimawandel voraussichtlich auswirkt, teilen Agentur und Schule in einer Ankündigung mit. Das mache das komplexe Thema Klima anschaulich. Die Schüler und weiteren Besucher lernen demnach die Grundlagen des Klimasystems und bekommen die Besonderheiten der größten Klimazonen vermittelt. Ein weiterer Ausstellungsbereich widme sich dem Thema Klimaschutz. Hier könnten die Besucher ihr eigenes Verhalten überprüfen und lernten Maßnahmen zum Klimaschutz kennen. „Die grundlegenden Zusammenhänge, die in der Ausstellung vermittelt werden, sind entscheidend für das Verständnis des Klimawandels und seiner Folgen“, betont Nolte.

Besonders sei, dass jedes Exponat der Ausstellung einen Geheimcode enthalte, der gelöst und in ein Logbuch eingetragen werden muss. Mit dem Gesamtcode könne am Ende an einer Station das „Portrait 2050“ aktiviert werden. Das sei ein fiktiver Lebenslauf der Besucher bis 2050. Er enthalte Informationen, wie sich das Klima in Deutschland bis dahin verändern und welche Auswirkungen dies für das eigene Leben haben könnte.

Klimawandel und Klimaschutz fänden beide auch außerhalb der Ausstellung Beachtung im Unterricht, sagt Schulleiter Pals. Die Themen würden nicht nur in Erdkunde, sondern auch in Biologie und Politik besprochen. „Es gibt eine Reihe von Schülern, die das auch einfordern“, meint Pals. Für Schulklassen gibt es die Möglichkeit, den Themenkomplex „Klimaschutzverhalten“ anschließend an die Ausstellung in den Klassen in einem Workshop zu behandeln. Didaktisch aufbereitetes Unterrichtsmaterial ermögliche eine spielerische Herangehensweise. Die Schüler erarbeiten sich selbstständig Zusammenhänge, die zum Klimawandel führen und lernen, was sie selber für den Klimaschutz tun können. Interessierte Lehrkräfte können sich an Tammo Löffler unter der Rufnummer 04264 /83614615 wenden, um den speziell entwickelten Workshop-Koffer für ihren Unterricht auszuleihen. Lehrer, die mit ihren Klassen vorbeikommen möchten, werden gebeten, sich vorher beim Gymnasium anzumelden.

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