Ines von Loudon und Aenne Fajen bauen sich einen Reiterhof in Bötersen auf

Gedanke ans Wohl der Pferde

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Ines von Loudon (l.) mit dem Rappen Nawann und Aenne Fajen mit dem Schecken Milly haben sich mit ihrem Hof in Bötersen einen Traum erfüllt.

Bötersen - Von Matthias Daus. Mit ihrem eigenen Reiterhof in Bötersen haben sich Ines von Loudon und Aenne Fajen einen gemeinsamen Lebenstraum erfüllt. Dabei legen die beiden ihr Augenmerk auf zufriedene Kinder und eine tiergerechte Haltung der Pferde.

Aenne Fajen ist eigentlich Erzieherin von Beruf und besitzt eine große Leidenschaft für Pferde. Ines von Loudon teilt diese Leidenschaft und hat sie als Pferdewirtin und Reitlehrerin mit FN-Qualifikation auch beruflich umsetzen können.

Die beiden Frauen stammen aus der Samtgemeinde Sottrum und haben in Köln gelebt. Dort haben sie auch ihren großen Traum vom eigenen Pferdehof entwickelt. Doch eine geeignete Immobilie zu finden, die zu diesem Vorhaben passen könnte, gestaltete sich äußerst schwierig.

Erst in Bötersen wurden die beiden Frauen fündig. Auf einem leerstehenden Resthof, der ihrer Großmutter gehörte, sah Aenne Fajen alle Voraussetzungen für das Projekt gegeben. Die beiden jungen Frauen setzen nun seit dem vergangenen Herbst alles daran, den Hof so umzubauen, dass er ihren Anforderungen genügt.

Und diese bestehen hauptsächlich darin, dass ihre Pferde dort so tiergerecht wie möglich gehalten werden können. „Pferde sind Herdentiere, und wir wollen ihnen die Möglichkeit bieten, auch als solche leben zu können“, erklärt Ines von Loudon. Ein Futterstall, ein Ruhestall und dazwischen ein weitläufiges Gelände sollen dafür sorgen, dass die Tiere ein entspanntes Leben führen können. Wenn die Umbaumaßnahmen abgeschlossen sind, sollen zehn Pferde in Bötersen untergebracht werden, und mit denen haben die beiden Frauen noch viel vor.

Mit dem Aufbau einer Voltigierschule haben sie schon begonnen. Eine anspruchsvolle Sportart, die im Allgemeinen nur auf Vereinsebene betrieben wird. „Wir machen das auf privater Basis und sind damit die große Ausnahme“, sagt Aenne Fajen. Neben dem Voltigieren geben die beiden auch Reitunterricht im klassisch englischen Stil. Zudem wollen sie ab dem Sommer auch Reiterferien anbieten. Bei Vollpension sollen dabei Kinder und Jugendliche auf Pferden wieder Zugang zur Natur bekommen. Als einstimmende Aktion ist auch ein Pfingstcamp mit Übernachtung geplant.

Ein großes Arbeitspensum für die beiden Pferdeliebhaberinnen, das sie noch um die sogenannte Bodenarbeit erweitern. Dabei geht es darum, dass sich auch die Menschen, die nicht selbst reiten, mit den Tieren und ihren Verhaltensmustern vertraut machen können. Eine Reithalle auf dem Grundstück ist ebenfalls in Planung. Sobald das Wetter mitspielt, soll es mit dem Bau losgehen.

„Es geht jetzt in die heiße Phase und wir können es kaum noch erwarten, dass wir komplett loslegen können“, berichtet Ines von Loudon erfreut. Der Kontakt zu den ansässigen Pferdebetrieben in der Gemeinde Bötersen beschreiben die beiden als sehr gut. „Wir treten mit unseren Dienstleistungen nicht in Konkurrenz zu den anderen“, erklärt Aenne Fajen und betont noch einen Sachverhalt, der ihr und ihrer Geschäftspartnerin am Herzen liegt: „Es handelt sich bei unserem Hof nicht um eine Pferdepension, wir beherbergen in der Regel nur unsere eigenen Tiere.“ Denn nur so könne ein harmonisches Miteinander unter den Tieren gewährleistet werden. Fremde Pferde würden eher störend wirken.

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