Das Ende der Kupferära

In Sottrum beginnt im Oktober der Breitbandausbau für schnelles Internet

Ein Bündel Kabel
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Nahezu 1 900 Haushalte in Sottrum können im nächsten Jahr einen Glasfaser-Anschluss bekommen. Die Arbeiten dazu sollen im Oktober beginnen.

Das Kupferkabel hat ausgedient, in Kürze beginnt das Unternehmen Glasfaser Nordwest in Sottrum mit dem Breitbandausbau. Rund 1900 Haushalte sollen dann für schnelles Internet an das Glasfasernetz angeschlossen werden.

Sottrum – „Ich bin schon schwer begeistert“, sagt Sottrums Bürgermeister Hans-Jürgen Krahn. Der Grund für die Euphorie: Es geht voran mit dem Breitbandausbau in der Gemeinde. „Das ist eine super Sache für Sottrum.“ Fast 1 900 Haushalte werden in absehbarer Zeit mit einem Glasfaser-Anschluss versorgt sein – so kündigen es jedenfalls sowohl Krahn als auch die Glasfaser Nordwest, ein Joint Venture von EWE und Telekom, das ab Oktober die entsprechenden Leitungen im Wiesteort verlegen wird, an.

„Wir haben eine entsprechende Analyse gemacht. Und die hat ergeben, dass es sich in Sottrum mit dem Breitbandausbau eindeutig lohnt“, so Krahn. Damit ist vor allem der Kernort gemeint, denn Außenbereiche, wie beispielsweise der Fährhof und das Neubaugebiet am Dannert, haben bereits im Zuge anderer Ausbauprogramme ihren Anschluss behalten. Stuckenborstel wiederum folgt erst 2023 im Rahmen eines Landkreis-Projektes. „Das wäre jetzt für unser Vorhaben aufgrund der Unterquerung der Autobahn zu schwierig gewesen“, so Krahn.

Flächendeckender Ausbau

Derzeit verfügen die meisten Sottrumer Haushalte über einen 50-Mbit-Anschluss, „wir haben hier noch viel im Kupferbereich“, so Krahn. Das soll sich nun ändern: „Mit bis zu 1 000 Mbits bieten die neuen FTTH-Anschlüsse hohe Bandbreiten und sind zudem sehr stabil“, heißt es seitens Glasfaser Nordwest. „Wir freuen uns, so kurzfristig einen nahezu flächendeckenden Glasfaserausbau in Sottrum starten zu können“, erklärt Sascha Zink von Glasfaser Nordwest. „Erst Ende August haben wir das Projekt angekündigt und bereits im Oktober werden die ersten Ausbauarbeiten starten. Nach Fertigstellung werden die Anwohner von Bandbreiten im Gigabit-Bereich profitieren.“

Das Unternehmen hat für die Planung den Ort in drei Bereiche aufgeteilt: „Nord“ umfasst den Teil nördlich der Bundesstraße, „Mitte“ den Part südlich bis zum Weizenkamp und zum Hassendorfer Kirchweg sowie „Süd“ die Straßen bis zur Bahnhofstraße. Ein Anrainer des Hassendorfer Kirchwegs, der knapp außerhalb des geplanten Bereiches liegt, soll zudem auch noch miteinbezogen werden, hofft Krahn. „Das klären wir gerade.“ In allen drei Bereichen sollen die Arbeiten parallel laufen.

Etwa 30 Kilometer Kabel

Insgesamt verfrachtet Glasfaser Nordwest rund 30 Kilometer Kabel in mindestens 60 Zentimetern Tiefe. „Die Ausbauarbeiten verlaufen schnell und ,minimalinvasiv‘“, verspricht Tim Bunjes von Glasfaser Nordwest. „Die Bautrupps nehmen innerhalb kürzester Zeit das Pflaster auf, heben einen Schacht aus, verlegen das Kabel und versiegeln die Oberflächen wieder.“ Da die Baustellen auf diese Art schnell „wandern“ würden, seien auch die Einschränkungen im Straßenverkehr gering.

Das Unternehmen stellt zunächst einen zentralen Netzknotenpunkt auf, der zu verschiedenen kleineren Knotenpunkten innerhalb des Ausbaugebietes führt. Diese dienen dann als Netzverteiler für die einzelnen Straßen, von denen dann die einzelnen Grundstücke angeschlossen werden.

Standortvorteil für Sottrum

„Mit einem so modernen Netz schaffen wir einen echten Standortvorteil für die Gemeinde Sottrum, mehr Lebensqualität und mehr Wettbewerbsfähigkeit für Unternehmen“, erklären Krahn und Gemeindedirektor Holger Bahrenburg. Was sie zudem freut: An der Gemeinde bleiben für den Ausbau keine weiteren Kosten hängen.

Im Frühjahr soll dann die Vermarktung starten, mit der hat Glasfaser Nordwest aufgrund seiner Arbeit als reiner Infrastrukturanbieter nichts zu tun. Daher sind als Partner in Sottrum die Telekom und die EWE mit im Boot. Sie fungieren als Ansprechpartner für Anschlussinteressenten. Mehr Informationen zu dem Ausbauprojekt gibt es auf der Website www.glasfaser-nordwest.de.

„Ich kann nur jedem raten, sich für einen Glasfaser-Anschluss zu entscheiden“, betont Krahn. „Selbst, wenn man ihn nicht nutzt, bedeutet das eine Wertsteigerung des Hauses.“

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