Alke Lohmann und Sabine Bassen sind neue Vorsitzende

Rotenburger Landfrauenchefinnen treten in große Fußstapfen

Alke Lohmann (l.) und Sabine Bassen
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Alke Lohmann (l.) und Sabine Bassen führen gemeinsam den Landfrauen-Verein Rotenburg und Umgebung an.

Die Rotenburger Landfrauen haben zwei neue Vorsitzende. Die wollen einiges anders machen als ihre Vorgängerinnen.

Hellwege/Scheeßel – Rund 1 000 Mitglieder zählt der Landfrauen-Verein Rotenburg und Umgebung. Und die haben nun zwei neue Vorsitzende. Nachdem die beiden bisherigen Landfrauen-Chefinnen Regina Meyer und Irmtrud Hesse-Stegmann nach zwölf Jahren satzungsgemäß nicht mehr zur Wahl standen, haben nun Alke Lohmann aus Hellwege und Sabine Bassen aus Scheeßel das Heft des Handelns in die Hand genommen. Sie wollen in Zukunft mehr über die Landwirtschaft aufklären und ihre Arbeit transparenter gestalten.

Als Meyer und Hesse-Stegmann das Amt übernommen hatten, war auch Bassen in den Vorstand gerückt. Mittlerweile ist die Scheeßelerin 25 Jahre dabei. „Die Landfrauen machen tolle Sachen, da kann ich mich mit identifizieren“, sagt sie. Ihre Herzensangelegenheit ist es, ihren Mitlandfrauen die Landwirtschaft näher zu bringen. Bassen und ohmann sind stark eingespannt auf den Höfen ihrer Familien. Und sie sind eigenen Worten nach mittlerweile in einer Minderheit. „Nur noch ein Viertel der Landfrauen hat was mit der Landwirtschaft zu tun“, schätzt Lohmann. Darauf müsse man sich einstellen.

Mehr Öffentlichkeitsarbeit

Die Hellwegerin ist seit 33 Jahren dabei, hat dabei auch eine Weile ausgesetzt. Hof und Familie hatten einfach Vorrang. Das ist bei vielen Landfrauen der Fall, wenn erstmal Kinder da sind, erläutert Bassen. Doch dann wurden die Kinder größer und Lohmann wieder aktiver im Verein. Zuletzt war sie bereits 20 Jahre lang im Vorstand aktiv, wollte diese Arbeit eigentlich schon in jüngere Hände geben, ehe Bassen sie schließlich überredete, mit ihr gemeinsam und gleichberechtigt den Verein zu führen.

„Wir sind total auf einer Wellenlänge“, sagt Lohmann, „und das muss man auch sein, wenn man so etwas macht.“ Beide Co-Vorsitzende sind sich daher einig, dass sie anders arbeiten wollen als ihre Vorgängerinnen. Sie möchten den Vorstand umstrukturieren und transparenter arbeiten, in dem sie die Ortsvertrauensfrauen verstärkt mit ins Boot holen, die Informationen weiter tragen. Andersherum möchten Bassen und Lohmann wissen, was man in den Bezirken eigentlich selbst möchte. „Wir haben den Eindruck, dass auf den großen Versammlungen viele nicht zu Gehör kommen“, sagt Lohmann. Zudem möchte die beiden die Öffentlichkeitsarbeit voranbringen, und kündigen bereits für die nächste Jahreshauptversammlung im Frühjahr an, das Amt einer Pressesprecherin einführen zu wollen.

Programm bis März geplant

Nun geht auch langsam das Leben im Verein wieder los. „Wir wollen ein vielfältiges Programm auf die Beine stellen“, sagt Bassen. Man habe auch bei der Jahreshauptversammlung gemerkt, „man will sich wieder treffen“. Aber: Die Landfrauen sind eine heterogene Gruppe, sie haben die verschiedensten Interessen.

Natürlich geht es dabei unter anderem ganz klassisch um Landwirtschaft, aber die Arbeitskreise im Verein sind vielfältig. Die Jungen Landfrauen sind ebenfalls ein Schwerpunkt. Die Gruppe soll noch wachsen und auch langsam an die „normalen“ Landfrauen herangeführt werden. „Es wird ganz genau gehorcht, was die wollen“, so Lohmann. Daher muss man auch die Referenten entsprechend aussuchen. Programmatisch wagt man sich also wieder an Treffen. Man habe den Kalender bist März durchgeplant, unter anderem kommt „endlich“ Ernährungsberater und Entertainer Patric Heizmann in die Region. Der war schon vor Corona geplant gewesen.

Verein mit soliden Strukturen

„Das ist ein starker Verein mit soliden Strukturen“, schätzt Alke Lohmann die Rotenburger Landfrauen ein – so wie Hesse-Stegmann und Meyer sie ihr und Bassen hinterlassen haben. Die halbjährlichen Ideenschmieden zeigten, dass die Frauen im Verein tolle Ideen einbringen würden. „Wir stellen uns jeder Herausforderung. Wir finden einen Weg, zu gestalten.“

Eine Einschätzung, die von der Art der Verabschiedung der beiden Vorgängerinnen bestätigt wird. Niemand Geringeres als die Landespräsidentin der Landfrauen, Elisabeth Brunckhorst, kam vorbei, um Irmtrud Hesse-Stegmann und Regina Meyer mit der „Silbernen Biene“ ausgezeichnet. Für Landfrauen ist das etwas Besonderes, so Lohmann. Nicht nur der Besuch der Präsidentin selbst, sondern auch die Auszeichnung – die höchste Ehre, die man als Landfrau in Niedersachsen bekommen kann. Das unterstreiche, wie gut ihre beiden Vorgängerinnen gearbeitet haben. Große Fußstapfen für die beiden neuen Vorsitzenden also. „Wir werden das wohl nicht erreichen“, sagt Lohmann.

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