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Kulturinitiative Sottrum ist seit 25 Jahren in der Samtgemeinde aktiv

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Von: Nina Baucke

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Auf der Bühne fühlen sich Tatjana Schuba und Edwin Bohlmann wohl.
Auf der Bühne fühlen sich Tatjana Schuba und Edwin Bohlmann wohl. © Baucke

Seit 25 Jahren sorgt die Kulturinitiative für Kultur in der Samtgemeinde Sottrum. Ihr Ziel ist, Kulturschaffende - Profis wie Laien - miteinander zu vernetzen.

Hellwege – Als beim Pressegespräch die Frage nach dem passenden Ort für ein Foto aufkommt, ist für Tatjana Schuba und Edwin Bohlmann vom Vorstand der Kulturinitiative Sottrum die Antwort sofort klar: auf der Bühne im Heimat- und Kulturhaus Hellwege. Dort, wo in den vergangenen zwei Jahren wenig bis gar nichts geschah und wohin nun immer mehr das kulturelle Leben zurückkehrt – auf den Punkt, denn in diesem Jahr wird die Kulturinitiative 25 Jahre alt.

Auch, wenn die große Feier erst 2023 erfolgen wird: Die ein oder andere Veranstaltung nach der Corona-Zwangspause hat die Initiative bereits hinter sich, darunter ein Benefizkonzert: „Gemeinde, Schule, Vereine – alle waren sofort mit im Boot“, freut sich Bohlmann noch im Nachhinein. „Es geht doch“, fügt Schuba hinzu. Denn gerade dieser Punkt der Zusammenarbeit ist etwas, wo aus ihrer Sicht noch Luft nach oben ist. Im Maßnahmenkatalog Sottrum 2030 ist die Kulturinitiative als Interessensgruppe mitaufgenommen worden, „und wir haben viele Ideen, aber irgendwie läuft das Ganze noch etwas holperig“, sagt Schuba. „Da hoffen wir einfach auf noch mehr Austausch.“

Es gibt hier einen großen Pool an Menschen, die kulturell aktiv sind. 

Tatjana Schuba

Denn sie und Bohlmann sind sich sicher: Was Vernetzungen angeht, liegt in der Samtgemeinde noch sehr viel Potenzial. „Es gibt hier einen großen Pool an Menschen, die kulturell aktiv sind. Wir wollen Profis, Semiprofessionelle und Hobbykünstler zusammenbringen“, betont Schuba. Ein Erfolg ist für sie, das Gymnasium Sottrum mit ins Boot geholt zu haben. „Zwei Schüler, Kjell und Timo, haben die Technik bei unserem Comedyabend im HuK neulich übernommen. Das war einfach fantastisch“, schwärmt Bohlmann.

Ein weiterer Punkt, in dem die Kulturschaffenden noch nachlegen wollen, ist ein Angebot für Jugendliche. „Viele unserer Mitglieder sind 50plus. Da ist es für uns natürlich thematisch schwierig, etwas zu finden, das Jugendliche anspricht. Das Format müssen und wollen wir noch finden“, sagt Schuba. Offen wollen sie und Bohlmann da auf jeden Fall sein. „Wer also eine Idee hat, kann auf uns zukommen, wir unterstützen das dann. Entscheidend ist, das wir genügend Vorlauf haben, um an Fördergelder zu kommen.“ Zwei neue Formate allerdings hat die Initiative bereits in der Schublade, „die werden wir allerdings erst im kommenden Jahr vorstellen“, kündigt Schuba an.

Konzerte, Kino und Theater als Konstante

Generell an neue Ideen zu kommen, das fällt der Kulturinitiative auch in ihrem 25. Jahr des Bestehens nicht schwer: Allerdings hatten die Gründungsmitglieder, Kulturinteressierte, die von außerhalb nach Sottrum kamen, aber am Ende zu weiten Teilen dort hängen geblieben sind, von 1997 an einen Schwerpunkt auf den bildnerischen Bereich gelegt. „Das ist allerdings im Laufe der Jahre auf der Strecke geblieben“, sagt Bohlmann. „Damals ging es um die Reibung zwischen Kultur und Dorfleben, heute ist das anders.“ Allerdings: Nach wie vor pflegt die Initiative ihre Kontakte. „Mittlerweile bekommen wir sogar Anfragen von Künstlern“, freut sich Schuba. Denn, und davon ist Bohlmann überzeugt, „so eine Betreuung mit einem roten Faden, freundlichen Menschen und Unterkünften in der Natur finden sie sonst kaum in dieser Qualität“.

Drei Konstanten haben sich allerdings über Jahre im Programm gehalten: die Konzertreihe von Bohlmann selbst, das Open-Air-Kino und die Theatergruppe Leporello. „Und wir wollen unser Portfolio weiter öffnen, wie zuletzt mit dem Comedyabend.“ Auf der anderen Seite stellt sich der Kulturinitiative vor allem eher die Frage, wie sich weitere aktive Mitglieder gewinnen lassen, die die Veranstaltungen auch umsetzen. „Denn das Gefühl nach einer gelungenen Veranstaltung ist einfach toll, man fühlt sich richtig satt und zufrieden“, erklärt Schuba mit einem Lachen. „Und man weiß am Ende: Dafür hat sich die ganze Arbeit gelohnt.“

Die Kulturinitiative Sottrum

Wer Interesse am Programm der Kulturinitiative hat, oder sich engagieren möchte: Mehr Informationen gibt es unter www.kulturinitiative-sottrum.de.

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