Hellwege und Ahausen wollen Zusammenarbeit weiter vertiefen

Hortfrage im Süden geklärt

Der Kindergarten in Hellwege wird in Zukunft wohl mehr mit dem in Ahausen zusammenarbeiten. Archivfoto: Leeske

Hellwege/Ahausen – Dass Hellwege und Ahausen bei der Nachmittagsbetreuung von Grundschulkindern zusammenarbeiten wollen, ist schon länger bekannt. Die Samtgemeinde hat ihren Mitgliedern die Aufgabe erteilt, dass sich die Gemeinden eines Schulbezirkes bei der Einrichtung von Horten zusammenarbeiten sollen. Dass Ahausen bereits einen hat, vereinfacht die Lage im Süden der Samtgemeinde. Nun wird die Zusammenarbeit, die ab dem kommenden Schuljahr gelten soll, politisch festgezurrt. Der Hellweger Gemeinderat hat am Mittwoch zugestimmt. In den kommenden Monaten wird Ahausen wohl nachziehen.

Zuletzt hatten Hellweges Bürgermeister Wolfgang Harling (SPD) und sein Ahauser Amtskollege Claus Kock (CDU) miteinander verhandelt. Letzterer war zu diesem Zweck auch bei einer Sitzung des Hellweger Verwaltungsausschusses im Januar anwesend. Mit dabei waren ebenfalls seine Stellvertreterin Corinna Ader-Schumann (SPD) und Kita-Leiterin, sozusagen die Hausherrin des Ahauser Hortes, Martina Reimers.

Die Federführung beim Hort hat weiterhin Ahausen inne. Hellwege beteiligt sich dafür an den Kosten. Bei der Ratssitzung war von 160 Euro pro Kind und Monat die Rede – vorausgesetzt, es muss keine zweite Gruppe eingerichtet werden. Es sei ein Richtwert, erläutert Kock auf Nachfrage.

Da die Kosten des Hortes „statisch“, also durch Personal und anderes gleichbleibend sind, ist ein ausgelasteter Hort pro Kind günstiger als einer mit Kapazitäten. Sollten die Zuschüsse – die es übrigens auch in Ahausen gibt – nicht kostendeckend seien, müsse man sich zusammensetzen und den Fehlbetrag anteilig abrechnen. Hellwege müsste in diesem Fall also nachzahlen.

Man muss sehen, was auf die Gemeinde Hellwege finanziell zukommt. Harling konstatierte im Zusammenhang mit dem durch große Investitionen im Kita- und Krippenbereich: „Es wird nicht einfach.“ Schon bei zehn Hellweger Kindern, also 1 600 Euro monatlich, wäre das seiner Meinung nach schon „ein Haufen Geld“. Die Hortbetreuung sei eine sogenannte freiwillige Aufgabe der Gemeinde.

Kinder aus Ahausen und Hellwege werden in Zukunft gleichberechtigt und unter Beachtung der Sozialverträglichkeit aufgenommen, führte Harling auf der Ratssitzung aus. Soll heißen, dass Familien mit einem besonders dringlichen Bedarf – etwa mit alleinerziehendem Elternteil – bevorzugt werden. „Für uns ist das ganz wichtig“, kommentierte der Bürgermeister. Es ist eine Vereinbarung, die bereits im kommenden Sommer zum Einsatz kommen könnte.

Für das Schuljahr 2020/21 liegen laut Vorlage bereits Anmeldungen für 21 Kinder vor, fünf davon Hellweger. Platz ist allerdings für maximal 24 Kinder insgesamt, jedoch nur 20 pro Tag. Die Zahl der Anfragen könnte sich bis zum Anmeldeschluss am 28. Februar noch mal erhöhen. Claus Kock: „Es ist noch Luft nach oben, wenn auch nicht viel.“

Probleme gibt es aber, wenn eine Betreuungskraft krank wird, so Kock. Allerdings gibt es überörtliche Gedankenspiele für dieses Szenario. Man strebt eine tiefergehende Zusammenarbeit an – insbesondere zwischen den Kindergärten in den beiden Gemeinden. Laut Beschluss soll sondiert werden, ob und unter welchen Voraussetzungen Erzieherinnen des Hellweger Kindergartens in Ahausen eingesetzt werden können. Das würde für mehr Flexibilität sorgen. Außerdem denken die Gemeinden über ihre Grenzen hinaus. Auf Samtgemeinde-Ebene wollen sie einen „Erzieherpool“ anregen, um genügend Personal für Vertretungsstunden in Reserve zu haben.

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