Horstedter Rat beschließt Entwurf

Baugebiet nimmt Formen an

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Mediengruppe Kreiszeitung

Horstedt - Beim Baugebiet „Bei den Doren“ in Horstedt geht es langsam voran. Udo Lohreit vom Bremer Planungsbüro Instara stellte den Mitgliedern des Horstedter Gemeinderates in der Sitzung am Montagabend die bisherigen Schritte im Planentwurf vor. So solle das Oberflächenwasser zum einen teilweise auf den Grundstücken versickern.

Das rief Ratsherr Jürgen Schlobohm (WFB) auf den Plan. „Das Wasser kann gar nicht auf den Grundstücken versickern“, machte er deutlich. Dafür sei der Boden mit seiner Lehmschicht nicht geeignet. Lohreit jedoch erklärte, dass dieser nicht gleich oben anfange, sondern es noch eine Schicht gebe, in der ein Teil des Wassers versickern könnte. Der Rest müsse ins Regenrückhaltebecken fließen, das dafür vergrößert werden soll. Doch das ist erst im nächsten Schritt – dem Erschließungsentwurf – Thema, machten Lohreit und Bürgermeister Michael Schröck (SPD) deutlich.

In der Sitzung ging es zunächst um textliche Festsetzungen. So einigten sich die Ratsmitglieder darauf, die Firsthöhe der Neubauten auf 8,50 Meter festzulegen. Außerdem ist eine Ringerschließung für das Baugebiet vorgesehen. Geplant ist außerdem, das angrenzende Neubaugebiet, das von der Nartumer Straße abgeht, nur durch einen Fuß- und Radweg zu verbinden. Die Zufahrt mit dem Auto ist nur von der Hauptstraße aus möglich. Der Bürgermeister stellte fest, dass bisher noch keine Traufhöhe in den Entwurf des Bebauungsplanes mit aufgenommen worden sei. Dadurch sei es möglich, dass sich Bauinteressenten dort auch eine sogenannte Stadtvilla oder Häuser im mediterranen Stil entwerfen könnten. Das halten einige Ratsmitglieder für dorfuntypisch. Es machten sich auch Sorgen breit, ob sich die Grundstücke dann verkaufen ließen. Schröck, als Architekt zur Beantwortung der Frage berufen, stellte klar, dass es momentan in Mode sei, sich eine Stadtvilla zu bauen.

„Es kann sein, dass dann ein Interessent kommt und nicht mehr hier bauen will“, so Schröck. Er glaube aber, dass die Gemeinde die Grundstücke auch so verkaufen könne. „Eine Stadtvilla hat nichts auf dem Dorf zu suchen. Das passt nicht in das Bild“, meinte auch Thomas Hübner (SPD). Das sahen seine Kollegen ähnlich und einigten sich auf eine Traufhöhe von 3,80 Metern. Außerdem schlug Schröck vor, zwei Stellplätze pro Wohneinheit zur Verfügung zu stellen. „So bekommen wir möglichst viele Autos von der Straße“, erklärte der Bürgermeister. Auch darauf einigten sich die Ratsmitglieder.

jet

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