Gemeinderat will auf einigen Straßen die Höchstgeschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer senken

Horstedt drosselt das Tempo

Die Horstedter Ratsmitglieder wollen jetzt überlegen, welche Straßen zur Tempo-30-Zone werden sollen. Die Nartumer Straße steht auf der Liste ganz oben. - Foto: mro

Winkeldorf - Von Matthias Röhrs. Die Einrichtung mehrerer Tempo-30-Zonen in der Gemeinde Horstedt nimmt weiter Gestalt an. In den kommenden Wochen und Monaten sollen sich die Ratsmitglieder aus den jeweiligen Ortschaften Horstedt, Winkeldorf und Stapel zusammensetzen und überlegen, welche Straßen für ein niedrigeres Tempolimit in Frage kommen. Das haben sie auf ihrer Sitzung am Montag in Winkeldorf beschlossen. Bei einer Straße scheint die Entscheidung bereits gefallen.

Am 20. Juni hatte der Rat beschlossen, das Thema auf den Weg zu bringen. Hintergrund war damals, dass den Ratsmitgliedern der Verkehr auf der Nartumer Straße in Horstedt mit der regulären innerörtlichen Geschwindigkeitsbegrenzung zu schnell ist. Über mehrere hundert Meter führt sie schnurgerade von der Ortsmitte zum Ortsausgang Richtung Samtgemeinde Zeven. Dass der Kindergarten „Wiestehummeln“ ebenfalls an der Nartumer Straße angrenzt, dürften die Ratsmitglieder ebenfalls im Hinterkopf gehabt haben. Und so bekräftigte Jürgen Schlobohm (WFB) am Ende der kurzen Debatte am Montagabend noch einmal die Unstrittigkeit einer zugelassenen Höchstgeschwindigkeit auf der Nartumer Straße bei 20 Stundenkilometern.

Im Auftrag des Rates haben sich Bürgermeister Michael Schröck (SPD) und Ratsmitglied Klaus-Dieter Szczesny (Grüne) schließlich mit dem Verkehrsamt des Landkreises Rotenburg in Verbindung gesetzt. Grundsätzlich dürfe die Gemeinde Horstedt auf ihren Gemeindestraßen Tempo-30-Zonen einrichten, habe es geheißen. Aber eben nur dort, da Kreis- beziehungsweise Landstraßen in andere Zuständigkeiten fallen.

Tempo-30-Zonen von Anliegern gewünscht

Horstedt ist derzeit nicht die einzige Kommune in der Samtgemeinde Sottrum, die Tempo-30-Zonen einrichten will. Auch in Reeßum hat man Derartiges vor und will auf einer kommenden Ratssitzung entscheiden, welche Straßen dafür in Betracht kommen. Dort steht allerdings auch noch zur Debatte, noch etwas weiter zu gehen und sämtliche Nebenstraßen zu Tempo-30-Zonen zu erklären.

Soweit wird es in Horstedt wohl nicht kommen. Auch wenn ein Tempolimit bei 30 Stundenkilometern laut einigen Ratsmitgliedern von Anwohnern durchaus gewünscht ist. So berichtete Doris Heitmann (SPD) davon, von einigen Bürgern diesbezüglich angesprochen worden zu sein, und Szczesny berichtete von „sensiblen Familien mit Kleinkindern“. „50 Stundenkilometer wirken in Kleinstraßen relativ schnell“, erklärte der Grünen-Politiker aus Stapel.

Nun sollen die Ratspolitiker in ihren Ortschaften entscheiden, welche Straßen für eine Tempo-30-Zone in Frage kommen. Auf der nächsten Sitzung im November sollen die Planungen dann fortgesetzt und Mittel in den nächsten Haushalt eingestellt werden. Ebenfalls steht im Raum, die vorgeschlagenen Straßen mit Geschwindigkeitsmessanlangen hinsichtlich des jeweiligen Verkehrsaufkommens auf ihre Tauglichkeit für ein Tempolimit bei 30 Stundenkilometern hin zu überprüfen.

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