Horstedt: Architekt übernimmt das Amt des verstorbenen Heinz-Dieter Gebers

Schröck neuer Bürgermeister

Hans-Hermann Windler nimmt Michael Schröck den Amtseid ab.
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Hans-Hermann Windler nimmt Michael Schröck den Amtseid ab.

Horstedt - Von Antje Holsten-Körner. Generationswechsel: Der Horstedter Gemeinderat hat Michael Schröck (SPD) einstimmig zum neuen Bürgermeister gewählt. Der 57-jährige Architekt übernimmt den Posten von Heinz-Dieter Gebers, der im Juni verstorben war – zwei Tage, bevor er seine 20-jährige Amtszeit hätte feiern können.

Stellvertreter Hans-Hermann Windler nahm Schröck den Amtseid ab. Zusammen hatten die beiden nach dem Tod von Gebers unzählige Stunden investiert, um die Akten im Gemeindebüro, das sich bei Gebers zu Hause befand, zu sichten und zu bearbeiten. In Zukunft wird die Gemeinde von Stapel aus verwaltet. Auch der neue Bürgermeister wird in seinem Privathaus, jeweils mittwochs von 18 bis 19 Uhr, eine Sprechstunde anbieten.

Den Posten des stellvertretenden Verwaltungsleiters, den Schröck besetzt hatte, übernimmt Frank Wunder (SPD). Der 40-jährige Software-Entwickler aus Winkeldorf hat ebenfalls alle Stimmen auf sich vereinigt. Auf den freigewordenen Ratssitz nimmt Thomas Hübner (SPD) Platz. Für den Horstedter kein Sprung ins kalte Wasser, denn er gehörte bereits zwei Legislaturperioden dem Rat an.

Nach den Neubesetzungen gingen die Ratsmitglieder zum Tagesgeschäft über und entlasteten einstimmig Heinz-Dieter Gebers für das Jahr 2011. Dem Sportverein und dem Heimatverein wurden zwar Zuschüsse für ihre Projekte – Zuschauerüberdachung am Sportplatz hinter der Schule und der Tisch mit zwei Bänken am Kindergarten – zugesagt, doch über konkrete Zahlen wollten sich die Ratsmitglieder erst im nichtöffentlichen Teil unterhalten.

Auf der Tagesordnung stand ebenfalls die Annahme einer Spende der Volksbank Wümme-Wieste. „Ich darf nur 100 Euro ohne Zustimmung annehmen“, erklärte Schröck. Dabei ging es aber um 300 Euro, die für ein Spielhaus am Kindergarten bestimmt sind. „Spenden sollten wir nicht ablehnen“, meinte Windler und erntete bei der anschließenden Abstimmung Zustimmung.

Dagegen wurde die noch von Gebers auf die Tagesordnung gesetzte Aufstellung eines B-Planes für 20 bis 25 Bauplätze an der Nartumer Straße vorläufig vertagt. Zwar hatte der ehemalige Bürgermeister aufgeführt, dass sich bei ihm einige Interessenten gemeldet hätten. Unterlagen darüber konnten Hans-Hermann Windler und Michael Schröck aber nicht finden. Große Bedenken hatte Jürgen Schlobohm. „Ich habe hier den Generalentwässerungsplan vorliegen. Danach ist es dort nicht möglich, ein weiteres Gebiet auszuweisen.“ Da ein Baugebiet mit erheblichen Kosten verbunden sei, solle erstmal der Bedarf abgeklärt werden. „Bauwillige sollen sich bei mir melden“, sagte der Bürgermeister.

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