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Horstedter DRK bleibt jetzt doch bestehen

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Von: Antje Holsten-Körner

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Berndhard Goldmann (v.l.), Stefanie Günther und Beatrix Luthien bilden gemeinsam mit Karen und Hans-Jörg Munke den Vorstand des Horstedter DRK-Ortsvereins.
Berndhard Goldmann (v.l.), Stefanie Günther und Beatrix Luthien bilden gemeinsam mit Karen und Hans-Jörg Munke den Vorstand des Horstedter DRK-Ortsvereins. © Holsten-Körner

Eigentlich war der Horstedter DRK-Ortsverein bereits Geschichte. Da 2020 kein neuer Vorstand gefunden hatte, sollte er in die Mulmshorner Gruppe übergehen. Die coronabedingte Verzögerung des Vorgangs nutzten einige Ehrenamtler, den Verein doch noch zu retten.

Horstedt – Totgesagte leben länger. Nachdem im Februar 2020 beim Horstedter Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) kein Nachfolger für die aus Altersgründen nicht mehr kandidierende Vorsitzende Ursel Lohmann gefunden und auch die weiteren Vorstandsposten nicht besetzt werden konnten, war eine Fusion mit dem Ortsverband Mulmshorn so gut wie beschlossene Sache.

Doch dann kam Corona und die vorgesehene Überführung der Mitglieder und des Vereinsvermögens nach Mulmshorn, dessen Ortsverein 1985 aus dem Horstedter DRK hervorgegangen war, wurde nicht vollzogen.

Jetzt steht fest, dass es den im Dezember 1964 von Enno Munke aus der Taufe gehobenen Ortsverein im Mittelpunkt der Kräuterregion doch weiterhin geben wird. Mit Stefanie Günther, Beatrix Luthien, Bernhard Goldmann, Karen Munke und Hans-Jörg Munke, Sohn des damaligen Gründers, gibt es einen neuen Vorstand.

Kreis-Vizepräsidentin wird aktiv

Die Initiative dazu ging von Ines Engel aus, Vizepräsidentin des DRK-Kreisverbandes Bremervörde, die in Horstedt zu Hause ist. So gab es im Herbst vergangenen Jahres eine Mitgliederversammlung, wie die Arbeit fortgesetzt werden könnte. Auch Hans Lohmann, Ehemann der langjährigen Vorsitzenden, war an einem Fortbestand des Ortsverbandes interessiert. „Er hat mich gefragt, ob ich mir eine Vorstandsarbeit vorstellen kann“, erzählt Bernhard Goldmann. Auch Hans-Jörg und Karen Munke wurden von Lohmann angesprochen, bei Stefanie Günther und Beatrix Luthien führte Ines Engel die Gespräche.

„Viele der älteren Mitglieder wollen nur in Horstedt dabei bleiben, denn der Weg nach Mulmshorn ist ihnen zu weit“, nennt Stefanie Günther einen der Gründe für ihre Zusage. Obwohl sich die fünf Horstedter gar nicht oder nur flüchtig über andere ehrenamtliche Engagements kannten, sagten auch die anderen zu. „Wir sind schon ein wilder Haufen“, meint Goldmann scherzhaft. Bei der jüngsten Jahreshauptversammlung im Winkeldorfer Dorfgemeinschaftshaus, an der persönlich nur Bernhard Goldmann teilnehmen konnte, stellte Ines Engel die Kandidaten, die gemeinsam – aber ohne ersten Vorsitzenden – den Ortsverein führen wollen, vor.

Einstimmig bekamen die sie dafür das Votum der Versammlung. Schon mit der ersten Aktion bewiesen sie, dass das in sie gesetzte Vertrauen berechtigt ist. So gab es nach dem DRK-Treff, dem ehemaligen Seniorennachmittag, im Hus up’n Barg ganz viel Lob an den Vorstand für die gelungene Ausrichtung. „Obwohl wir alle berufstätig sind, werden wir den Wunsch erfüllen und regelmäßig einladen“, verspricht Stefanie Günther.

Bis zu drei Blutspendetermine möglich

Jüngste Aktion des neuen Vorstandes war jetzt die Ausrichtung des Blutspendetermins in der Horstedter Grundschule. Dabei erweiterten sie das Angebot und servierten statt belegter Brote Muffins und frisch gegrillte Bratwurst.

Außerdem war die Kinderbetreuung gewährleistet. „Bisher gibt es in Horstedt zwei Spendetermine im Jahr, in Zukunft könnten es drei Termine werden“, sagt Beatrix Luthien, die ihre Erfahrung als Gruppenleiterin der DRK-Jugend in Tarmstedt einbringen kann.

Auch andere Ideen möchte der neue Vorstand gerne umsetzten. „Beispielsweise denken wir über Fahrten nach“, erklärt Bernhard Goldmann, der sich freut, dass die gemeinsame Arbeit so hervorragend klappt. Bei aller Euphorie über die positive Resonanz von vielen Seiten bleibt das Quintett aber realistisch und nimmt gerne Ratschläge von umliegenden Ortsvereinen an. Auch Ines Engel steht ihnen beratend zur Seite. „Es muss wachsen“, betont Goldmann.

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